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SPEISING Open
20.08.07 @ 17:30
Warum ich ungern in Oesterreich urlaube
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es ist ja eine Weile her und ich bin ziemlich happy darueber, endlich wieder bloggen zu duerfen, auch wenn ich Angelikas Unterstellung maenlicher Wettbewerbslust nicht so einfach hinnehmen will.
Zurueck zum Anliegen, bzw zur Ueberschrift:
Gerade waren wir eine Woche in Oesterreichs bergigen Regionen unterwegs, um letztendlich irgendwann in Tirol zu landen. Das war mein erster Oesterreichurlaub seit ich dem Wachstum entwachsen bin.
Vielleicht sollte es ein zurueck zu den Wurzeln sein, oder einfach nur kuerzere Strecken, um meine schwangere Frau zu schonen. Aber ich dachte schon darueber nach, warum ich mich immer wieder gegen Oe - Urlaub gewehrt hatte. Natuerlich - die Fernlust spielt eine Rolle, aber der Zustand der Gastronomie, sprich das Essen hielt und haelt mich davon ab. Die Angst vor heimischer Landgastronomie, vor schwerer Eintoenigkeit hatte uns unter anderem ueber die Grenzen getrieben.
Und tatsaechlich, leider - die Angst wurde bestaetigt.
Nicht die Goessnitzers oder Buchingers fanden wir, sondern die Frage an die Pensionsvermieterin: "wo wird denn noch selbst gekocht" wurde mit: "grosse Schnitzel gibt s bei,..." beantwortet. Grundguetiger - Dosenware bis zum Abwinken. Frischgekochtes fanden wir nur ein einziges Mal, obwohl wir intensiv suchten. "Schlechtes Fett und Fertigware", so laesst sich der Zustand beschreiben, denn wir trotz intensiver Sucherei antrafen. Mit Ausnahme der Knoedelalm in Kainisch/ STMK waren zumindest die Beilagen ausnahmslos Conveinience. Vom Zustand der Salate will ich gar nicht schreiben. BRRRR!
Wie sehnte ich mich nach Indien, Italien oder die Tuerkei, wo Gemuese noch Gemuese ist - wo Kochen noch Kochen ist.
In gastronomischer Hinsicht ist eine Fahrt durch die Berge wie ein langer Marsch durch die Metro oder die GAST in Salzburg. Daran konnten sogar die Hinweise von altbekannten, feinschmeckenden Speisingern nichts aendern.
Versoehnlich nur die Oma in der letzten Pension in Alpbach. Sie reagierte auf unsere verzweifelte Frage nach Lokalen mit: "Ich gehe nicht essen, deswegen kann ich nix empfehlen, aber einen Kaiserschmarrn mach ich euch gerne." Was fuer eine Wohltat.
-- sonjaaa
37 Kommentare | Kommentar abgeben
dschungeltier, 06.09.07 @ 23:31
ich mach fast überall gern urlaub
Erstens fahr ich nicht nur wegen des Essens auf Urlaub sondern um Länder und Leute kennenzulernen oder mich zu erholen. Essen ist nur ein Teil des Ganzen, der u.U. auch vernachlässigt wird.
Außerdem gibts auch in Österreich gutes und vor allem preiswertes, sehr preiswertes Essen in schönen Urlaubsgebieten. Im Lesachtal beim Birnbaumerwirt zum Beispiel (das Doppelzimmer mit Frühstück um nicht einmal 50 €) und eine wahrlich begnadete Küche zum Sozialtarif die alles draufhat. Die Stille in der Nacht dort muß man auch einmal aushalten. (Nachdem ich das nächste mal dort war folgt eine Kritik). der Filzwieser im Mariazellerland wurde hier eh schon kritisiert, der Gierlinger an der Schlögener Schlinge der Donau, der Mohnwirt in Armschlag im Waldviertel. Der Moserwirt in Königswiesen in OÖ mit genau einer wirklichen Speise: Schweinsbraten mit Erdäpfelknödel (einfach genial, wenns wer nicht mag ist er dort falsch) und und und und..............
Gordon bleu mit Preiselbeeren auf Dosenpfirsich ist nirgends auf der Welt gscheites Essen, in Italien auch nicht (und dort gibts das auch).
Gutes Essen gibts nicht nur in Italien (dort ist nur die Wahrscheinlichkeit an schlechtes Essen zu geraten geringer) gutes Essen gibts auch bei uns, sogar in Deutschland an der Ostsee in der Ex-DDR konnte ich beim vergangenen Urlaub Ende August hervorragendes essen. Und sogar in England hab ich mich 3 Wochen lang ausschließlich von Pub-food gut ernährt. Man muß sich halt traun auch "Niederlagen" zu verkraften. Und wollen muß man auch.
sonjaaa, 04.09.07 @ 12:50
Es gaebe bereits ein neues Thema
Nicht dass mir die Diskussion nicht gefallen taet - find s cool. Aber ich verweise auf den neuen Beitrag: Urbi et Mahlzeit. Oder gefaellt s euch nicht? Das waer traurig.
epicuria, 04.09.07 @ 11:11
ich hab auch in st.ägyd schon eine mittlere katastrophe in form einer lasagne vom hirsch erlebt, die aus schichten von erdäpfelpüree mit dazwischen ca. 20 cm langen scheiben vom hirschgeselchten bestand. beim essen hatte man einen mantsch am teller, wie ich ihn nur gekannt habe, wenn meine kinder lustlos mit dem löffel auf ihr essen geklopft haben, was durchaus vorgekommen ist.
die - à propos - angesprochene qualität der erdäpfel ist auch eines dieser probleme, die mir immer wieder unterkommen. es kann doch nicht so schwer sein, qualität von einem betrieb zu beziehen, der nicht überdüngt?
die beste aussage dazu erhielt ich einmal von einer wirtin im vorhin schon absichtlich nicht namentlich erwähnten zweitheimatort. erdäpfel maximal sautranktauglich, leichte klage darüber angebracht, darauf die antwort: jo, i waas eh, die erdäpfl san heuer goa net guat. tja, das war mein letzter besuch an dieser gastlichen stätte.
aja - mceven, um deine neugier zu stillen: die nette karte hat das 3erlei in hofstetten. aber ich würde einen besuch nciht empfehlen. ein wirt, der gutscheine über eine restplatzbörse verklopft, hat irgendwo ein problem - oder?
kubse, 04.09.07 @ 10:25
Häfngucker
Was ich grad las: http://orf.at/070903-16142/index.html.
Das MUSS sofort hier hinein!
Blöd nur: die Gegend um Stein braucht eigentlich keine kulinarische Häfen-Nachhilfe ;-)
kubse, 04.09.07 @ 01:48
Weißt, St, Aegyd ist ur schwer zu schreiben. Das kann peinlich werden. Also lieber die nächste Ortschaft bemühen ;-)
Aber im Ernst, über den Blumentritt hab ich auch schon die feinsten Sachen vernommen.
Zm Thema, nach einem heißen Sommer mit einigen freiwilligen wie erzwungenen Gasthausbesuchen: für mich sind's da immer wieder die Erdäpfel. Wenn die passen, dann kann das Gasthaus so schlecht nicht sein. Aber in Österreich wird das zunehmend schwieriger, kommt mir vor. Bei den nördlichen Nachbarn dieselbe Situation, nur dass es dort scheinbar immer schon so war. In Italien kriegst halt in der einfachsten Osteria anständige Nudeln, al dente. Und einen herrlichen Kaffee. (Warum muss es grad in den berühmtesten Wiener Kaffeehäusern ein derart untrinkbares Gschlader geben???)
Aber insgesamt wage ich doch zu wiedersprechen: Soll etwa die spanische Küche besser als die österreichische sein? oder die englische? griechische? amerikanische? Ich meine die leistbare Kategorie des Alltags. Würg...
Lieber Martin, wenn du das nächste Mal zu den Rauriser Literaturtagen fährst, dann schau doch zum Gregor Langreiter nach Wörth, "Gusto" heißt das Haus. Da gehst nimmer traurig raus.
McEven, 03.09.07 @ 22:39
Epicuria--niederösterreichischen alpenvorland
Man kann das Kind - den Wirt- auch beim Namen- Nehme an dass Kalteis in Kirchberg gemeint ist. Na gut, 19€ ist nicht gerade ohne für ein Bachfischerl aber wie stehts so schön im Text: was allerdings bei den Speisen ein großes Loch ins Brieftascherl reißt. Zur kulinarischen Öde in den Voralpen. Ein Lokal sollte man da nicht unerwähnt lassen: Den Blumentritt in St. Aegyd- ist nur ein en Berg weiter. ??? Frage- wer sit mit...einen ort weiter ein wirtshaus mit einer netten karte...gemeint?
epicuria, 03.09.07 @ 16:54
warum ich ungern in österreich urlaube
grad zurück von einem solchen, der ja eigentlich gar keiner ist, da am eigenen zweitwohnsitz verbracht, lüstern auf speising gestürzt und urlaubsmeckereien bezüglich der schlechten küche auswärts gelesen.
leider bin ich im großen und ganzen der meinung, die die meisten schon geäußert haben. im niederösterreichischen alpenvorland schaut es so traurig aus, dass ich den sommer hauptsächlich selbst kochend verbringe, um meine papillen nicht zu beleidigen aber auch, um moderne raubritter nicht zu unterstützen.
den anfang der heurigen malaise machte der wirt im ort, dessen küche ich durchaus zu schätzen weiß - noch mehr fast seinen keller - der mir aber im juni für eine simple forelle samt salat 19 euronen abgeknöpft und die rechnung selbstverständlcih auf 10 cm² papierl von einer brauerei präsentiert hat. bonieren tumma net, wo bliebe denn dann der rebbach....
im nachbarort gibts eine pizzeria und einen wirten, der busse verköstigt, die auf schurwolleinziehbettenkauffahrt sind :(
noch einen ort weiter ein wirtshaus mit einer netten karte, dessen koch die ansprüche der karte nicht im ansatz erfüllen kann. und einen besen zum entfernen der spinnweben, die das lokal zieren, sollt man auch mit dabei haben. die landeshauptstadt glänzt im gastronomischen off, weiter weg ein lokal, das in verschiedenen "gourmet"führern empfohlen wurde, begeisterte vor allem durch die anzahl an fliegen, die sonst nur in kuhställen in solcher massierung auftreten.
also in die andere richtung. übern berg ein sehr nettes lokal, der gasthof pils in rotheau, man merkt von jahr zu jahr, dass der wirt sich weiterentwickelt, heimisches angebot, keine jakobsmuscheln und fine de claires, weil es die heimische schickeria so will. ein weißer rabe weit und breit. ein stückl talauswärts wieder ein "bürgerlicher" gasthof, der erdäpfelsalat aus der dose zum gemischten tut. brrr. säureangriff.
noch einmal ein stück in die andere richtung im steirischen der lurgbauer, lieblingslokal seit langem, hat voriges jahr im preis-leistungsverhältnis stark nachgelassen. wird aber wohl im oktober doch noch einmal besucht werden. zu schön ist die idylle, die einen echt glücklich macht.
einziges glücksmoment des heimischen sommers war am weg nach weitra ein besuch beim schwarz in nöhagen. so sollte es sein. unaufgeregt ländlich, eine küche, die einen glückselig seufzen lässt, da stimmt alles. warum, in drei teufels namen, ist das so schwer?
ich schaff es zuhause auch ohne umami. und convenience, ich bekenne, kommt nur in form von knorr semmelknödeln auf meinen tisch - für 2 zahlt sich die knödelpatzerei echt nicht aus - aber sonst?
ich liebe die arbeit mit frischen zutaten und ich hab auch noch einen unverdorbenen gaumen. und da liegt, imho die krux: durch das viele denaturierte essen, das viele kinder von klein an reingeschoben bekommen, spüren sie gar nimmer, wie ein LEBENSmittel schmecken soll. es erscheint ihnen fad. daher der schrei nach ein bissl mehr msg. und die spirale zieht fröhlich weiter an. und ich muss weiterhin zuhause kochen. auch im urlaub. murr.
PICCOLO, 31.08.07 @ 23:23
Besuch im schönen Land Tirol.
Ich war dort wo Tirol nicht richtig tirolerisch ist. Die Flüsse fließen nach Bayern hinunter und die Katholiken gehören dem Salzburger Erzbischof. Ein Wirtshaus am Wilden Kaiser. Der Schwendter Wirt ist auf jeder Landkarte die ein Wandersman zwischen Walchsee und Reith im Winkel kauft eingezeichnet. Muß ein gutes Wirtshaus sein.
Ist es auch , preislich gesehen in Ordnung, nur sonst traut man sich nichts. eine lange Liste und wenn man selber Koch ist wollte man nie dort arbeiten. Zwei gute Menüs zur Auswahl würden reichen. Aber der Preis passt. Wellnessn konscht ah, die Anage ist in 20 Minuten von 0 auf 100 - der Wirt ist stolz drauf, ich hätts für die Schitouristen nicht gebaut. Aber den Touristen werden die armen Leute dort noch lange umsonst in den Allerwertesten kriechen. Die kommen einmal und dann nie wieder. Das scheinen die Leute dort auch zu wissen, daher als ich am Pillersee in ein Gasthaus trat die Kellnerin auf meine Frage wo man Platz nehmen dürfe sagte: "Wou Plotz isch holt!" Das "Tepp bleda" hat sie sich nicht getraut herauszusprudeln.. habe ich mir gedacht, so ein feiger Trampel, will erst schaun was der Dodel "speckt" . Specken heißt in Tirol "zusätzlich hergibt".
Ja das Cordon Bleu vom Kalb war arg von einem Konvektionsofen in Mitleidenschaft gezogen worden, das hätte ich weggeworfen, es hatte den Abdruck eines Rosts drauf, so Rillen die von der Überhitzung geschwärzt waren. Dabei waren wir nett gekleidet und zumindest meine Begleiterin sah nicht wie die Buffy Lully aus. Ich habe ein bißchen was vom bösen Blick, aber ich war auch erstaunt Lamas und Ziegenböcke Pferde und riesige Balkone zu sehen, alles auf einen Haufen zusammengstellt. Teuer war das Essen auch nicht, wens genießbar gewesen wäre. Die Kartoffel waren gut, aber die kamen wie man sehen konnte sicherlich schon geschält ins Haus. Der Salat auch, den kenne ich von den Märkten, soi vorgezupft und mit Dressing übergossen.
Der HAmmer war aber ein Viertel Sturm um 4,20 Euro. Trinke ich nicht, aber die armen Komasäufer tun mir leid. Ihr Abführmittel so teuer!!
Am Ende besuchten wir nch den Pillersee, wo gleich ein Mautkassierer lagerte, für Autoabstellen und 200Meter Zufahrt zum Parkplatz wollte der 2 Euro. Da sind wir dann schon zu Fuß gegangen, mein Mausi und ich, wäre ich jünger gewesen hätte ich die vielen Du darfst nicht Tafeln mit meinem Farbspray umgefärbt. So wunderten wir uns über die devoten Preußen und Österreicher die sich diese Bevormundungen gefallen lassen. Nicht einmal ein Hund möchte ich dort sein. Wei lwenn man soviel Maut bezahlt dürfte ich als H#und meine Gogln hinsetzen wo ich wollte.
Teue wars nicht, aber das nächste Mal esse ich beim Billa.
dfw, 29.08.07 @ 23:51
du bist ja doch ein gscheiti !!!
5622, 29.08.07 @ 23:06
nix wie weg
ich fahr ja nicht irgendwo hin, weils billig ist. dann könnt ich ja gleich nach mali düsen. ich fahr wo hin, weil ich weg will.
weg von den staubsaugerbeuteln, von denen piccolo schrieb, weg von den schwammerl mit semmelknödel (wenn sie auch noch so gut sind, nirgendwo sind sie gut wie bei mama), weg von der piefke-saga-atmosphäre in unserer sauberen bergwelt und vor allem:
weg von den österreichern, dem dampfgeplauder am nebentisch, dass du als in diesem land geborener immer hörst, weil du nicht abschalten kannst.
eigentlich glaub ich, dass ich nur deshalb jede freie stunde in frankreich verbringe, weil ich hier zwar alles verstehe, wenn ich mich bemühe, aber ansonsten: hab ich nur eine geräuschkulisse am nebentisch,die sehr charmant klingt. man fährt eben fort, weil man wo eintauchen will - und sich im bedarfsfall die welt mit der eigenen phantasie einfach schöner färbt, wie sie ist.
und dfw: glaub ja net, dass wir nicht kapieren, dass du mit deinem abgrasen der ad-blogs deine ikone auf platz eins hieven willst ;-)))
PICCOLO, 29.08.07 @ 21:09
teuer ?
Etwas fällt mir immer wieder auf, die Speisen sind recht billig. Bei den Hotelbauten wird geklotzt. Gestern erst war ich im Raum Kitzbühel in einem Dorfwirtshaus zum übernachten. Der Stall wurde Wellnesshotel. Kaum Gäste dort, der Bau eine landromatische Burg die aber irgendwie nach Mief roch. Besonders das Zimmer war erst nach drei Stunden lüften vom Staubsaugergeruch befreit. (Wenn Staubsauger alte schimmelige Staubbeutel drin haben, dann gibts diesen ekeligen Mief) Ich hatte Latschenkiefeöl gekauft und polierte auch gleich das NAchtkastl damit, dann wars schön. Oben am Dachboden ein Wellnesstempel wo eine deutsche Familie mit dem Wasser spritzte wie in der Piefke Saga. Das Essen: Man traut sich gar nichts. Eine pikobello gebohnerte Küche, ein netter chef und feine Kellnerin, das Essen von der viel zu üppigen Speisenkarte aber sehr verträglich. Nichts unbedingt fürs Auge aber angenehm verdaulich, drauf steh ich. Auch nicht teuer.
Zimmer mit Wellnesstempel 40 Euro, Essen für 2 Personen 30 euro - Backerbsensuppe und Schwammerln mit Knödel. Das sind Preise wie an der deutschen Grenze in Tschechien. Sehr preisgünstig.
Aber der "gelernte" Feinschmecker findet das nie. Der fährt nicht zum Schwendner Wirt. Wenn der ein Wirtshaus sucht dann fallen ihm die Buden vom Kaspar Hauser und von den singenden Drosseln in Reith im Winkel ein. Dort schmeckt ihm das Puten Cordonbleu ganz edel zum niederknien, und wenn die Preise niedrig sind dann lacht sich der ins Fäustchen und lässt sich auf den letzten Cent herausgeben. Der orientiert sich sowies an diesen Trampelpfaden aus den Klomilleus und Reifenführern, dort wird er gerupft und getupft. Wenn er meckert auch geteert und gefedert. Denn was teuer ist ist für Viele Leute erst gut.
Ein Viertel Sturm aber um 3,50 euro halte ich für diese gesüßte Rosspisse zu teuer!!
andreasbigler, 28.08.07 @ 12:21
@ Aber Österreich ist einfach zu teuer
Dem muss ich stark widersprechen, denn auch unsere Nachbarländer lassen sich Natur und "Gastfreundschaft" fürstlich entlohnen ... Eine Bergtour mit Hüttennächtigungen kostet in Italien und in der Schweiz mindestens genau so viel wie bei uns und die typischen Sommerurlaubsländer erscheinen nur billiger als unser Heimatland, denn dort wird nichts als teuer empfunden, auch wenn es überteuert ist. Ich war lange genug im internationalen Tourismus tätig um das immer wieder zu erleben. Die Touris kriegen den selben Sch... wie zu Hause vorgesetzt (Packerlsuppe und Co), finden das aber viel besser und viel günstiger als zu Hause. Eine geführte Canyoning Tour in Salzburg ist viel zu teuer, aber wenns in Frankreich ist, dann ist das voll günstig und super, sogar wenn es eine "Harakiri - Tour" war.
Ich persönlich finde selten etwas zu teuer, es ist eher so, dass ich es mir eventuell nicht leisten kann, aber deshalb ist es noch lange nicht zu teuer.
OberkllnerPatzig, 27.08.07 @ 14:27
Komme vom Kurzurlaub zurück
und muss schon wieder feststellen, dass Urlaub in Österreich herrlich ist. Wer das nicht nachvollziehen kann, soll ins Vulkanland schauen und ein wenig die Umgebung der Riegersburg abgrasen.
Alles Gebotene war von ausgesuchter Qualität, Speisen wie Getränke.
So zum Beispiel im Hotel Römerstein / Loipersdorf, wo abends eine Leistungsschau lokaler Lebensmittelproduzenten als Buffet getarnt stattfindet und wo Frau Harmtodt eine Weinbegleitung zusammenstellt, die bemerkenswert ist. Daraus ergibt sich dann der Besuch bei der Buschenschank Bernhart, die einerseits genial-guten Wein verkauft, andererseits dazu höchste Qualität auf den Teller bringt.
Die ganze Umgebung wirkt auf mich akzentuiert qualitätsorientiert, entschleunigt und selbstsicher.
Und um schnell wieder das Thema zu wechseln: Die beste Ehefrau hat wieder einmal 3 von 3 Rotweinsorten blind zuordnen können ... ich muss noch viel trainieren.
mari, 26.08.07 @ 00:12
so
macht man ein gutes diskussionsthema fade wenn man nicht beim "thema" bleibt.
Ab und zu ist es die Landschaft, die alleine schon entschädigt. Aber Österreich ist einfach zu teuer. Das stört immer wieder!!
adriano, 24.08.07 @ 11:24
Zieh´ Dich warm an!
Ich fange heute bereits zu trainieren an ...
OberkllnerPatzig, 24.08.07 @ 09:15
21. SEPTEMBER !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Preis-Achteln im Weidinger - wer stellt sich?
-ad-, 23.08.07 @ 23:09
seit jahren urlaube ich in österreich
und ausgerechnet heuer nicht. in der zeit findet glaub ich das preisachteln statt. nur steht da kein tag in der ankündigung. die uhrzeit allein ist dann doch etwas vage ... ;-)
-ad-, 23.08.07 @ 16:12
(ost)tirol
In Osttirol ist mir einer zuvorgekommen - dieselben Tipps hätt ich auch gehabt; gut ist es auch noch beim Strasserwirt in Strassen. Und sogar Nordtirol hat das eine oder andere Platzerl: Bärenbichl in Joching, Angerer Alm über St.Johann, Gemse in Zams, Schwan in Wattens, Löwe in Hall - ist halt alles sehr verstreut.
gourmetsteirer, 23.08.07 @ 15:10
Wenn du (Patzig) wie ich vernommen habe gerne in Kärnten urlaubst, dann fahr einfach weiter nach Osttirol und folge meinen Tipps. Dann noch ein kleiner Abstecher hinein nach Südtirol (ist ja auch fast Österreich). Ich könnte dir da den Seiterhof hoch über Toblach empfehlen. Ein restaurierter Bauernhof mit sehr guter Küche und einem traumhaften Blick in die Dolomiten.
usw., usw.
OberkllnerPatzig, 23.08.07 @ 14:56
Bitte mehr!
Wo sind die Bergjems´n hier? Ich urlaube nämlich verdammt gerne in Österreich und bin für Tipps bezüglich Alpinkulinarik dankbar.
Hier meine bescheidene Auswahl:
Millstädter See, Millstadt, Villa Verdin: sehr lockeres, wirklich feines Abendpapperl
Weissensee: Ronacherfelsen, beste Fischsuppe wo gibt und auch sonst großer Essspass.
gourmetsteirer, 23.08.07 @ 14:36
Nicht nur im Flachland
Ich denke nur an Osttirol. Wer einmal im Gannerhof in Innverlillgraten einige Tage verbracht hat und dort die herrliche Küche und die Gastfreundschaft der Familie Mühlmann genossen hat, wird anders denken. Ganz zu schweigen vom gut bestückten begehbaren Weinkeller.
Wenn Mann(Frau) am Strumerhof hoch über Matrei ein Lamm im Bergheu verspeist und ein herrliches Schnapserl auf``s Haus getrunken hat, wird beim herrlichen Blick in die Berge in diesem Moment sicher nicht an das Flachland denken.
Da wäre noch der Tirolerhof in Dölsach mit ausgezeichneter kreativer Küche und einem herrlichen Blick auf die Lienzer Dolomiten.
Nicht nur im Flachland auch in den Bergen lässt es sich ganz gut leben.
OberkllnerPatzig, 23.08.07 @ 12:12
Österreich ist zu weit gefasst
Runter von den Bergen! Man kann auch zwischen Ypps und Bratislava und zwischen Poysdorf und Kukmirn urlauben - und ständig vor der verzweifelten Frage stehen: Bei welchem herrlichen Wirten kann ich heute nicht essen?
Offensichtlich gibt es eine negative Korrelation zwischen Seehöhe und kulinarischer Qualität in Österreich, die Konsequenzen liegen auf der Hand. Urlaub in der Wachau, im Kremstal, am Wagram, Tulln Umgebung, Neusiedlersee und Wien.
andreasbigler, 23.08.07 @ 11:00
Urlaub ???
Ich war lange genug im internationalen Tourismus tätig um sagen zu können, der "handelsübliche" Urlaub steht in engster Verbindug mit Abzocke, egal in welchem Land. Wenn ich also Urlaub im üblichen Sinn machen würde, dann in Österreich, denn dann bleibt wenigsten die Kohle im eigenen Land und da man sowieso fast nur Ausländer in der Urlaubszeit antrifft, ist man eh nicht daheim ......
TomCool, 22.08.07 @ 17:01
ich glaub ja, lieber Patzig, ...
..., dass Du ein Angeber bist. 63 cm, wer will denn das überhaupt. So viel Blut gibt's ja gar nicht im Körper. ;-)
Ansonsten klingt dieses Angebot ja unwiderstehlich. Wie viele wären wir denn in der 8m²-kammer?
pivu, 22.08.07 @ 13:36
Im Vergleich zu Deutschland, oder noch schlimmer Holland z.B. ist's geradezu paradiesisch, in Ö zu urlauben. Vorausgesetzt nicht dort, wo die Deutschen und Holländer sich gerade rumtreiben.
OberkllnerPatzig, 22.08.07 @ 12:35
@TomCool
Umgekehrt! Du passt auf Unsere auf und kochst - dafür gibt es stickige 8 m2 Gesinde-Raum und strenge Klo-Zeiten.
By the way: Ich sag nur 64 cm und 6300 gr.
TomCool, 22.08.07 @ 11:40
@patzig
Natürlich würden die meisten auch gerne auf unseren Buben aufpassen. Aber derzeit geben wir ihn noch nicht her. Er hängt ja an der Brust. ;-)
piccolina, 22.08.07 @ 10:03
@ piccolo
Wie schreibt TomCool so schön: "Das Thema ist heiß", und wie heiß es ist, hat piccolo so unvergleichlich gut geschrieben.
Erschreckend ist für mich nur, dass nicht alle Köche/Köchinnen auf die Barrikaden steigen, den Aromatverbrauchern zeigen, wo der Wastl seinen Most holt!
Ich weiß, man muss ja leben... - oh, what a cruel world!
Mit allergrößter Bewunderung verneige ich mich vor unserem lieben "Dickschädel" piccolo und halte ihm alle Daumen die ich habe, damit er durchhält, um den wenigen Auserwählten das richtige Schmecken und Essen zu erhalten!
OberkllnerPatzig, 22.08.07 @ 09:21
@ TomCool
... ist Babysitten inklusive?
TomCool, 22.08.07 @ 07:32
nachtrag
Meistens wohne ich deshalb bei Freunden, denen ich den Urlaub mit meiner Kocherei abgelte. Potentielle Quartiergeber dürfen sich gerne und jederzeit melden. ;-) :-D
TomCool, 22.08.07 @ 07:31
Freunde, das Thema ist heiß
Und der Geschmackssinn der Masse längst zerstört. Der Geschmacksplebs will Convenience, weil er es gewohnt ist. Echte frische Küche, mit viel frischem Gemüse und Kräutern und Gewürzen statt Bouillonpulvern und Aromat wird nicht mehr angenommen. Ein Grund für das Ende meiner Selbständigkeit. Das Schlimme daran ist aber, dass mit frischer Ware mein Wareneinsatz stets niedriger ist als mit Convenience. Der Kunde fordert Convenience und will sie auch noch billiger.
Kunde: "Warum kocht Du nie was Gscheits?"
Gegenfrage: "Warum isst Du nie was Gscheits?"
Kunde: "Geh, gib mir a Leberkässemmerl und ghoit da dein Schmorrn."
So schaut sie aus, die Welt da draußen in den Wirtshäusern. Wer jenseits der Reichenghettos versucht, frisch und ehrlich zu kochen, stößt auf Unverständnis. Der Geschmack ist degeneriert. Die Medien machen Stress wegen Allergenen, aber Werbung für Geschmacksverstärker. Sellerie, Zimt sind gaga, Kürbisravioli mit 14 Zeilen Zusätzen sind toll. Geht einfach, geht schnell, bringt dem Körper nix, ist aber voll super. Weil man mit 10% des Kürbis auskommt.
Im Herbst kommen 2 Gerichte von mir in die Läden. Ich hab sie ehrlich gekocht, nix drin, außer Gemüse (sogar Biokürbis, aber nur, weil der billiger ist :-D), Kräuter, Gewürze und Wasser. meine Kollegen haben auch ein paar Gerichte untergebracht. Die Spezifikation wird eine A4-Seite lang. Meine Spezi heißt Gemüse, Kräuter, Gewürze.
Meine Gerichte sind die billigsten im Handel.
Das Ganze schreibe ich hier mehr als Antwort auf Piccolos Schreibe, zum Thema Urlaub habe ich auch etwas zu sagen. Ich mache total gerne Urlaub in Österreich. und ich esse auch immer toll. Aber ich kenn keine Wirten. Ich such mir nämlich mein Quartier immer so aus, dass ich selber kochen kann.
Meine Frage im Urlaubsort ist demnach nie die nach dem besten Wirten, sondern nach Standort und Handelszeit der Märkte.
PICCOLO, 21.08.07 @ 21:40
Aus der Praxis:
Ich habe da eine andere Idee. Ich war eben im schönen Gasthof Bauböck in Gurten zum Abendessen und sitze jetzt glücklich daheim. Ich habe mit Herrn Bauböck ein kurzes Gespräch geführt und da ist mir wieder das Blog Thema eingefallen. Weil ich habe obwohl wie Beide eher die amplifizierend Logik bevorzugen auch etwas Melancholie herausgehört. Das Leben ist hart in der Branche... Ich erzähle Euch jetzt was, darüber man nicht gerne spricht. Weil man das nicht für möglich hält.
Wirt zu sein ist in Österreich kein Honiglecken. Denn man braucht um den Beruf auszuüben nichts mehr zu können. Die einen haben Mäzene die anderen halten sich Köche wie Sklaven. Es gibt keine Selektion mehr und ein regelrecht schlimmes teilweise auch bösartiges Publikum, das wie Herdenvieh die Weiden abgrast und morgen schon woanders isst. Richtige Gourmetfabriksware eben ist.
Dann: Wenn ein guter Koch, der bekannt für seine Schmankerln ist, die er nicht unbedingt auf die Speisenkarte schreibt sondern auf Empfehlung verkauft einmal den Steuerprüfer im Haus hat, dann kanns passieren, dass er gleich pleite ist. Denn der Vater Staat, nach außen hin um die Kultur bemüht, wird dem Tourismusfuzzi mit seinen Konderven und der total einsehbaren Portionsbeutel - Küche keine Probelme machen. Mir schon, wenn ich eine Reduktion aus Wein herstelle und täglich zwei Liter Blaufränkischen einkoche, und der nicht genau erkennen kann ob ich die fehlenden Flaschen nicht schwarz verkauft habe. Verglichen wird man ja mit den 99,9% der Dosenfurzer. Oder daß eine andere Sache gänzlich unverkäuflich wird weils just niemanden munden will. Daher wird alles standardisiert. Da kann das Sackgesicht aus dem Finanzamt dann auf seinen Fingern ausrechnen....
Der Kundenbetreuer vom Metro wird überzeugend wenn er einem Gastronomen vorrechnet wie toll das Convienience Zeug ist. Es wird der Koch und der Finanzbeamte beherrschbar. Es kann wer ausfallen und eine Küche für 200 Personen täglich kann man mit ein paar Hilfsköchen locker betreiben.
Dann sind in Tourismusgegenden kaum Stammgäste unterwegs. Geschickte Wirte machen dann aber Ausnahmen, was mir immer wieder passiert, dafür danke ich dem Herrn. ! Verbeug und Kerzenspend!!
Bei meiner letzen Steuerprüfung gings auch ums Beuschel. Wieviel kriegt man aus einer Kalbslunge heraus? Und dann fand er einen Zettel wo Rehbeuschel drauf stand. Katastrophe. Hier hat der Prüfer sofort die Möglichkeit der Steuerschätzung, weil kein Einkauf da war und nur ein Beuschel offenbar verbucht. Ich dachte meine letzten Tage als Wirt hätten geschlagen 50000 Euro Strafe drohten mit Nebenkonsequenzen.
Jetzt nur der Faulheit die Schuld zu geben ist falsch. Die Guten verlieren einfach den Mut wenn sichtbar wird wir die größten Deppen ab und zu als Vordenker aufgestellt werden. Dazu noch von öffentlichen Feinschmeckern. Das macht vor allem die "angestellten" Köche mürbe. Auch solche die dann lange Jahre bei den Schülern von Schülern gearbeitet haben und gesehen haben wie gewerkt wird. Da wird kein gesunder Unternehmergeist geboren, weil sich kaum ein Spitzenkoch der strengen beruflichen Ethik unterwirft die besagt, dass der Gast Dir seine Gesundheit in die Hand legt. Nicht mehr und nicht weniger. Essen gehen ist jetzt nichts mehr als "Geld am Tisch legen". Will sagen die Speise die hie und da gegessen wird ist ein Geldersatz. Wer viel hat der isst halt anders... Man wills nicht unterm Scheffel stellen dafür hat man den Ersatz der Mahlzeiten.
5622, 21.08.07 @ 17:19
ojeoje
na ja: wir können es eben nicht mehr. das kochen.
woher kommt die rettung? von tv-koch-shows.
hab eben in "kerners kochbuch" geblättert. der freut sich im vorwort, dass es ihm gelungen ist, so viele menschen wieder für das kochen zu interessieren. und welche rezepte sind dann drinnen? "Garnelenpfännchen", "Steinbutt-Rouladen" und "geeister Cappuccino mit Apfelragout und Mandelsahne" (um nur einige der zahlreichen wunderwuzzi-rezepte zu nennen).
das Problem ist ja - was piccolo an dieser stelle schon öfters gepredigt hat - das heute keiner mehr weiß, wie ein gutes schnitzel gelingt. (zur ehrenrettung von kerners kochbuch: die rezepte von schuhbeck und sarah wiener machen sinn).
und so ist es eben auch bei unseren gastronomen: die meisten könnens nicht mehr und suchen nach fertigen lösungen in der metro. der teufelskreis ist wohl nicht mehr zu durchbrechen. schade...
jetzt hamma eben unsere dosengetränkgesponserten supertempel ganz oben und grausligs convenience ganz unten. dazwischen ist eine grausige mischung dieser beiden extreme zu bewundern.
einziger trost: in deutschland ist es noch viel schlimmer. oder bewegen wir uns diesbezüglich direkt auf deutsche verhältnisse zu? mon dieu. isch 'abe oongst...
-ad-, 21.08.07 @ 16:48
Einen Toast.
Nicht auf die österreichische Landgastronomie. Denn leider, leider, obwohl ich viele Umwege kenne: um Lokalrat gefragt, muss ich auch erst nachdenken oder nachblättern und bin dann wieder bei bemühten Wirten, die n i c h t der Wirtshausspezies entstammen, aber dafür frisch und halbwegs bodenständig und gut sind. Ich hab die sonjaas getroffen, um zwanzig nach neun gabs noch Jausenkarte, beim Gulasch hab ich auf Dose getippt und es gleich ausgelassen, aber dass der Toast sowas von ungetoastet war und nur durch klebrigen kalten Käse zusammengehalten wurde, samt Dosensalat, war schon ein besonders Gustostückerl!
Dass es auch anders geht, hat mir gestern ein bayrischer Wirt nicht so weit weg bewiesen: Freilich auch die Riesenportionen, aber so gut! Und frisch!
Offenbar scheint bei uns eine direkte Korrelation von Tourismuszone (mit oder ohne intellektuellem Rahmen wie zb Alpbach/Zillertal) und Billiggastronomie zu herrschen. Ich hatte das, etwas unzureichend, hier:
http://www.alacarte.at/cgi-bin/page.pl?id=1533
herauszukitzeln versucht.
Dass dann Lokale als Wirtshaus auftauchen, die damit eher nix zu tun haben, muss nicht verwundern. Aber wie gesagt, mir scheint das vor allem für Tourismusgegenden zu gelten. Und was ist man als Urlauber? Tourist. Was isst man? Touristenessen. Wirklich?
Irgendwie scheint es vonnöten, in Österreich urlaubend Schleichwegeanleitungen mit sich zu führen.
PICCOLO, 21.08.07 @ 16:33
Zuerst mein Urlaub in Kärnten.
Ich gönne mir immer eine Woche am Längsee. eine Pension 65 Euro die Nacht mit Frühstück. Halte ich für überteuert, denn es riecht nach Hilling im Zimmer weil das Abflussrohr der Dachrinne direkt in den Güllebehälter geht und dort automatisch umgerührt wird. Mit dem großen Pürierstab... Ich kenne dort im Bezirk St, Veit an der Glan zwei Lokale welche hausgemachte Kärntnernudlen herstellen. MAn kennt das ganz einfach wenn die Kräuter noch grün sind innen....
Sie haben aber dann wieder soviel touristischen Ramsch auf der Karte weil man glaubt ohne dieses Zeug kommt man nicht aus. Putencordonbleus und Pangasiusfilet mit Lachs gefüllt!!!!
In den letzten 20 Jahren habe ich dort immer wieder den Deppentest für gutes Essen gemacht. Eine Dame vor dem Tor des Friedhofs gefragt, oder den Bademeister, den Hausmeister vom Hotel, Bauern Holzknechte usw. Da ich vom Niveau gut zu diesen Personen passe ( ich esse wenn hungrig gerne von vollen Tellern und mag kein Suppen in Teetassen, den Salat gemischt mit Kernöl und das Dessert kann 100g schwer sein, hinterher gerne einen Fernet Branca) Keine dieser Herrschaften hat mir je einen Haubenkoch in der Gegend empfohlen. Sondern sie wußten in Piswag gibts am Dienstag den Schweinsbraten, in Launsdorf am Mittwoch Backhendl usw. Die Kärntnernudeln kommen fast flächendeckend vom Ellersdorfer... fürchterliche Teigpatzen die ab und zu innen noch gefroren sind, weil man die Kochzeiten nicht abschätzen kann. Jetzt gabs einen Lebensmittelskandal mit Kärntnernudeln, just als ich dort war.
Jetzt kreist am Feiertag alle 15 Minuten ein Hubschrauber überm Längsee mit Firmlingen und rund herum ist eine Teststrecke für Lehrbuben die an ihrem Mofa schrauben. Das nur nebenbei. Von Gäste verwöhnen haben diese Menschen dort keine Ahnung mehr. Das schlägt sich bis zum Frühstückbuffet durch. Dabei gibts nebenan im Mölltal den besten Luftgeselchen Speck, den mit Sicherheit kein Tourist in Kärnten je am Frühstückbuffet sieht.
perzik, 21.08.07 @ 16:02
kann den kommentar restlos nachvollziehen. ich fahre seit jahren regelmäßig von wien durchs burgenland - nirgends war ohne große umwege ein (!) lokal aufzutreiben, dass sonntag abends selbst kocht. da gabs erlebnisse mit dosengulasch, salaten aus der dose, eingeschweissten berner würsteln usw usf. wir haben es dann aufgegeben. aufgewärmtes convenience-futter bis zum abwinken!
dfw, 21.08.07 @ 15:32
warum bist auch dem wachstum entwachsen ? :-) kaiserschmarrn ist eher auch mit wenig gemüse.
hoffentlich liest das wer und klärt mich auf. dass selbst hinweise der speisinger nicht hifreich waren kann ich nicht glauben. muss ich wohl. das klingt ja alle ziemlich pessimistisch. ich glaub ich war schon mindestens die letzten zwanzig jahre nicht in österreich länger urlauben. am beschriebenen gastronomischen zustand lag's aber nicht.
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