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Das Gastlog

12.05.06 @ 09:59

Gemuetlichkeit

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Vor zwei Tagen hielt ich fuer etwa 60 Koeche, Wirte, Gastromanager einen Vortrag zum Thema Food- und Gastrodesign.

Eigentlich hatte ich kritische Worte zum Food Design erwartet, doch wurde ich - wie so oft - als Architekt angegriffen. (Zuvor hatte ich ein paar exemplarische Designerlokale praesentiert). Der Architekt so das verallgemeinernde Credo baut ungemuetlich. Grund genug, um Gedanken zur beruehmten Oesterreichischen Gemuetlichkeit zu entwickeln.

Mir persoenlich faellt dieser Begriff sehr schwer, zumal mich auslaendische Freunde regelmaessig damit auf den Arm nehmen: Es sei ein anderes Wort fuer Faulheit bekomme ich oft zu hoeren.

Aber was ist tatsaechlich Gemuetlichkeit? 1998 in einem traditionellen Ryokan waehrend meines ersten Japanaufenthaltes kam mir der Gedanke, dass Gemuetlichkeit das Beduerfnis nach Ausruhen befriedigt. Solche Phasen verlangen vielleicht nach Altbekanntem - wir wollen uns nicht mit Neuem auseinandersetzen muessen. Tja, wenn ich ausgelaugt bin, liebe ich auch mein Bier im Kaffee Hummel oder mein Schnitzel im Wirtshaus Steindl um s Eck.

Aber ich komme zu keinem Schluss und stelle deswegen wieder einmal Fragen:

Was ist Gemuetlichkeit?
Warum ist das Alte gemuetlich?
Warum bauen Architekten ungemuetlich?
Ist Gemuetlichkeit Faulheit?
Gibt es eine spezifische Wiener Gemuetlichkeit, oder handelt es sich genau dabei um Faulheit?
Ist das gemuetliche Wirtshaus deswegen gemuetlich weil es im gesamten Raum der ehemaligen Donaumonarchie gleich funktioniert und aehnlich aussieht? - Weil wir also in das Gewohnte begeben?
Warum empfinden wir die Natur als grundsaetzlich schoen - ja als gemuetlich?

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