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Hexensitz (Hinterbrühl)

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Die Zeiten, in denen der Hexensitz seinem Namen noch alle Ehre machte und ein fast verwunschen-romantisches Wirtshaus im Wienerwald war, das man nach ausgedehnten Wandungeungn durch die Hinterbrühl aufsuchte, liegen schon länger zurück. Seit der Renovierung Mitte der 90er präsentiert sich der Hexensitz ganz im Gegenteil hell, luftig, generös und elegant, und es darf wohl die Vermutung geäußert werden, daß sich finstere Wetterhexen in dieser fashionablen Landhausatmosphäre gar nicht so richtig wohlfühlen würden. Zumindest sind die "Hexen von heute", die sich hier gerne ausführen lassen, wesentlich besser gestyled als ihre Vorfahrinnen mit Buckel, Rabe und Kopftuch.

Im "Hexenkessel" des Hauses schmoren auch weder Kröten noch Schlangen, sondern vielmehr Köstlichkeiten wie Ochsenschlepp, Lammrücken oder Wild-, Schwammerl- und Spargelspezialitäten (sowie eine täglich wechselnde Fischempfehlung). Durchwegs also Gerichte, die zur Region passen und zu denen sich auch noch zahlreiche Wiener Klassiker wie Eiernockerln, Tafelspitz-Bouillon, ein feines Wiener Schnitzel aus dem Schmalzpfandl mit Erdäpfel-Vogerlsalat und Liwanzen mit frischen Früchten gesellen. Die zahlreichen Stammgäste des Hauses schätzen aber nicht nur die solid-verläßliche Küche dieses Hauses voller Flair und Charme, sondern vor allem auch die von Ulrike und Alfred Maschitz hoch gehaltene Weinkultur des Hauses.

Die Weinkarte erweist sich mit rund hundert Etiketten als durchaus vielversprechend — und hält mit zahlreichen noblen, aber seriös kalkulierten Kreszenzen aus heimischen Rieden, aber auch mit steinalten Riojas (z.B. Marques de Murietta Reserva 1960) sowie hervorragenden Burgundern und Bordeaux (darunter auch einem 67er Château d'Yquem um 14000 Schilling) was sie verspricht. Besonders stolz ist man im Hexensitz auf das Zigarrensortiment.

Kurzum: Wer eine kleine "Schubertiade" durch den Wienerwald vor oder besser schon hinter sich hat, der ist hier richtig und sollte sich, um des höheren Genusses willen, den ein oder anderen edlen Tropfen schon mit genießerischer Vorfreude dekantieren lassen — was Patron Maschitz auch mit Freude tut.

Christoph Wagner

0 Kritiken | Kritik verfassen

Speising sagt

sehr gut

empfohlen am 16.11.03 @ 16:16

Adresse

Johannesstraße 35
2371 Hinterbrühl
Telefon: 0 22 36.229 37
Fax: 0 22 36.89 31 84

Ruhetag(e): Mo
Küchenzeiten: Di 18-22, Mi-Sa 11.30-14, 18-22, So 11.30-15 Uhr; Betriebsferien: variabel
Menüpreis: €€€

Inhaber: Alfred Maschitz
Küchenchef: Thomas Leitner
Kreditkarten: Visa, Mastercard

www.hexensitz.at

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