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SPEISING Open

14.08.09 @ 09:22

Hunde, Kinder, Rauch und andere Dinge die uns stören - oder auch nicht

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Hirn_mit_Ei, y-day @ 11:17

Der reinthaler hat super essen. Schwammerlsauce excellent, tafelspitz sehr klassisch, aber punkto Kinder sicher eines der unfreundlichsten lokale wiens wenn man von bordellen und brandweinern absieht. Auch das Publikum sind murky old people die zwar gegenüber stinkenden regennassen pudeln sehr tolerant sind aber bei jeder lebensäusserung eines kleinkindes schauen als w?rden Sie versuchen einen diamanten in ihrem gedärm zu produzieren.
Definitiv kein essen mit Kindern.



Meidlinger12, y-day @ 16:30

Kinder
Ohje, da mache ich mir wahrscheinlich keine Freunde inkl. dem Seitenbetreiber, aber das Thema brennt mir auf der Zunge bzw. juckt mich in den Fingern.
Ich reagiere auch allergisch auf Kinder in Gasthäusern, Wirtshäusern, Beisln, Speiselokalen.
In meinen Augen haben dort Kinder auch nichts verloren.
Es ist fast unzumutbar während man genüsslich eine Speise verzehrt und hinter einem fängt plötzlich eine Heulboje an zu kreischen.
Mir wäre viel lieber ein Kinderverbot in Lokalen als ein Rauchverbot obwohl ich Nichtraucher bin.
Es gibt da auch genug geeignete Wirtshäuser, Landgasthäuser mit Spielplatz dabei, wenn ich dorthin gehe, dann muß ich damit rechnen das dort auch Kinder lärmen.
So jetzt bin ich sicher der Buhmann, aber das ist nunmal meine Meinung.



kubse, y-day @ 19:33

@hirnei: hab mich echt totgelacht über deine großartigen Formulierungen, und btw, es ist ja tatsächlich so. aber deshalb auch
@meidlinger: es gibt kinder, die ich auch nicht vermissen würde, wenn sie das eine oder andere lokal nicht frequentierten. aber grundsätzlich erinnert mich deine geisteshaltung an eine in wien und gerade in meidling (wo ich auch aufgewachsen bin) latent vorhandene meinung, hunde (und in dem fall raucher) wären wichtiger und weniger störend als kinder. mir kommt dabei das k...




walterkunz, y-day @ 23:35

Kinder
Kinder in der Öffentlichkeit sind nicht immer einfach, da hängt viel von deren Erziehung ab, und noch mehr von deren Anlagen. Erwachsene in der Öffentlichkeit sind schließlich auch nicht immer einfach. Manche Erwachsene vergessen, dass sie auch einmal ein Kind waren, das mit seinen Eltern Gaststätten besuchen durfte und sich dabei nicht immer gut benommen hat, nur ganz wenige Menschen wurden als perfekte Erwachsene geboren.
Aber, das Verhalten zwischen Erwachsenen und Kindern ist sicherlich kein Thema, das spezifisch für den Reinthaler ist, das würde vielleicht in einen eigenen Blog passen.



breh, today @ 00:26

Kindisch
bin ich selber bei weitem genug, mit meinen Mitte Vierzig, und jene Leute, die sich mit Hilfe von Hunden, Rauch, unerzogenen Gschrappen oder sonstwelcher Indiskretion zu weit in mein Revier hineinbewegen, habe ich noch immer eigenhändig, oder besser: mit eigenen Worten zu jener Raison gebracht, die ihnen zusteht.
Letzten Winter hatte ich beruflich täglich in der Innenstadt zu tun, und war entsprechend oft mittags im Reinthaler, wobei mir öfters eine ziemlich unappetitliche Überalterung des Publikums aufgefallen ist... dagegen kannst dann wirklich schwer was sagen.
Daher: die wahre Herrlichkeit des Reinthales läßt sich allerbestens am späten Nachmittag bis frühen Abend genießen.
Im übrigen befürworte ich ein generelles Hundeverbot in Speiselokalen.




GeNuss61, today @ 09:12

Speising-Niveau im Sinkflug?
Breh; geht´s noch.....mir öfters eine ziemlich unappetitliche Überalterung des Publikums aufgefallen ist... Unappetitliche Überalterung..
Außerdem, wenn schon manche meinen das Thema Kinder und "unappetitliche Überalterung" behandeln zu wollen dann sollte dafür ein Blog eingerichtet werden; das Thema nicht beim Lokal abgehandelt werden.

8 Kommentare | Kommentar abgeben

Hirn_mit_Ei, 30.08.09 @ 22:34

und nochwas ganz prinzipielles
und ganz prinzipiell möchte ich auch noch was sagen zu kindern in lokalen. hier geht es um nachwuchsförderung. woher sollen denn junge erwachsene unterschiedliche küchen kennen wenn sie immer nur bei mama, papa und oma gegessen haben? wenn kinder in guten lokalen eine bessere geschmacksschulung bekommen würden, würden sie nachher nicht zu mc donalds rennen und halbfertiggerichte beim billa kaufen.

ich bin voll dafür dass auch in der spitzengastronomie angebote für unsere kleinsten gemacht werden. es gibt keinen grund warum man sich in gehobenen lokalen immer aufführen muss wie in einer kirche. kulinarische früherziehung ist heute wichtiger denn je.

Hirn_mit_Ei, 30.08.09 @ 22:31

sorry, war auf urlaub.
eigentlich tut mir das in wirklichkeit garnicht leid. fisch und lamm haben die da in kroatien. aber das kommt noch an anderer stelle :-)

das mit den reinthaler und den kindern habe ich eigentlich nur teilweise als kritik geschrieben. auch wenn ich es nicht ganz nachvollziehen kann warum kinder in österreich (und ich habe auch in nl gelebt und kenne auch den umgang mit kindern im süden europas) immer nur als lästwanzen wahrgenommen werden. aber wurscht, daran gewöhnt man sich in österreich eben. was ich mit dem kommentar wollte ich eigentlich menschen mit kindern davor warnen dahinzugehen weil es eben kein erfreuliches erlebnis ist. das heisst nicht, dass ich an einem verregneten novembertag an dem ich selber auch mies drauf bin verbiesterte artgenossen beim reintahler nicht aufsuchen möchte. ich würde es halt eben ohne kinder tun.

zur erziehung. klar hängt das von der erziehung ab. ich sag meinen immer, brav sein ist was für hunde, die sollen brav sein und müssen nicht kapieren warum. kinder sollten verstehen und das ist zwar anstrengender und mühsamer und mitunter lauter, aber ich denke dennoch dass es ihnen hilft. und da muss ich natürlich perzik rechtgeben. wenn soviele menschen eh schon nicht wissen wohin mit soviel zivilcourage, dann kann man damit ja auch gutes tun anstatt sich über kleine kinder aufzuregen.

und zum meidlinger. wie soll ich sagen. ich habe meine ursprüngliche kritik eben deshalb geschrieben um eltern mit kindern vor solchen typen dort zu warnen also reagieren sie nicht beleidigt ich helf ihnen ja nur :-)

SPEISINGRedaktion, 18.08.09 @ 15:25

Doris Knecht heute im Kurier
http://kurier.at/interaktiv/blog/knecht/1931364.php

... sehr passend, SPEISING.NET als Themensetzer!

walterkunz, 15.08.09 @ 22:38

Erziehung
Wenn jemand wüsste, wie man Kinder erzieht, nämlich alle Kinder, nicht nur die pflegeleichten, auch die schwierigen, alles hinterfragenden, aufmüpfigen, rebellischen, den würde ich für einen Nobelpreis vorschlagen.
Jeder Mensch ist ein Individuum, eine Persönlichkeit, mit Vorzügen, mit Fehlern. Wie Perzik bemerkte, jedes Kind ist ein Mensch, ein junger bis sehr junger Mensch halt, ein Individuum, eine Persönlichkeit. Die Eltern bemühen sich zumeist redlich, die Vorzüge zu fördern und die Fehler zu bekämpfen. Das ist leichter gesagt als getan, ein Patentrezept für gute Erziehung gibt’s nicht.
Ein bisschen mehr gegenseitige Toleranz könnte vielleicht helfen. Wenn Eltern verstehen, dass jeder (sogar Kinder liebende) Mitbürger das Recht auf ein gewisses Mindestmaß an Ruhe vor ihren lieben Kleinen hat, und wenn (nicht Kinder liebende) Erwachsene akzeptieren, dass Kinder eben nicht so ruhig, diszipliniert und vernünftig sind wie die meisten Großen.
Außerdem, nichts gegen Hunde, nichts gegen Raucher, aber ich denke, dass Kinder für die Gesellschaft schon einen etwas höheren Stellenwert haben sollten, außer wir wollen die Menschheit aussterben lassen. Wär’s wirklich schade darum?
Wenn jemand wüsste, wie man Kinder erzieht, nämlich alle Kinder, nicht nur die pflegeleichten, auch die schwierigen, alles hinterfragenden, aufmüpfigen, rebellischen, den würde ich für einen Nobelpreis vorschlagen.
Jeder Mensch ist ein Individuum, eine Persönlichkeit, mit Vorzügen, mit Fehlern. Wie Perzik bemerkte, jedes Kind ist ein Mensch, ein junger bis sehr junger Mensch halt, ein Individuum, eine Persönlichkeit. Die Eltern bemühen sich zumeist redlich, die Vorzüge zu fördern und die Fehler zu bekämpfen. Das ist leichter gesagt als getan, ein Patentrezept für eine gute Erziehung gibt’s nicht.
Ein bisschen mehr gegenseitige Toleranz könnte vielleicht helfen. Wenn Eltern verstehen, dass jeder (sogar Kinder liebende) Mitbürger das Recht auf ein gewisses Mindestmaß an Ruhe vor ihren lieben Kleinen hat, und wenn (nicht Kinder liebende) Erwachsene akzeptieren, dass Kinder eben nicht so ruhig, diszipliniert und vernünftig sind wie die meisten Großen.
Außerdem, nichts gegen Hunde, nichts gegen Raucher, aber ich denke, dass Kinder für die Gesellschaft schon einen etwas höheren Stellenwert haben sollten, außer wir wollen die Menschheit aussterben lassen. Wär’s wirklich schade darum?

Paul, 15.08.09 @ 21:34

Kinder im Restaurant
Es gibt, so glaube ich, auf der ganzen Welt Gaststätten, Restaurants und andere öffentliche Betriebe, die Kinder gerne begrüssen und andere widerum, wo Kinder einfach nicht "hineinpassen". Es gibt Restaurants, die diesen speziellen Sitze für Kleinkinder zur Verfügung stellen und andere, die keine Kindersitze haben. Zu letzteren kann man dann vermuten, dass Kinder nicht so gerne gesehen werden oder nicht ins Ambiente passen. Am besten, vorher anrufen und fragen, ob es Kindersitze gibt. Was nicht bedeuten soll, wenn es keine gibt, dass man dann keine Kinder als Gäste trifft. Aber es sollten die Eltern das Feingespür haben, wo sie ihre gut- oder schlechterzogenen Kinder zum Essen hinbringen.
MfG,

walterkunz, 14.08.09 @ 13:39

Zur Überalterung
Jeder Mensch beginnt bei null Jahren Lebensalter. Wie sich das Leben eines jeden Individuums gestaltet, das hängt von sehr vielen Faktoren ab, Glück, Schicksal, Begabung, Umstände. Wie lang das Leben dann dauert, das hängt auch von einigen Faktoren ab, vor allem aber vom Schicksal.
Auch ich kenne unappetitliche Menschen verschiedener Art, junge und alte, die Körper und Geist vernachlässigen, aber ich kenne auch junge und mittelalterliche im Nadelstreif, sauber, gewaschen, rasiert, mit guten Umgangsformen, aber mit miesem, unappetitlichen Charakter.
Ein Trost bleibt mir als älterer Mensch, auch die Jungen, die Mittelalterlichen werden einmal älter werden, und alt, immer gebrechlicher, eigenartiger, schrulliger.

perzik, 14.08.09 @ 10:38

kinder überm kamm
das eigene an kindern (wie an menschen generell, denn kinder sind - man stelle sich vor - auch menschen, nur eben jünger) ist, dass sie nicht soooo berechenbar sind. manchmal klappt es, manchmal nicht. und das merkt eins eben nur in der sitiuation.
was ist denn eigentlich der rat derer, die kinder nicht aushalten (gar nicht polemisch gemeint), wenn eins laut oder raunzig wird, wenn die bestellung abgeschlossen ist? aufstehen und die bestellung lassen, das nicht konsumierte zaheln? stornieren? keine lokale mehr frequentieren? die eigene lebenswelt völlig von der der eigenen kinder (mit denen man ja ein gewisses naheverhältnis druchaus anstrebt) vollkommen abtrennen und zum mcdo gehen oder zum micki-maus-teller in fragwürdige "kinderfreundliche" lokalitäten?
ich steh mirs auch nicht permanent auf brüllende kinderherden und will manchmal auch meine ruhe haben, wein trinken, rauchen, reden. aber dessen ungeachtet finde ich es die vision einer völlig planbaren, ruhigen sterilen erwachsenenwelt abstoßend, weil tot. essen, lokale haben für mich aber mit sozialen welten und deren vielfalt zu tun und sind eben genau das gegenteil davon: pathetisch formuliert: leben hört man nun mal.

und im übrigen stören mich rassistInnen am nebentisch, die sich über die "ausländer" beschweren oder antisemitisch rülpsen weitaus mehr. hut ab vor allen, wirten, die derartiges gfrast vor die tür setzen, obs im anzug daherkommt oder in der kurzen hose mit tennissocken und sandalen. da würde ich mir manchmal die zivilcourage der anderen als unterstützung wünschen, die sonst bem kleinsten kindermucks mehr oder weniger artikuliert protest äußern.

Meidlinger12, 14.08.09 @ 10:05

Emotionen
Das war mir vollkommen klar, das ich und Hirn_mit_Ei da etwas angesprochen haben, wo die Emotionen sicher hochgehen.

@kubse
es geht hier nicht darum ob jemand wichtiger ist. Was hat das mit Meidling zu tun? Ich bin zwar in Meidling geboren aber aufgewachsen bin ich am Land und jetzt wieder zurück in Meidling. Das ist doch Schwachsinn, das man in Meidling Kinder weniger mag als in anderen Bezirken.

Puh, wie fang ma das Ganze nun an. Für mich gibt es da auch Unterscheidungen. Es gibt solche und solche Lokale und es gibt solche und solche Kinder bzw. Hunde.

In einem verrauchtem Beisl hat ein Kind finde ich nichts verloren oder sieht das jemand anders? Noch dazu wenn sich dort Leute Bier bzw. Wein runterkippen.

Es gibt z.b. Hunde die merke ich erst wenn die Leute das Lokal verlassen, wogegen es Hunde gibt die andauernd bellen und ein Theater veranstalten wenn ein anderer Hund vorbeigeht.

Hier sollten die Leute mit Kleinkindern bzw. mit Hunden, wenn sie wissen das sie ein unruhiges Kind haben oder einen Hund der andauernd bellt nicht in Lokale gehen aus Rücksicht vor den Mitmenschen. Ich würde es tun.

Menschern sind nunmal nicht gleich. Ich mag halt keine kleinen Kinder und Babys. Ich fange mit denen gar nichts an. Das verstehen andere natürlich nicht wie man so ein kleines liebes Kind nicht mögen kann.
Nur weil ich auch mal so ein kleines Kind war muß ich Kinder jetzt mögen? Warum mögen einige keinen Hund? Ich toleriere das, das es Menschen gibt die ein schwieriges Verhältnis zu Hunden haben, weil sie als Kind möglicherweise schlechte Erfahrung mit Hunden gemacht haben, gebissen wurden, den Geruch nicht mögen, etc....

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