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Carpe Diem (Salzburg)
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Fast vier Jahre lang hat sich Jörg Wörther, Österreichs Ausnahmekoch Nummer ein, im Dienste Dietrich Mateschitzs nahezu ausschließlich mit der Entwicklung und Optimierung von Abläufen für Carpe-Diem-Fingerfood beschäftigt, Minimal-Eat-Art-Häppchen, die in kleinen Kochkojen von dienstbaren Geistern in Knuspertütchen gesteckt wurden. Seit letzten Montag steht der Name Wörther indessen auch wieder am Küchen-Dienstplan. Carpe-Diem-Geschäftsführer Roland Neulinger: "Wörther ist wieder sein eigener Rôtisseur, der selber brutzeln muss, was er sich ausgedacht hat."
Neulinger, Wörther-Intimus seit Kindertagen und Maitre-Sommelier, ist im "Carpe Diem" in der Salzburger Getreidegasse schon seit der Eröffnung mit von der Partie. So entging es ihm auch nicht, dass der rasche Erfolg des Konzepts - 700 Stanitzelesser drängelten sich im Jahresdurchschnitt um das in legerer, aber hochwertiger Ambiance verabreichte Nobel-Fastfood - zwar das Firmen-Controlling zufrieden stellte, nicht aber Wörther selbst.
Das „"Kochtier Wörther" drängte es wieder dorthin, wo ihn seine zahlreichen Fans (darunter auch der Schreiber dieser Zeilen) sehen wollen – nämlich an den Herd. Wörthers Herzenswunsch, im ersten Stock des Carpe-Diem eines der besten Restaurants der Welt einzurichten, mochte der rote Bulle mit dem gastronomischen Riecher, der im Red-Bull-Hangar-7 am Salzburger Flughafen ohnedies schon ein Weltklasserestaurant betreibt, zwar (noch) nicht erfüllen. Doch man einigte sich darauf, dass das Fingerfood in Hinkunft auf die ebene Erde beschränkt bleibt, während in der "Hausherrenetage" des ersten Stocks ab sofort nach dem Vorbild des Pariser Nobel-Bistros "L'Atelier de Robuchon" geschlemmt werden darf. Der dafür nötige Küchenumbau ist vollendet, und die beiden Haudegen Wörther & Neulinger sind wild entschlossen, noch einmal gemeinsam die Gastro-Welt niederzureißen.
Wer die legendäre Wörther'sche "Ente in zwei Gängen" schmerzlich vermisst hat, kriegt sie nun, ebenso wie die himmlischen "Sellerietascherln mit Flusskrebsen" in alter Frische wieder. Mittags kocht Wörther auch traditionell altwienerisch und schiebt schon einmal ein "ganz normales", aber eben doch "wörtherisiertes" Pastagericht um 12 Euro ein, um eine junge, fashionable Klientel bei der Stange zu halten (Menüs gibt's von 3-9 Gängen um 26, 34, 76 und 110 Euro).
Kids oder Fans, die trotz des neu eingekauften Robbe & Berkingsilbers und des edlen Fine Bone Chinaporzellans lieber aus der Tüte naschen, dürfen das im ersten Stock selbstverständlich auch, während es unten in der Stanitzelabteilung keinen Tellerservice gibt. Von der Erweiterung der Weinkarte auf 14 Seiten mit 120 Positionen, von denen es "vieles wirklich nur bei uns gibt", werden, so Neulinger, indessen auch vinophile Stanitzel-Freaks im Parterre profitieren.
Christoph Wagner
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ø 1.43 Punkte (7x bewertet)
empfohlen am 25.08.05 @ 07:27
Getreidegasse 50
5020 Salzburg
Telefon: 0 662.84 88 00
Email: office@carpediem.com
Küchenzeiten: Öffnungszeiten im ersten Stock: 12-14, 19-22 Uhr, Carpe Diem Finest Fingerfood im Parterre täglich von 8.30-24 Uhr
Menüpreis: ![]()
Inhaber: Roland Neulinger
Küchenchef: Jörg Wörther
Kreditkarten: Visa, Mastercard, American Express, Diners Club
Besonderheiten: Fast Food
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