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Zur schwarzen Katze (Wien)

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Habemus felem – vom „last guest standing zum first guest sitting“

Dass sechs Monate einer Ewigkeit gleich kommen können, hat die Schließzeit der „Katze“ bewiesen. Nach intensiver Suche wurde die Katze im 18. Bezirk fündig und hat ein altes Tschocherl zu neuem Leben erweckt. Einem uralten Schankraum folgt ein dezent renovierter Speisesaal, die Atmosphäre ist anheimelnd gemütlich. Kein Schnickschnack an den Wänden, keine anbiedernden Design-Versuche und schon gar nicht der Versuch, durch Hülle Inhalte zu ersetzen. Uneitel in jeder Hinsicht.

Zur schwarzen Katze (Wien)
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Die Schwarze Katze besticht mit Purismus und gibt ganz klar zu erkennen, worum es hier geht: Ums Essen und Trinken.

Die Karte von Günther Szigeti (zuvor u.a. Stomach, Weibel 3) bietet Wirtshaus-Klassiker wie Veltlinerbeuscherl, gebackener Fledermaus und Rindswangerl zu echten Beisl-Preisen. Darüber hinaus gibt es eine ständig wechselnde, kreative Saisonkarte, aktuell Wild.

Ein mögliches Menü: Pastinaken-Orangencremesuppe mit marinierter Entenbrust, danach Ravioli mit schwarzen Nüssen, wildem Sugo und Ziegenfrischkäse, dann geschmorter Gemsenschlögel mit marinierten Feigen und gebackenen Briochenocken (oder rosa gebratene Rehkeule mit Rahmwirsing und Eierschwammerlbuchteln), zum Abschluss Birnen-Ingwerstrudel mit Mohnmousse.

Besser und unprätentiöser kann man zurzeit sicher nicht essen.

Die Weinkarte umfasst über 100 Weine aus Österreich, Schwerpunkt ist Wien. Ob offen oder in der Weinkarte, über 20 Wiener Weine geben Gelegenheit, sich ein Bild der regionalen Qualitäten zu machen. Dass guter Wein nicht automatisch teuer sein muss, wird in der „Katze“ evident. Doch das reicht nicht. Die „Katze“ bietet allen Wiener Winzern die Möglichkeit, ihre Weine zu präsentieren und zu verkaufen. Als erste „Wiener Gebietsvinothek“ möchte sie Anlaufstelle für alle jene werden, die auch gerne einmal über den Flaschenhals hinaus trinken wollen und sich mit Standardangeboten nicht zufrieden geben. Eine Leistungs-Schau der rund 320 Wiener Weinbaubetriebe hat schon lange gefehlt und soll nun in der Katze realisiert werden. Wir sind gespannt, ob die Wiener Winzer mitmachen.

Der erste Tag der Wieder-Eröffnung war überwältigend: Viele Stammgäste, Speisinger und Neugierige hatten im Nu alle Tische belegt. Alles drehte sich ums Essen und Trinken, um nettes Geplausche und die „Katze reloaded“. Es war ein wunderbarer Abend mit vielen bekannten, glücklichen Gesichtern und fantastischen Aromen – wahrlich ein Startschuss für ein durch und durch uneitles, unprätentiöses Wiener Gasthaus, das Genuss auf höchstem Niveau bietet.

Oberkllner Patzig

83 Kritiken | Kritik verfassen

Speising sagt

sehr gut + Liebling der Redaktion

ø 2.49 Punkte (39x bewertet)

empfohlen am 09.10.07 @ 07:24

Adresse

Kreuzgasse 35
1180 Wien
Telefon: 01.990 10 02
Email: guenther.szigeti1@chello.at

Ruhetag(e): Sa, So, Feiertags
Küchenzeiten: Mo-Fr 11-14.30, 18-23 Uhr
Menüpreis: €

Inhaber: Günther Szigeti
Küchenchef: Günther Szigeti

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