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Meixner´s Gastwirtschaft (Wien)

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revisited 21. Jänner 2011

Ich bin beeindruckt. Meixners Gastwirtschaft ist rund um perfekt.
- Das Lokal nimmt sich optisch zurück.
- Das Servierpersonal ist omnipräsent, unglaublich flott und spürt Wünsche, bevor sie artikuliert werden.
- Der Inhalt der Karte ist so wunderbar, dass man sich fragt, warum andere Wirte nicht versuchen, den Meixner ein wenig zu imitieren. Bei Getränken wie bei Speisen.
- Die Preise ensprechen der Qualität.
- Die Erreichbarkeit ist mit der U1 ebenso gut gegeben.

Aber was ist der Meixner? Eine Gastwirtschaft? Ich meine, er ist ein Restaurant im alten Sinn. Für ein Wirtshaus, eine Gastwirtschaft ist er einfach viel zu elaboriert, bis in die Details hinein.

Durch den mit Pickerln renommierter Gourmetführer tapezierten Windfang, rein in das Lokal - der erste Raum wird von der Schank beherrscht und stellt den Nichtraucherbereich dar. Der zweite Raum dient den Rauchern, wiewohl die Luft nie verraucht war. Die Lüftung scheint gut zu funktionieren. Einzige Beschwerde: Mir persönlich wurde zu stark eingeheizt, mir war der Raum deutlich zu warm. Stoffservietten, eingedeckt ohne Gedeck.

Die Tische sind gemütlich dimensioniert, Sitznischen für 6 Personen und kaum Klimbim am Tisch. Die Auswahl an Getränken und Speisen ist optimal dimensioniert, ich möchte nur auf ein paar Heileits eingehen. Es gibt eine echte Auswahl an unterschiedlichen Bieren: Reininghaus Pils 2009, Starobrno, ein karamelliges Kaiser Granat, ein Schwechater-Zwicklbock (alle offen), aus der Flasche kommen ein helles/dunkles Uttendorfer Bock und ein Edelweiss Hofbräu. Da kommt doch echt Freude auf!
Neun Schnapsbrenner, vier Weiße, vier Rote offen, ein Schilcher und eine Blaue Schildbacher Auslese ebenso glasweise. Die Weinkarte musste ich gar nicht erst einsehen.

Mit Besteck zu konsumieren gab es für uns: eine wirklich vorzügliche Rindssuppe, ein frisch saures, rübenrotes Matjestartar (8.10), drei kleine gebackene Grammelknödel (7.80) auf einem sehr guten, warmen Speckkraut und einfach perfekte Kutteln (11.60) in einer cremigen Paradeissauce. Diese Kutteln sind zum Darniederknieen!

Grammelknödel auf Speckkraut
Kalbskutteln in Paradeissauce mit Basilikum und Knoblauch
Skrei
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Skrei mit Spinatpinienkernrisotto (18.80) war perfekt glasig gegart, da war ein Könner am Werk - das Risotto fast zu intensiv für den ultrazarten Skrei. Der Girardirostbraten (17) führt nun meine ewige Hitliste an Rostbraten an; knusprig und zart, elastisch und schmelzend - wunderbar verführerisch im Rahm von Kapern, Speck und Champignons, an der Seite dottergelber Tagliatelle. Pfau! Die gebackene Schweinsfledermaus (13.80) war in Ordnung, der Gurkensalat dazu perfekt.
Unverkostet blieben leider Gerichte wie das Kotelett!!!! vom Weinviertler Bio-Rind, das Mangalitzabrüstel, die Bauernentenbrust und das Pinzgauer Bauernkotelett. Weiters auf der Dessertkarte: karamellisierter Apfel-Nussschmarren, Somlauer Nockerl, Schneenockerl, ...
und natürlich ausgesuchte Käse. Aber was hilfts, wir waren zu früh zu satt. Aber es gibt ein nächstes Mal, bestimmt.

Denn für Meixner´s würde ich auch zu Fuss nach Favoriten gehen, es täte mir gut. Dann lass ich mir auch die Weinkarte bringen.

Gregor Fauma

28 Kritiken | Kritik verfassen

OberkllnerPatzig, 22.01. @ 20:15

einfach nur traumhaft
Reininghaus Jahrgangs-Pils oder ein Starobrno? Oder ein Craftbeer?
Kutteln oder Grammelknöderln?
ZWIEBELROSTBRATEN oder, oder, oder ... eigentlich kannst dort nichts anderes essen, so unfassbar glückselig machend ist dieser Urmeter der "besseren" bürgerlichen Küche. Diese Fleischqualität, dieses Aroma, dieses außen fast knusprig gebratene Stück Rostbraten (war es ein Ribeye?), das innen so zart und saftig ist ... und dieser Saft! Butter, I suppose. Riesling Reserve 17 Pfaffenberg, Salomon Undhof.
Danach, ein bisserl was geht immer noch, ein Kaiserschmarren, der auch unverbesserbar ist. Frage an Karl Meixner, was nach dem Riesling zum Kaiserschmarren passerte ... und kein Süßwein ist. Er kam mit Hummels Furmint, Naturwein, ... Volltreffer. Eh keine Überraschung, dass Karl Meixner weiß, welche Weine wem schmecken.
War länger nicht dort, nicht ganz innerhalb meines Homerange, großer Fehler.

dradra, 03.01.19 @ 07:35

Ich komme hier regelmäßig her, weil es mir kaum wo besser schmeckt. Ganz egal, was aus der Küche kommt, es macht mich einfach selig. All zu viel lerne ich jedoch nicht kennen, weil ich ganz einfach immer, immer den Zwiebelrostbraten essen muss: Bereits das Fleisch alleine hat so viel Eigengeschmack, dass es nur so eine Freude ist. Das Saftl macht süchtig, und die Zwiebel sind perfekt außebochen.
Der Wirt ist sehr sympathisch, seine Frau schupft die Küche mit Verve - es gibt weinmäßig immer Interessantes. Für mich schön zu hören, dass auch viele andere Gastronomen hierher essen und trinken kommen. Das ist eine der höchsten Auszeichnungen, denke ich.

OberkllnerPatzig, 06.10.16 @ 16:22

Glückseligkeit
Einmal Zeit genommen, vom Böhmischen Prater über die Löwygrube zu den Heurigen am Liesingbach gewandert - und dann schön hungrig beim Meixner eingefallen. Beste Voraussetzungen.
Auf Nachfrage bekam ich Nierndeln und Kutteln als zwei Vorspeisen serviert - und ich kann gar nicht in Worte fassen, welche Glückseligkeit mich beim Verzehr durchströmt hat. Und dass die wirklich besten Kutteln der Welt noch durch Nierndeln zu toppen sind, hätte ich mir nicht gedacht. Aber diese Paprika-Nierndeln waren so atemberaubend gut, so perfekt gewürzt, so ganz und ganz ohne jeden schneidenden Anflug von Senf, sogar er leicht süßlich, was soll ich sagen ... 17 Michelin-Sterne für die Nierndeln, 16 für die Kutteln.
Dann wieder einmal getestet, ob der Zwiebelrostbraten nach wie vor der beste der Stadt ist - und er ist es immer noch. Zart, aromatisch, perfekt.
Ebenso der Eierschwammerlrostbraten und die geröstete Leber.
Ein Kritikpunkt: Mir ging das alles zu schnell.

OberkllnerPatzig, 05.07.16 @ 19:13

Zu Mittag
Wusstet Ihr, wie entzückend der Gastgarten im Hof beim Meixner ist? Schattig, grün, herrlich ...
Natürlich und wie immer: Kutteln als Vorspeise, zart, dezent, sensationelle Paradeissoß. Gebackene Fledermaus tadellos, auffallend gut süß-sauer mariniert der Vogerlsalat auf dem Erdäpfelsalat.
Und nach wie vor das beste Stück Fleisch der Stadt: Der Rostbraten des Zwiebelrostbratens. Wie es dem Koch gelingt, das Teil außen knusprig anzukokeln und innen bzw. gesamt so unfassbar zart und butterweich zu halten, ist mir ein Rätsel. Das Aroma ist immens. Besser geht es nicht.

Saskia, 23.03.16 @ 17:10

Verblüffend
Wirklich umwerfend heute Nierndl und Bries vom Kitz (!) in einer molligen Oberssauce. Wurde außerhalb der auch sonst sehr saisonalen Karte (derzeit vieles von Kitz und Lamm) angeboten.
Ebenso neu ein wunderbarer Rahmschmarren.
Rauchen nur mehr im kleinen Gastgarten möglich, mit der U1 ist Meixner wirklich leicht erreichbar!

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Speising sagt

sehr gut + Liebling der Redaktion

ø 2.28 Punkte (18x bewertet)

empfohlen am 15.10.03 @ 19:03

Adresse

Buchengasse 64
1100 Wien
Telefon: 01.604 27 10

Ruhetag(e): Sa, So, Feiertags
Küchenzeiten: Mo-Fr 11.30–14.30 Uhr und 17.30–21.30 Uhr
Menüpreis: €€€

Inhaber: Berta & Karl Meixner
Küchenchef: Berta Meixner
Kreditkarten: Visa, Diners Club
Besonderheiten: Im Slow Food Führer 2012

www.meixners-gastwirtschaft.at

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