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Das Weinlog
04.08.05 @ 11:29
Dem Kind einen Namen
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Variieren wir doch das Thema der Weintaufe, gehen wir vom Paten zum Erzeuger.
Ich weiß nicht, wann es in Mode kam, den Stolz auf das eigene Kind (oder die Ehefrau) mit dem Stolz auf die jüngste Weinkreation zu paaren und den einen nach dem anderen zu benennen. Wenn ich mir aber Bründlmayers Vincent und Cécile in natura ansehe, so sind die schon ganz schön erwachsen!
(Gibt es eigentlich einen nach dem Namen des Ehemannes benannten Wein einer Winzerin?)
Während bei reinsortigen Weinen die Riedenbezeichnung allenfalls für Sprachforscher als Fundgrube dient, zeichnet der Phantasiereichtum heimischer Winzer im Cuvéebereich ein recht buntes psychologisches Portrait.
Seriöse Ableitungen wie „Pannobile” (der pannonische Vino Nobile?) haben sich längst zu einer Marke etabliert; man könnte Vermutungen anstellen, ob „Gabarinza” oder „Perwolff” – nur als Beispiele für die Fülle an verdienten und seit Jahren an vorderster Stelle genannten Weinen im High-End-Bereich - den höheren Bekanntheitsgrad haben (wobei auch noch zwischen nationalem und internationalem zu unterscheiden wäre).
Sex sells aber gilt auch beim Wein („Die Versuchung”, „S.EX”); und besonders bemerkenswert finde ich Neolatinismen wie „In Nomine Villa Lusman”! Bestellens doch einmal so ein Achterl auf die Schnelle ....
In Erwartung einer Fülle an Zuschriften über besonders gelungene Exemplare der Namensfindung verbleibe ich sommerlichst
17 Kommentare | Kommentar abgeben
Minimalist, 09.08.05 @ 11:24
Where the dream has no end
Jermann. Wahrscheinlich träumt man endlos von Schreckgespenstern nachdem man nach der Preisinfo (guter aber nicht überragender Chardonnay) in Ohnmacht gefallen ist?
noapino, 05.08.05 @ 15:45
Endgültig konfus
Jetzt will ich's aber wissen:
Falls ich nicht irre, gab es vor einigen Jahren es aus dem Hause Iby ein(e) Cuvée (Blaufränkisch, Zweigelt, Cabernet Sauvignon) mit dem Namen "Quintus terra confessio" (Der fünfte die Erde das Bekenntnis). Vermutlich benannt nach Anton Iby dem fünften.
Mittlerweile wird dieser Wein nur noch "Quintus Cuvée" genannt.
Auch wenn der alte Name zweifellos recht konfus war, so ist mir ein Wein mit dem Namen "Quintus Terra Confusio" unbekannt. Gibt's oder gab's den wirklich?
Nebenbei: Eigentlich wäre "confusum" (von confundere "zusammenschütten") gerade für ein(e) Cuvée nicht unpassend.
Kiblitz, 05.08.05 @ 13:13
Quintus:
Quintus:Abgeleitet vom römischen Vornamen Quintus ("der Fünfte").
Terra: Erde
Confertus: lat. gedrängt stehend. - Confusio mentalis: Verwirrtheit
= Der fünfte verwirrte von der Erde//
= Der fünfte erdig Verwirrte //
= Die fünfte verwirrte Erde //
= Verwirrte Erde; die Fünfte
noapino, 05.08.05 @ 00:42
@Kiblitz: Konfus?
War nun Anton V. Iby verwirrt oder hatte er etwas zu gestehen? Und falls letzteres, was war es?
veinard, 05.08.05 @ 00:32
Sachen gibts...
Aber nichts gegen Didier Dagueneau dem enfant terrible aus Pouilly. Aus Trotz, bezüglich mancher AOC Bestimmungen, kelterte er aus dem größten Schrott seiner Weinberge einen Wein, der noch immer den AOC Richtlinien entsprach. Er nannte dieses ungenießbare Gesöff "Quintessence de mes roustons"
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