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Walter Bauer (Wien)

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Wien und Leipzig, das ergibt gelegentlich eine musikalische Verbindung, seit geraumer Zeit aber auch eine wesentliche kulinarische, versteckt in der Sonnenfelsgasse.

Wenn Tommy Möbius sich nach einem langen Küchentag noch ein wenig Zeit für neugierige Fragen nimmt, wird erst an der Sprache bewusst, dass da ein anderes Idiom zu hören ist, wiewohl das zuvor so im Übermaß Genossene keineswegs fremd war. Aber schließlich sind wir bei Walter Bauer, da ist noch jeder Koch so in die Bauersche Dimension hineingewachsen, dass man seit jeher zum Bauer geht und nicht zum Domschitz oder Maier oder jetzt eben zu Möbius. Dabei aber sollte man sehr wohl zu Möbius gehen wollen, immer wieder, ausgiebig, wiederkehrend. Wie eben die Möbius-Schleife ist, die schon als Kind gebastelte Anschauung der Unendlichkeit, die man, einmal hier Platz genommen, gern suchen würde, eine nicht enden wollende Speisenfolge, die ihre eindrückliche Kraft aus der Klarheit der Zutaten, der Behutsamkeit ihrer Verbindung, der perpetuierten Verblüffung durch Einfachheit holt.

So ist auch kein Gericht von überkandideltem Kreationsehrgeiz befallen, vielmehr ist alles von innerem Zusammengehörigkeitsgefühl getragen. Das Saiblingstatare wird sehr keck von einer Krenobersmütze behaubt, wobei der Kren scharf sein darf, das Obers aber eigentlich Buttermilch ist, und sowohl Tatare als auch Petersiliensauce drunter (dunkelgrün, megapetersilig) mit ausreichend Ölbeigabe bei Dichte und Molligkeit gewinnen. Der Waldpilzauflauf ist Kuchentürmchen von erfreulicher Flaumfestigkeit (also alles beide, ich mag das, nicht entweder-oder, nicht dualistisch, sondern alles zugleich), auf den schönsten Teilen der Steinpilze gelegen, und als Krönung dieser Nussbutterschaum, in dem man baden möchte!

Auch beim Wolfsbarsch (aus Wildfang) wieder dieses Konsistenzerlebnis des sowohl-als auch, mit kräftiger Kruste, aber das Fleisch nicht verschwommen-glasig, sondern herzhaft, aber doch saftig. Das Meeresfischige wird von der Süße der Beilage ganz eigenwillig kontrastiert: ein Nudeltascherl, hübsch gefaltet, mit einer hellgrünen Saubohne und einer intensiv roten Paprikaraute (enthäutet) dekoriert, mit Zitronenricotta gefüllt, so süße Zitrone, wie bei der Topfentorte, die meine Mutter macht; derselbe leicht süße Zitronengeschmack ist im Zitronenpelargonienschaum, die Blätter dieses Krautes wurden auf einem Tellerchen zur Anschauung gereicht.

Mein Höhepunkt: die Hirschleber (nicht auf der Karte, aber eingeflüstert) mit Eierschwammerl und der Paprikaperfektion: eine so klare Paprikasauce – klar vom Aussehen, klar im Geschmack – war mir bislang nicht geläufig. Neckisch dazu auch die zwei Spatzln, aber es gab ja noch, zwecks Abrundung, das Ochsenwangerl, dazu absolut klassisches Erdäpfelpüree, und als Hingucker kleine, makellos weiße Würferl – vom Knochenmark! Und Gemüse, Kohlrabi wie Karotten. Fest und durch, aber das wird Sie nicht überraschen.

Dessert? Freilich, schon wegen des dazu gebrauchten Süßweines: Schokosoufflee (Valhrona), weicher Kern, feine Kruste, auf Zwetschkenkompott, dazu Mandeleis. Für die Weinbegleitung darf ich, auch wenn die Karte so unendlich (!) verlockt, an Hausherrn Walter Bauer verweisen, seinen leisen Tipps Folge zu leisten ist ratsam: der Quinta do Vale Meao 2001 war perfekter Begleiter, der Sauvignon 06 vom jungen Wenzel aus Rust eine Entdeckung, und der Banyuls zur Schokolade zwar schon recht depotlastig, aber schließlich von 83. Möbius-Bauer bekommen eine große Schleife!

Angelika Deutsch

63 Kritiken | Kritik verfassen

andreasbigler, 26.02.13 @ 13:21

Kleiner Nachtrag
Ich denke es wäre an der Zeit Angelikas Artikel mal ein Update zu verpassen, denn der Möbius ist schon sehr lange weg ......

Den findet man jetzt hier: Restaurant "Die Ente" im Seehotel Ketsch und das seit Juli 2011!!!

andreasbigler, 26.02.13 @ 13:17

Es gäbe ihn nicht mehr den Walter Bauer ....
... würde er drauf schauen dass das Ambiente modern und zeitgemäß ist und tät er seine Preise so gestalten, dass Günstigesser ihm die Tür einrennen.

Walter Bauer ist seinem Stil immer treu geblieben, perfekte Küchenleistung mit liebevollem sehr kompetentem Service! Da gibt's eben keine Ausreißer und klägliche Versuche was Neues zu schaffen. Das kostet dem Gast eben ein bisserl was (der wissende Gast macht's gern) und erspart dem Lokal den "Delinski Rettungsanker" oder sonstigen Bonus - Gutscheinblödsinn.

Meines Erachtens zahlt man dort KEINEN Status- oder Berühmtheitszuschlag, sondern nur den Preis für das was geboten wird und das ist wahrlich großartig!

kubse, 14.02.13 @ 01:17

Begeistert.
Ein Abend hier kostet richtig Geld. Aber er ist jeden Cent wert.

Vieles in diesem Lokal ist altbacken, Design ist sowas von nicht vorhanden, dass man sich aufs Essen konzentrieren MUSS - auch gut! Kleines Maulen als Nachtrag: die Plastikblumengsteckerln sind einfach peinlich.

Der Patron, eine junge Dame, ein junger Herr, zu dritt bespielen sie die paar Tische mit links. Da sitzt jeder Handgriff auf wunderbar altmodische Weise und dennoch nicht verstaubt. Dass einmal ein Glas nicht sauber ist, können auch sie nicht verhindern - who cares? Wird eh sofort ausgetauscht, und wer es nicht merkt, wird schon gar nicht davon sterben ;)

Die Weinkarte ist state of the art, nur leisten muss man es sich können - die Preise tun ECHT WEH. Auch, weil es zu den "Großen" wenig preiswertes als Alternative gibt. Zwei schöne Flaschen in weiß und rot, zwei Gläser Sauternes zum Drüberstreuen, und schon macht der Posten mit zwei Eingangsseidln fast 180 Euronen - aber es ginge auch La Tache '99 um 5000 und ein paar Zerquetschte.

Und nun endlich zur Küche: Die beeindruckt in der Tat. Da ist nichts, was nicht Sinn macht, die kleinen Tüpfelchen am Teller bereiten Spaß und Geschmack, die Ideen der Gerichte wirken einfach (Wachteleiknödel, Spinat), verblüffen aber durch große Präzision und intensiven Geschmack - man möchte sofort mehr. Ok, die Potionen sind tatsächlich nicht überbordend, und 70 Euro fürs Menü ist zwar 50 unter Steirereck (dessen Küchenleistung der Feierabend durchaus ankratzt!), aber immer noch fett. Doch wie eingangs erwähnt, im Glück vergisst man den Kontostand mal kurz, dieses Essen DARF WAS KOSTEN. Und wir sitzen ja schließlich in der Wiener Innenstadt, auch das muss bezahlt werden.

Eigentlich ist das Restaurant Walter Bauer kein Fall für Speising. Das Konzept ist weder originell noch modern, es gibt ganz einfach keines - hier isst und trinkt man "bloß" auf sagenhaft hohem Niveau, nicht günstig, aber preiswert. Ohne das Stadtpark-Brimborium, wohlgemerkt.

knatere, 24.06.11 @ 20:53

neuer chef de cuisine
Hr. Möbius hat leider Wien verlassen. Wer führt jetzt dort das Küchenteam?

andreasbigler, 03.12.10 @ 17:58

Nach langer Bauer Abstinenz endlich wieder .....
Jetzt hat er total abgehoben, der Tomy Möbius und das im aller positivsten Sinn, denn das bezieht sich allein auf seine Kreativität und sein Können Speisen auf den Punkt zu bringen und aus etwas Alltäglichem ein Genusserlebnis zu machen ...
Zwiebelrostbraten durfte ich schon in den verschiedensten Variationen probieren und meistens auch genießen, das was da serviert wurde war aber mehr als Genuss, das war schon fast unbeschreiblich.

Einfach selber probieren, das "Walter Bauer" bietet nicht nur eine konstant gute Küchenleistung, sondern hier schafft man es sogar sich ständig zu steigern und das seit vielen Jahren!

andreasbigler, 02.11.10 @ 14:00

wernernastl

wernernastl, 05.07.10 @ 12:58

Eine sichere Bank!
Man könnte fast meinen, keiner der Speisinger geht mehr zum Bauer, denn das letzte Statement vom März letzten Jahres ist ja nicht mehr das aller neueste.

ich möchte dazu nur sagen, das Restaurant Walter Bauer ist in jedem Fall eine sichere Bank um auf kulinarischen Sieg zu setzen wenn es um hervorragende Küchenleistung mit kompetentem, freundlichem Service geht und darum geht's ja wohl bei einem Restaurantbesuch. Ich wurde noch niemals enttäuscht, meine Erwartungen wurden bisher sogar immer übertroffen, so auch diesmal.

W.N.

andreasbigler, 03.03.09 @ 20:25

Nach längerer Zeit wieder einmal ...
bei Walter Bauer und seinem Team zu Gast. Meine Tochter hatte am 27.02. ihren 23. Geburtstag und da sie so etwas wie ein Junggourmet ist, ist es ihre größte Freude, wenn wir gut, oder sogar außergewöhnlich essen gehen und dieses Restaurant ist in Wien sowieso ihre persönliche "Einseradresse". Da ich selbst ja schon so etwas wie ein Stammkunde bin, gehöre ich ja eher zu den Fehlersuchenden, aber auch diesmal konnte ich absolut nichts Negatives feststellen, ich suchte krampfhaft nach einem hochnäsigen Kellner, konnte aber keinen finden; na gut die Nasen des Personals waren alle etwas höhe gelegen, als unsere, da wir beim Essen sitzen. Wir suchten uns unseren Wein aus und Tommy bekam den "Auftrag", etwas für uns zu kochen. Alle Gerichte waren perfekt auf die beiden von uns ausgesuchten Weißweine abgestimmt und die Zeitspanne für alle sieben Gänge war hervorragend abgestimmt, wir mussten weder nach einer Pause verlangen, noch mussten wir lange warten ... alles war so, wie es sein soll, in den knappen 5 Stunden, die wir hier verbrachten, auch die abschließende Robusto mundete sehr, denn glücklicher Weise, sind beim Bauer Zigarrenraucher noch immer willkommen .....

Ich sage mal, wer es versteht, der fühlt sich hier wie in einer gut funktionierenden Familie und da ist nichts gespielt, da ist alles echt!

pat_, 20.01.09 @ 15:00

Einstellungssache
okay - Vielleicht habe ich zu schnell reagiert und mich über die Zeit des Essens zu negativ ausgelassen.
Das denke ich mir ist Ansichtssache - jeder soll so schnell Essen könnne wie er möchte - wie richtig geschrieben worden ist, kann man das Servicepersonal darauf aufmerksam machen.
Ja - vielleicht bin ich auch ein schwieriger Gast.
Aber, der Gruß kam bevor wir überhaupt den Wein bestellt haben. Das ging mir etwas schnell und wir hatten dann eh gesagt, wir möchten es ein bißchen langsamer - wäre überrascht gewesen, wann wir fertig gewesen wären, hätten wir dies auch nicht gesagt.
Ja vielleicht bin ich ein schwieriger Gast - Bin doch eine hohe Qualität gewohnt, aber vielleicht haben wir einfach einen schlechten Tag erwischt. Trotzdem hätte ich mir mehr erwartet.
Jeder kann das sehen wie er will.
Ich bin froh für jeden dem es gut gefallen hat.

knalltuete, 20.01.09 @ 14:02

Knalleffekt
jeder gast kann dem Servicepersonal sagen, dass bis zum nächsten gang eine pause eingelegt wird. prinzipiell gilt: wer enttäuschung mit einem "t" schreibt, kann nur um 19 Uhr essen gehen und ist mit fünf gängen in zwei stunden überfordert.

eamonclever, 20.01.09 @ 09:34

werte cmling
würde die konzentration auf einzeltische erfolgen, für die 20 minuten kochzeit bereitstehen, müssten dafür teams gebildet werden, wofür neue mitarbeiter notwendig wären, die sich nur um den tisch kümmern. Ist nicht der fall, da übergreifend gearbeitet wird.
Die von ihnen aufgezählten tempel werden meiner einschätzung nach für ein 5-gang menue 2,5 stunden aufwenden. In dieser zeit wird ein 8-gang menue zelebriert und dann ist schon die nächste reservierung auf den tisch avisiert.
Kenne selbst nur das Tantris, dort war auch der von mir geschilderte zug durchaus zu merken. Oder denken sie an das alte do&co, da war nach spätestens 2 stunden tischrotation eingeplant, ausnahme sie konnten einen tisch ab 2200 ergattern.
Moebius ist auch nicht der koch der slow food generation, der schmeisst normaler weise die gänge nur so raus, dem ist wurscht, ob sie jetzt noch kauen oder nicht. Mein eindruck aus dem fabios und auch aus dem bauer.

cmling, 19.01.09 @ 21:25

Lieber eamonclever,
Ich verstehe die Argumentation nicht. Warum braucht man fünf Leute mehr in der Küche, wenn das Essen länger dauert?

Zum Thema Weltklasserestaurants, wo das Essen gemächlich vonstatten geht, führe ich aus eigener Erfahrung an:
Traube-Tonbach, Baiersbronn, Deutschland
Auberge de l'Ill, Illhaeusern, Frankreich
Lucas-Carton, Paris, Frankreich (als es noch 3 Sterne hatte)
Tantris, München, Deutschland.

kjr1, 19.01.09 @ 20:09

zu Pat
Um 19 Uhr ein volles Haus zu erwarten, ist wohl mehr als seltsam.
Zu Essen kann ich nur sagen, dass ich bei meinen Besuchen über viele Jahre niemals ein Menü bekommen habe, bei dem nicht die Mehrzahl der Gänge einer Erwähnung wert gewesen wären, und gerade Herr Möbius hat meine ganz besondere Wertschätzung.
Vom Personal wurde ich auch noch nie schlecht behandelt, vielleicht lag es an Herrn Pat?

eamonclever, 19.01.09 @ 10:55

@cmling & epicuria
20 min bedeutet nicht, dass die küche pro gang 20 minuten ausschöpfen soll, sondern dass innerhalb dieser 20 minuten der gang serviert und der nächste weitergehen soll, dh das kochen für den nächsten gang aufgenommen werden soll.
Die ansicht - 2 stunden für ein 5-gänge menü zu brauchen ist ein bissl weltfremd, wenn die kalkulation des gastwirts einbezogen wird.
Kein restaurant der topklasse kann sich leisten, den kunden 2,5 stunden an einem 5-gänge menue herumzutzeln zu lassen. Da würde Walter Bauer 5 Leute mehr in der küche benötigen.

cmling, 17.01.09 @ 19:33

Dauer von 5 Gängen
Nun ja, das Essen der Gänge dauert ja auch ein Weilchen. Ich fände 120 (oder gar 100) Minuten auch etwas zu flott.

epicuria, 16.01.09 @ 16:11

5 gänge in zwei stunden
ohne weiter auf die restlichen kritikpunkte einzugehen, die ich, die ja nicht anwesend war, auch nicht nachvollziehen kann (btw - war das gebotene denn sonst keiner erwähnung wert?)
möchte ich zu den zwei stunden stellung nehmen.
heinz hanner - nun wirklich kein nobody in der österreichischen gastroszene - hat, bevor er seine küche mit bildschirmen ausgestattet hat, auf denen mit einem balken, der von grün ins rot läuft, die zeit, die für den arbeitsablauf zur verfügung steht, dargestellt wird, die zeit messen lassen, die seine gäste als angenehme unterbrechung zwischen den einzelnen gängen ansehen.
und ist dabei auf 20 minuten gekommen.
5 mal zwanzig ergibt nach adam riese 100. zwei stunden, in minuten:120, wären nach der hannerschen zeitrechnung also genau richtig.
speist man wie weiland trimalchio darf's schon ein bissl länger dauern.
aber für 5 gänge am abend ist das imho eine angemessene zeit.

pat_, 15.01.09 @ 16:29

Entäuschung
Seit langem wartete ich auf den Besuch beim Walter Bauer. Dann war es endlich so weit....oder,leider?!

als wir in das lokal kamen war es ein komisches Gefühl, da es um 19.00 total leer war und mehr Service Personal als Gäste da waren. (wohl gemerkt wir waren zu 5)

dann kam unser kellner - der uns meiner Meinung sehr mies von oben herunter, ja wirklich abgehoben behandelte - dies sollte sich leider den ganzen abend auch nicht bessern.
sonst das weitere Personal war flink - ebenso die küche zu flink - 5 Gänge in 2 Stunden, das stelle ich mir nicht vor für einen Besuch in einem Sterne Haus. aber das ist Ansichtssache.

Das Essen war gut - ja aber das war's. Gewürzt mit Salz und Pfeffer (wobei mit Salz nicht gespart wurde - bin aber eher auch der sauere Typ aber das war mir wohl auch an der Grenze) keine weiteren verspieltheiten. Keine ausgefallenen Sachen. Essen auf hohem Niveau der Grundprodukte, da gab es keinen Zweifel, aber bei der Zubereitungsart hätte ich mir mehr erwartet. Viel mehr.

Leider. Nach einem Tag der Vorfreude, muss ich danach sagen, ja gesehen hab ich's aber für mich nicht so schnell wieder.

wineman, 18.07.08 @ 08:43

Bärlauch....
....also, jenes Bärlauchgericht gab es im April.... ich war dort und es war einfach und großartig!
....jetzt im Juli gab es die ersten Steinpilze, nur mit Kräutern und Olivenöl!
....einfach und großartig!
Für mich bleibt dieses Lokal mit der derzeit klaren Küchenlinie eines der besten in Wien. dazu ein großartiges Service und wohl eine der besten Weinkarten der Stadt.... immer mit Raritäten und diese dann noch gut gepreist!

fine-swine, 09.07.08 @ 18:47

@piripiri
na, auf die harten tage anfang juli trink ich gern mit dir! ; )
dass wir uns verstehen: habe rein gar nichts gegen kluge vorratshaltung. und jeder soll seinen bärlauch auch im hochsommer genießen dürfen, ohne von rüpeln wie meinereinem angerülpst zu werden (am ende noch mit ordinärer knoblauchfahne!) aber wenn ein hochdekorierter koch, bei dem um teuerste euronen gespeist wird sich derlei schnapsidee einbildet, dann und nur dann hört der spass sich auf. wobei monsieur sommelier uns mittlerweile jede grundlage für ein handfestes streitgespräch genommen hat. in diesem sinne: wohlsein!

piripiri74, 09.07.08 @ 15:00

Bärlauch
@ fine-swine

so habe ich das nicht gemeint. ich bin auch ein großer fan (hat mit fön nichts gemein) der großartigen saisonalen frischeküche.

jedoch kenne ich das sogar noch von meiner großmutter, die sich zur saison so allerhand in plastiksackerln einfriert oder einkocht - für härte tage ;-)

da ist doch gar nichts schlimmes dabei. die qualität leidet bei einwandfreier vorgangsweise auch nicht darunter.

sommelier, 09.07.08 @ 11:42

Bärlauch!
Ich bin ganz begeistert, wie aufmerksam Speisinger Kritiken lesen. Ich bin auch für die saisonale Verwendung von Produkten und möchte nur noch hinzufügen, dass das Essen Ende April stattgefunden hat. Nur war es mir bis zuletzt zeitlich nicht möglich darüber zu schreiben. Jedoch schön, dass des so aufmerksame Leser gubt. Gratulation!!!!

fine-swine, 09.07.08 @ 10:20

@piripiri
sag ich doch: kletzen lassen sich super konservieren, das gansl kommt in den meisten fällen eh aus dem froster. und frische kräuter aus dem garten sind ein humbug, bei uns kommt das pesto schließlich aus dem glas! ich fordere ultimativ: weg mit sommerwild, fangfrischem saibling, marillen oder gar erbsen vom feld, wenn schon klimawandel, dann richtig! ich will glühwein, und das sofort!!!

piripiri74, 09.07.08 @ 09:17

@ fine-swine(butt)

man kann den bärlauch doch konservieren! gegen wachauer marillenmarmelade im winter hat doch auch noch niemend etwas gehabt, oder?!

es gibt sogar, und da muss ich ein bisschen werbung machen (obwohl ich nichts damit zu tun habe, keine werbung im öffentlich rechtlichen) in vbg. eine firma die sich das ganze jahr mit bärlauch auseinandersetzt.

fine-swine, 08.07.08 @ 19:44

@sommelier: bärlauch im hochsommer?
schweinbutt-ripperl klingt gut, kann ich mir auch sehr lecker vorstellen. aber bärlauch im juli? und das gleich dreimal??? wieso um himmels willen, haben wir davon nicht im frühling genug bekommen? warum wurde der nicht gleich mit martinigansl kombiniert? oder kletzenbrot? oder sonst etwas, das mir im sommer immer total fehlt?

kopfschüttel

PICCOLO, 08.07.08 @ 13:35

@fein.--
Das kann ich mir auch gut vorstellen. Es hat ja jedes Landtier im Meeer siene Enstsprechung. Fisch und Schwein passen gut zueinander.

sommelier, 08.07.08 @ 11:40

Schweinbutt!
Schweinbutt ist eine Kombination aus einer Schweinerippe, toll mariniert und äußerst weich, mit einer Schnitte Steinbutt welche an der Gräte gebraten wurde. Schweinerippe+Steinbutt= Schweinbutt

cmling, 08.07.08 @ 01:08

Schweinbutt?
Ist mir neu!

sommelier, 07.07.08 @ 14:25

Gebrutstagsessen beim Bauer!
Ich durfte meinen Geburtstag beim Walter Bauer verbringen. Ich muss sagen eine Wohltat. Wir entschieden uns zweimal für das Große Menü und bereuten es bis zum Schluß nicht. Die Gänseleber mit Rhabarbar zu Beginn, ein Bon Bon von der Seezunge, 3 mal Bärlauch und Parmesan, Ripperel vom Schweinbutt, Zweierlei vom Galloway, einfach grandios in Zubereitung und Präsentation. Die Wartezeiten zwischen den Gängen perfekt getimed. Wir tranken Tiglat 2001 von Velich, dazu sollte man einfach nichts sagen, sondern nur eine 2. Flasche bestellen. Als Dessert einmal Schokoladensoufflé und einmal Käse, beides in Bestform, auch der Banyuls von Chapoutier zur Schokolade perfekt. Der Service mit Walter Bauer himself und Robert Hrachowina perfekt. Eine tolle Adresse für Genießer. Am besten reinsetzten, wenn man einen Tisch bekommt, fallen lassen und genießen.

bernstein73, 01.04.08 @ 12:07

Schneller höher stärker
habe gerade die Tafelspitz Kritik gelesen....bitte weitermachen, wenn jemand als ehrgeizig bezeichnet wird und ihm grosses Talent bescheinigt wird, dann ist die Abwertung zwar unlogisch aber ein grosses Kompliment. Hier wird offensichtlich auf einem Niveau gekocht, das nicht jeder versteht und das ist gut so. Also bitte so weitermachen...

katiza, 03.03.08 @ 16:33

Von der wunderbaren Freundin
in die "Möbius-Schleife" entführt ,konnte ich einen unendlich angenehmen Abend geniessen. Schon der traditionell als Amuse Gueule gereichte Leberkäs erfüllte einen Wunsch - hatte doch auf der Hinfahrt zum Damen Tete a tete mir Leberkäsgeruch in der Straßenbahn Appetit auf die deftige Spezialität gemacht. Aber noch viel, viel besser war was dann folgte: Gänseleber von allerlei Apfeligem begleitet, eine Jakobsmuschel auf köstlichem Pestersilienpuree, Dreierlei vom Bachsaibling - darunter ein Butterschnitzel, an das ich bloß denken muss und ich verzeichne vermehrten Speichelfluss - und ein Egelseer Waldschwein auf zweierlei Art - aaaaach wie köstlich. Über vorher in diesem Forum geäußerte Kritik haben wir uns ein wenig gewundert, wir fühlen uns in derlei Ambiente wohl. Was den Wein angeht, ließen wir uns - wie wohl die Freundin auch meine persönliche Weinconsulentin ist - begleiten: sowohl vom Haus, als auch von zwei charmanten Herren am Nebentisch, Winzer der eine, Weinliebhaber der andere.
Das Service war war äußerst angenehm der wohnzimmerlichen Athmosphäre des Abends angepasst.
Danke!

au890, 21.10.07 @ 15:28

@ fine-swine
Im Zweifelsfalle ist mir in einen "langjährigen" Weinkeller und erstklassige hard- und software am Tisch gestecktes Geld wichtiger als aufwendige Innenarchitektur. Nichts gegen das gläserne "Modern" in New York oder das Le-Corbusier-Ferienhaus Hanners, aber der gute alte Altwienerhof hatte ebenso eine etwas betuliche Inneneinrichtung wie es ein Crocodile oder eine Auberge d'Ill hat. Habe nichts dagegen, wenn Sie mir in all diesen Restaurants Ihren Platz überlassen. Ich werde Essen und Trinken dort wie bei Bauer uneingeschränkt genießen.

fine-swine, 17.10.07 @ 15:38

@alma + alma1
na bumm, jetzt habt ihr mich erwischt! muss zu meiner schande gestehen, dass mein italienisch über die lektüre von speisekarten nicht hinauskommt und ich die entgegnungen der beiden (?) almas nicht verstanden habe. ich bin deshalb immer noch am rätseln, was mir die ehre von gleich zwei italienischen repliken eingebracht hat, bei mir war walter bauer bislang nicht als italienisches lokal abgespeichert. was könnte sonst der grund sein? egal, vielleicht wollte da nur jemand seine fremdsprachenkenntnisse aufblitzen lassen, was souverän geglückt ist - unwürdige wie ich werden damit kurzum von der diskussionsteilnahme ausgeschlossen. aber vielleicht war das ja der sinn der übung: dass frevler, die das grotesk hässliche und renovierungsbedürftige ambiente des restaurants bauer zu erwähnen wagen, mittels entsprechender schritte gemaßregelt werden.
eines hab' ich aber schon kapiert: dass ich mich zu fabio, österreicher oder sonstwohin schleichen soll, wenn mir der stinkerte teppichboden vom bauer nicht taugt. keine sorge, bevor man nichts von einem bauer-update hört, nehme ich den almas sicher keinen tisch weg!

alma, 11.10.07 @ 21:39

ambientato
Certo è l'ambiente che conta - ma in questo caso è proprio la tensione tra cucina moderna e struttura residua che produce quest'effetto di posto strano, il Signor Möbius come un extraterrestre caduto in un loco ameno facendone un loco ameno plus!

Alma1, 11.10.07 @ 13:44

aviso
caro fine swine o sfine wine, vai da fabios o da österreicher im mak o da qualche altra parte per godere ambiente moderno, sofisticato e innovativo...da bauer si mangia cosi bene che l´ambiente non conta - apparte che Bauers salone ti tira giu topo una giornata infernale al lavoro o cosi via e ti fa godere una serata splendida con un servizio molto professionale e creazioni sui piatti eccezionali.

fine-swine, 11.10.07 @ 11:54

essen gut, ambiente ein witz
ich kann walter bauer zu tommy möbius nur gratulieren, der mann hat tatsächlich allerhand drauf und das zeug, ein ganz großer im alpenland zu werden - wurscht, wo er herkommt. allerdings sollte bauer schön langsam wirklich etwas zum thema restaurant-ambiente einfallen. der grauslige teppichboden, das hässliche rosa an den wänden, die peinlichen wandmalereien, die behäbigkeit der einrichtung - da wird er mit noch so aufregender küche zwangsläufig zu einem seniorenclub, in den junge menschen, die ein bissl in der welt herumgekommen sind und einen angenehmen abend erleben möchten, sich nur einmal hin verirren. schließlich sind die preise durchaus so, dass man sich auch in sachen einrichtung ein bissschen etwas zeitgemäßes wünschen sollen dürfte!

dfw, 09.10.07 @ 09:19

... und wer frau deutsch begleiten darf, kann nur staunen - kann sich nicht entziehen - einer unendlich grossen schleife.
das gilt übrigens nicht nur für den bauer, sondern für jedes "wirtshaus".

sonjaaa, 14.11.06 @ 18:31

Wieder einmal tat Walter Bauer einen Gluecksgriff und wir erlebten eine Sternstunde: Nach dem obligaten Leberkaese verspeiste Sonja eine punktgenaue Gaenseleber auf Zimtsaucerl und ich (wieder einmal eine Empfehlung von Herrn Bauer - mit dem beruehmten Laecheln im Gesicht) ein Risotto Nero, das mir die Glueckshormone durch den Koerper trieb.

Sonjas Hirsch war erstklassig, dennoch schmeckte mir meine Ente noch besser und ich war wieder einmal begeistert. Zugegeben, auch das Ambiente und die exzellente Bedienung spielen Hauptrollen, aber die Kochleistung von Herrn Moebius ist mehr als nur ueberzeugend und ich hoffe sehr, bald wieder etwas zu feiern zu haben.

susihub, 23.09.06 @ 19:44

war letzte woche erstmals bei bauer, bin tief beeindruckt, so gut habe ich noch nie gegessen, tommy oder thomas möbius (wie ist es nun richtig) scheint ein guter griff von walter bauer zu sein. Herr Möbius, falls sie speising net lesen: ihr interview von heute (oder gestern?) in der presse war genauso erfrischend und kreativ wie ihre küche

thmaier, 17.09.06 @ 23:17

soweit ich weiss heisst der neue küchenchef tommy möbius und hat auch eine homepage laut google sehr interessant

fest-triest, 12.09.06 @ 14:00

danke! die homepage klingt echt zum fürchten!

amigo, 12.09.06 @ 10:47

malek verdingt sich derzeit als mietkoch und als exemplarisches beispiel übersteigerten selbstbewusstseins: www.herbertmalek-derkoch.at

andreasbigler, 08.09.06 @ 15:38

Liebes "vanillekipferl"!

Ein Deal - an dem Tag an dem du behirnst, dass diese Rubrik kein "Member Chat" ist, sondern nur Restaurantkritiken gepostet werden sollten, geh' ich zum Rauchen vor die Tür!

Nochmals gaaaaaanz langsam, damit du es verstehst! Du kannst mir alles, was mich persönlich betrifft, gerne an meine Mailadresse senden (ganz einfach zu finden, im Mitgliederbereich), dann ist allen anderen Speisingern geholfen, denn weder du, noch ich, sind so interessant, dass alle anderen Speisinger darauf warten, was du mir persönlich mitzuteilen hast!

Danke!!!

fest-triest, 08.09.06 @ 12:46

wer weiß wo herbert malek hin ist? der scheint nach seinem missglückten schubertstüberl-ausflug wie vom erdboden verschluckt. danke dür die info!

vanillekipferl, 07.09.06 @ 21:46

lieber bigler,
dies alles ist ja wunderschön aber geh doch zum rauchen outside, dann bist du wirklich ein kenner. ich brauch den gestank nicht.

andreasbigler, 07.09.06 @ 15:57

Neue Perfektion!

Walter Bauer überlässt nichts dem Zufall, er ist nicht nur ein begnadeter Gastronom und ein überaus netter Mensch, sondern auch der perfekte Manager, dem einfach nichts entgeht. So konnte er seine Fühler bereits nach einem neuen Küchenchef ausstrecken, als dessen Vorgänger noch gar keine Ahnung hatte, dass der Patron von seinen Absichten bereits wusste.

Seit einer Woche ist Thomas Möbius Küchenchef bei Walter Bauer und wieder einmal hat Walter Bauer einen absoluten Spitzenkoch in sein Haus geholt, ich erlaube mir sogar zu behaupten, dass er ihn und seine Kochkunst endlich an den richtigen Wiener - Herd gebracht hat, denn warum sollte der ehemalige Partner von Joachim Wissler als Sous Chef im Fabios "versauern"?!

Diesmal hat er sich wirklich was getraut, der Walter Bauer, denn war der Wechsel von Malek zu Mayer für den Gast so gut wie gar nicht zu merken, ist der aktuelle Wechsel nicht zu verleugnen. Die Perfektion ist nach wie vor geblieben, der Küchenstil noch immer klassisch, aber deutlich kreativer, manchmal sogar ein wenig ausgefallen. Alles was da auf den Teller kommt ist im wahrsten Sinn des Wortes eine Sinnesfreude - so viel Spaß und Freude hatte ich schon lange nicht mehr beim Essen!

Fazit: Walter Bauer hat wieder einmal mehr bewiesen, dass auch Perfektion nochmals perfektioniert werden kann.

Absolute Gaumen - Highlights:
* Geeistes Gurkenfondue mit Flusskrebsen
* Jakobsmuscheln mit Schalotten und Limette
* Schweinsgoderl Mit Erdäpfelmoussline und frischem Mayoran

Natürlich möchte ich auch noch dem gesamten Serviceteam großes Lob aussprechen, denn da gab es noch nie was zu meckern und Robert entflammt mir meine Habano sogar mehrmals, wenn ich einen Tag habe, wo ich zu blöd bin, das Ding nicht ausgehen zu lassen .....

Minimalist, 15.03.06 @ 10:09

Das erste Mahl. Gestern. Mittags. Hereingeschneit. Trotzdem freundlich aufgenommen, (schönen) Platz bekommen. Mit Geschäftspartner (ebenfalls ertsmalig).
WB ist schon ausführlich beschrieben, deshalb sei von meinen 3 Gerichten (und den insgesamt 6) eines exemplarisch hevorgehoben. "Kabeljau mit Tintenfischrisotto" (unsichtbares Nasenrümpfen bei mir, weil ich für meinem heissgeliebten Kjau Geschmacksüberlagerungen fürchte, wie der Teufel...).
Kjau punktgenau gegart (gedämpft?). Tintenfischrisotto zurückhaltend "getintet", gerade so, dass dem Kjau das Meer (nur ganz leicht meersalzig) zurück gegeben wurde. Eine wunderbare geschmackliche Feinabstimmung. 19 Punkte (20 Punkte, wäre das Risotto noch um eine Spur "suppiger" gewesen).
Dazu ein 04, GV Reserve, Alzinger.
Schönes, unaufdringliches weisses Porzellangeschirr (keine blauen Glasteller!,..).
Und alles vom Rochelt! selbst 98, Hollunder, 99, wilde Vogelbeere, ?? Basler Kirsch,... (für mich selbst bei Rochelt nicht mehr erreichbar).
Service? Kompetent UND liebenswert!
WB hat 2 neue Fans. Die Wahrscheinlichkeit, dass es mein "Lieblingswiener" wird, ist gross.
(spar ich auch noch, imm Vergleich zu Korso,...). Braucht aber Wiederholung.

haubenhansi, 07.02.06 @ 13:05

walter bauer, ein mensch und patron dem es sichtlich spass macht seinen gästen höchste gaumenfreuden zu bereiten.
sensationelle fleischqualität und in weiterer folge die verfeinerung in der küche oder eine ehrliche weinempfehlung, stets untermalt mit einem hauch von romantik. ich denke das ist es was dieses juwel der wiener gastronomie so liebenswert und eben zu einem klassiker macht. man verfolgt keine trends, weder in der küche noch beim interieur, geschweige denn im weinkeller. walter bauer kauft und probiert die weine vor ort selber und ist einer der wenigen der auch das schwierige medium süßwein versteht und nicht nur auf der weinkarte zwecks guter optik hortet.

sonjaaa, 07.02.06 @ 11:55

Die Kueche bei Walter Bauer ist in der Tat von bestaendiger Qualitaet. Erst vor wenigen Tagen hatte ich das Vergnuegen wieder einmal in Wiens gemuetlichstem Haubenlokal zu speisen. Und es war einfach gut.

Zwar ist mir mittlerweile ein Saucerl zum Lamm lieber, als ein Safterl, doch war das Fleisch von bester Qualitaet.

Bei Walter Bauer ist alles konsequent und einfach gut - die Symbiose aller Komponenten (Kueche, der aussergewoehnlich nette Service, die Ruhe, die Athmosphaere, der kleine Schalk in Herrn Bauers Augen,...) ergibt aber jedes Mal das wirklich gelungene Erlebnis. Ich war wieder einmal begeistert.

andreasbigler, 12.09.04 @ 13:08

Von einer Begeisterung, beziehungsweise von einer Enttäuschung lass ich mich nicht sofort hinreißen.

Nach mehrmaligem Test der Maier - Küche, muss ich ganz ehrlich sagen, dass Herr Bauer mit dem neuen Küchenchef mehr als nur zufrieden sein kann. Ich für meinen Teil vermisse Maleks Kochkünste im Restaurant Bauer nicht (das bitte ich nicht falsch zu verstehen), denn Herr Maier ist ein Perfektionist und würdiger Nachfolger! Alle Gerichte voll auf den Punkt gebracht und niemals überwürzt.

Das Beste für mich ist, dass sich der neue Küchenchef sofort auf die verschiedenen Geschmäcker seiner Gäste einstellen kann und sich diese auch merkt. Das Service braucht nur sagen, X-Gänge für den Bigler und da kommt genau das, was mir besonders zusagt!

Das Restaurant Bauer zählt nach wie vor zu meinen Wiener Toprestaurants!

viaeco, 25.05.04 @ 10:43

Bin total neu hier im Forum. Den "Bauer" kenn' ich allerdings schon seit 1988 und habe dort viele wunderbare Festessen hinter mich gebracht. Zum alltäglichen Genuß ist er für meine Börse doch etwas zu schwer. Dafür ist die Freude, wieder einmal dort zu sein, umso größer. Bin schon sehr auf den neuen Küchenchef gespannt!

andreasbigler, 20.04.04 @ 20:09

@ F-Dur streichquintett von brahms

Für mich ist es eher "Fly With Me" (Kurtl Haunstein = Supermax), gefällt mir nämlich besser!

andreasbigler, 20.04.04 @ 20:05

Malek weg, Maier da!

Ich war heute zu Mittag dort! Hätte ich vom "Küchencheftausch" nichts gewußt, hätte ich es nicht gemerkt. Alle aufgetischten Speisen klassisch und mit der mir bekannten "Bauernote" zubereitet - sehr gut!

In diesem Fall muss man keinen Versuch wagen, sondern man geht einfach hin, so wie immer! Wenn dann Maier's Touch dazu kommt, wird das vielleicht sogar ein kleiner Zusatzgewinn ...

tastatour, 16.04.04 @ 23:00

eine wunderbar wunderliche, fast absichtlich versteckt wirkende wohlfühlhöhle, in der gern auf vornehm getan wird. das schafft atmosphäre, schliesslich hat man das gefühl, in hausherrns wohnzimmer zu gast zu sein.

für bei der auswahl wankelmütige ist eine kleine, hilfreiche mannschaft zugegen. "essens das ... sie werden sehn." mein persönliches highlight: "dieses gänselebergericht schmeckt besser als das andere" [?!? :-) ?!?]

sehr stressig die musikberieselung vom opernsampler: ruckzuck figaro "schick ma cherubino in den krieg", volley übernommen von einem reichlich unentspannten familientreffen walküre beginn akt numero 3, ratzfatz quasi per rückhand zurück zu einer ebenfalls sehr unbuddhistisch agierenden königin der nacht.

gott sei dank isst es sich nicht so, wie es sich zuhört. das romantische projekt einer gemeinsam vernichteten weinflasche zu patchworkartig zusammengewähltem essen steuerte tement mit einem 2000er morillon bei.

in musik ausgedrückt wäre ein besuch beim bauer in etwa das F-Dur streichquintett von brahms. (ich bitte um bestätigung oder widerspruch).

wenn nur die cd's nicht wären....

sonjaaa, 02.04.04 @ 14:04

Mein lieber Schwan!

Als ich zum ersten Mal einen wirklich guten Auftrag bekam, lief ich aus dem Büro auf die Strasse und machte meiner Begeisterung lauthals Luft. Damals ging das, doch im Restaurant von Walter Bauer ist das vielleicht doch etwas laecherlich, wenn ein Gast nach jedem Gang kurz das Lokal verlaesst.

So gut habe ich in Wien schon sehr lange nicht mehr gegessen.

Schon allein der Gesichtsausdruck des Patrone bei der Ankuendigung eines Gerichts, das nicht auf der Karte stand sprach Baende. Kalbsbries mit Bandnudeln - und das in einer Qualitaet zum Niederknien. Auch die Gaenseleber und die Kalbsniere waren hervorragend.

Tja, jene menschliche Komponente, die Andreas Biegeler beim Bauer entdeckte blieb mir bislang verborgen, denn das Gebotene uebertraf sogar die Erwartungen eines Bauerfans.

Umwerfend!

andreasbigler, 15.03.04 @ 13:56

"@snowhite":
Ich bin sehr froh, dass wir nicht alle gleicher Meinung sind, denn dann würden nur ein paar Unternehmer Umsätze machen.

Ich hab schon oft etwas vorzüglich gefunden, wo andere meinten "gut" und auch umgekehrt.

Aber das mit dem Hofrat ist super! Bin sehr weit davon entfernt, sowohl karrieremäßig, wie auch gesellschaftsmäßig. Meine Kollegen lachen sich gerade schief, "Da Bigler in der feinen Hofrats-Gesellschaft, hahahah"!

Zugegeben, ich fühl meich beim Bauer wohl, weil zwischen der Crew und mir eine Art "Griaß eich - Verhältnis" besteht.

Der Leberkäs is halt der "Schmäh des Hauses", aber es ist gar kein Problem, dass die Küche mit etwas anderem grüßt - man braucht es nur zu sagen!

Ich geh dort gerne hin, weil ich beim Bauer meine Ruh hab und ich beim Essen noch nie einen echten "Einfahrer" hatte und man auch mit einem Gast, welcher gerade einige Jahre Häfn hinter sich hat, willkommen ist.

snowhite, 15.03.04 @ 13:14

Lieber andreasbigler, ich meinte nicht, daß ich unterhaltung brauche. Ich finde das essen nicht vorzüglich, sondern "nur" gut, das Service ist soweit ganz nett, aber eher humorlos, das ganze ist eben eher für herrn hofrat & Co. Besonders schlecht fand ich einen Leberkäse als amuse geule, danach schmeckt man gar nichts mehr.

andreasbigler, 08.03.04 @ 23:25

*eines der langweiligeren Restaurants*

Aus welchen Gründen besucht man ein Restaurant, wenn nicht wegen vorzüglicher Küche und nettem Services?

Für die "Kurzweile" kann man doch selber sorgen, oder nicht?

snowhite, 08.03.04 @ 16:10

Das Essen ist gut, aber doch eines der langweiligeren Restaurants. Bissi spießig und very 80s.

jamiesolive, 24.02.04 @ 03:32

Dieses Lokal ist ein Kleinod. Es ist wirklich klein, und es ist ein echtes Od. Manchmal frage ich mich, was ein Od in Wahrheit ist. Ich unterscheide das Groß-, das Klein- und das Mittelod. Das Restaurant Walter Bauer mag ein Kleinod sein, aber sein Küchenchef Herbert Malek ist ein kulinarisches Großod, so wie der Patron Walter Bauer ein Weinod ist. In beiden Fällen gratuliere ich. Mittelod habe ich jedenfalls in letzter Zeit hier keines gesichtet.

angelika, 30.01.04 @ 12:07

ich kann mich den lobeshymmnen nur anschliessen. auch ich hatte ein wunderbares kulinarisches erlebnis beim bauer. nach dem motto klein aber fein laesst es sich grossartig schlemmen.
einzig die plastikblumen in allen ecken haben meinen augen ein bisschen weh getan.
mit ein paar frischen bluemchen koennte man das ambiente noch verbessern.

andreasbigler, 30.01.04 @ 09:31

Kleine Anmerkung vom "Bauerfan Nr. 1":

Kurz vor Weihnachten lud ich meine Damen (Tochter + Freundin + kleine Schwester) zum Bauer ein.

Im achtgängigen Menü war auf meinen besonderen Wunsch eine Krebsenschaumsuppe mit von der Partie.

Ich bin schon lange Gast beim Bauer und konnte nie Fehler finden (trotz aller Bemühungen), aber diesmal war die Suppe viel zu stark gepfeffert, um nicht zu sagen verpfeffert. Alle übrigen Gänge waren mehr als meisterlich!

Danke Herr Malek, jetzt weiß ich, dass auch Sie ein Mensch sind und alle heilgen Zeiten Fehler machen, wenn auch total unbedeutende und vorallem verzeihbare!

andreasbigler, 20.01.04 @ 18:26

Von den sogenannten Top Restaurants in Wien, ist dieses für mich die erste Adresse mit tollem Preis - Leistungs - Verhältnis, perfekter Küche (Malik kann's wirklich), tollem Weinangebot, nettem Service und absoluter Stresslosigkeit im gemütlichen Ambiente.

Ganz besonders lobenswert ist, dass der Chef nicht nur mitarbeitet, sondern auch weiß, wovon er spricht, das gilt auch für Wein!

Viele hochgelobte Restaurants in der näheren Umgebung sollten sich an diesem Haus ein Beispiel nehmen!

sonjaaa, 08.01.04 @ 18:20

Keine Frage, für einen romantischen Abend zu zweit, muss jeder halbwegs feinschmeckerischer Wiener zum Bauer. Service, Licht und Gerichte prädestinieren dieses Lokal zum optimalen Ort.

Die Qualität der Küche läßt ohnehin keine Kritik zu.

Speising sagt

hervorragend

ø 3.65 Punkte (31x bewertet)

empfohlen am 15.10.03 @ 13:53

Adresse

Sonnenfelsgasse 17
1010 Wien
Telefon: 01.512 98 71
Fax: 01.512 98 71

Ruhetag(e): Mo, Sa, So
Küchenzeiten: Mo 18-22 Uhr, Di-Fr 12-14, 18-22 Uhr; Betriebsferien: Karwoche, 4 Wo. im Sommer
Menüpreis: €€€€

Inhaber: Walter Bauer
Küchenchef: Michael Feierabend
Kreditkarten: American Express, Diners Club

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