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SPEISING Open
16.09.07 @ 18:03
Essen, Sex und Schlangengruben
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Sechs Monate lang arbeitete die Journalistin Eugenia Bell im Auftrag des New York Magazine an der Beantwortung der Frage: „Ist London das bessere New York?“ — Ihr knappes „Ja“ geht nicht zuletzt auf die von ihr erhobene Tatsache zurück, dass man in London viel besser isst als im „Big Apple“, auch wenn man jenseits des Großen Teiches immer noch den besseren Sex hat. Dennoch wagt sie die Prognose: „Weder London noch New York wird die wichtigste Kapitale des 21. Jahrhunderts sein: Das wird Peking.“
Dort freilich werkt der Biologe und Unirektor Xu Zhihong daran, dass Peking nicht mehr lange das geheime Mekka abenteuerlustiger Gourmets bleibt. Im Zuge der vor der bevorstehenden Olympiade geführten „Political Correctness“-Kampagne will er seinen Landsleuten die Freude an Haifischflossen, Krokodilkrallen, Schildkröten, Schlangen und Schwalbennestern austreiben. Durchwegs Aphrodisiaka, die den Chinesen nicht nur als schmackhaft, sondern vor allem auch als potenzfördernd gelten.
Ob Peking dann allerdings in Sachen Sex mit der New Yorker Konkurrenz noch mithalten kann?
7 Kommentare | Kommentar abgeben
PICCOLO, 01.10.07 @ 14:46
@tom
Ja wenn das so leicht wär... Wien ist aber wirklich eine der feinsten Weltstädte, auch ohne Übertreibung. eigentlich sollte man das Wort Mensch auswechseln. Diese Lebensform einfach als Wiener bezeichnen. Schwarze Rote Weisse Schlitzaugerte.. Es lebe der Wiener!
Das Wienerschnitzel dann auch als Menschenschntzel bezeichnen, weil jeden Wiener dann schmeckt.
TomCool, 01.10.07 @ 11:47
Wenn Wien eh so super sit
warum kommst dann nicht endlich vorbei? ;-)
PICCOLO, 01.10.07 @ 11:08
Die wichtigste "Kaptale" ist Wien meine Herren!
Wien hat auch den besseren Sex. Seit Jahrhunderten. Piccolomini beschreibt Wien als das Sauf und Lotterhaus des alten Reichs! Noch vormittags liegen die Besoffenen reglos in den Gassen... Die Kinder erkennt man am Gesicht zu welchem Vater sie gehören. Das ist Gotteslob, so will man die Menschheit vermischen, nicht so Amish monogam wie die Brits und Amis...!
Während London nur eine sehr seichte Fanny Hill hervorgebracht hat und das viktorianische Zeitalter nicht durch wilde Weiberbestien geprägt, sondern sexuell vom Jack the Rippe verschreckt, wurde, hat Wien die Josephine Mutzenbacher und noch ein dutzend prominente leicht zugängliche sexualhistorische Frauenpersönlichkeiten vorzuweisen. (auch Engelmacherinnen usw.)
Die New Yorker haben da gar nichts. Marilynn Chambers? Nee das ist ein Kunstprodukt einer Zeitschrift. Das prüde Neu Amsterdam und dann die Fortsetzung New York. Eine Stadt die ihre Größe handelnden Räuberbanden verdankt! Hinterhalte in Buchten und seichtes Wasser ... Der Fluch der dortigen vertriebenen Indianer wirkt in ferne Zeiten.
PICCOLO, 28.09.07 @ 14:34
Der Sex ist eine Schlangengrube
An sich ist Sex und Essen in der heutigen Hochküche ein Tabu. Ein Blick in die vor Prüderie strotzenden Feinschmeckermagazine beweißt das. Ein Sternekoch hat keinen Pullermann... Er sit konservativ, da will man keinen Fortpflanzungstrieb. Man will ja auch keine Konkurrenz. Oder die Vervielfältigung anderer Annehmlichkeiten. eher will man sich gegenseitig abstechen. Konkurrenz, das sieht man bei der Hirschbrunft - hält vom finalen Sprung ab... Jetzt geht doch das Stimmvieh der Grand Cuisine - so nenne ich für mich die Macherpartie der Feinschmeckerrestaurants zum Essen um Geld "hinzulegen". (Firmenchefs, Vorstandsdirektoren, Politiker, Primare, Manager, Möchtegern Seitenblicktypen, Stars, Tupperwarehüpfer usw)
Mehr ist da im Kern - wohlgemerkt ! :(bevor man mich ins siedende Öl wirft -) nicht drin.
Bei den hiesigen Köchen wäre da schon was zum Holen. Ich habe schon mal einen wo gesehen wo man so einen feinen Pinkel nie vermuten würde, den respektiere ich natürlich. Nicht aber bei den Chinesischen. Ich weiß das aus erster Hand, habe mit vielen Chinesen zu tun gehabt in Dubai und der Karibik. Sie sind ja auch in internationalen Hotels oft die Mehrheit. Ein chinesischer Koch ist ein Sklave in Reinkultur. Prügel zu beziehen ist dort normal. Daher glaube ich sollte ein europäischer Humanist diese Küche auch unter diesen Aspekten sehen. Der chinesische Koch ist mit Sicherheit kein guter Liebhaber. Die meißten chinesischen Köche die ích kannte waren irgendwie sexuell kastriert, oder völlige Masochisten mit einer Neigung den mangelnden Sex bei Glücksspielen zu kompensieren, was sie selber gar nicht so gesehen haben mögen.
Genug des Schimpfs über andere Völker. Die chinesische Küche welche wir heute kennen ist für ein Jahrhundert gewiss nicht in der Volksrepublik machbar gewesen. Sie lebte in Polynesien, in den USA und Europa weiter und kehrte vor eineigen Jahrzehnten wieder zurück. Die Inseln auf denen der Europäer seinen Fuß setzt, sind einsame völlig durchgestylte Affären. Die Redakteure von CNN und Time oder anderer Agenturen berichten was dem Regime gefällt.
ein Entenpuff darf dort nicht vorkommen, oder der Verzehr frisch lebendig gehäuteter Schlangen. Katzenwürfe frisch ins heisse Erdnussöl... Es ist eine Anarschie des Essens was dieses Massenvolk zustande gebracht hat. Eine Art Dekadenz weit weg von unserer am anderen Ende der Bandbreite, kurz vor dem Zusammenbruch. Es braucht dort eine kulinarische Kulturrevolution. Dann können wir darüber besser reden.
Sex und Kochen ist eine fundamentale Sache. Beides geht ohne das Andere nur sehr schwer.
Ein Koch und ein Hund kann zu jeder Stund!
dschungeltier, 27.09.07 @ 22:31
sex and drugs and rock´n roll und keiner macht mit? was ist denn da los?
dschungeltier, 18.09.07 @ 12:59
kann peking in sachen sex mit new york mithalten?
wer behauptet das und worauf stützt sich der IMO nonsense?
und die chineserer mögen essen was sie wollen, solange es sich dabei nicht um bedrohte tierarten handelt.
außerdem wird bei der jetzigen umweltverschmutzung peking sowieso nicht mehr mit viel mithalten können. mit gasmasken vorm gesicht vögelt es sich nämlich nur gut, wenn man besonderen vorlieben fröhnt, von denen ich allerdings nichts versteh.
piccolina, 18.09.07 @ 08:48
Krokodilskrallen?
Was ist an Krokodilskrallen essbar? Werde einen Zoologen fragen müssen... - bin völlig ahnungslos!
Ich hoffe nur von Herzen, dass den Chinesen gelingt, was hierzulande noch unsinniger Brauch ist, die Flossen der Haifische zu essen und den Rest wegzuschmeißen, zu relativieren! Die Chinesische Küche ist, vom Ernährungsstandpunkt gesehen, optimal. Man kann nur beten, dass die Hygienevorschriften in Peking den europäischen angeglichen werden.
Mir persönlich widerstrebt es allerdings jegliches Getier zu essen, Schlangen inbegriffen, die es gibt. Ausnahme: Fische und Wildschwein. Ich hoffe von Herzen, dass wenigstens die Aphrodisiaka wirken - der Glaube versetzt Berge doch ich hoffe sehr, dass in China nicht alle Berge versetzt werden - wie sähe dann der Yang Tse aus? Trotzdem - viel spaß all jenen, die nach China reisen!
--- 04.09.18 @ 20:56
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