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SPEISING Open

03.12.08 @ 17:29

das helle Lokal

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Als eigene Antwort auf meinen Eintrag zum Kaffee Alt Wien muss ich nun auf den einsetzenden Winter reagieren. Als bekennender Freund des Cafe Prückl liebe ich dort nicht nur die „ostisch angehauchte“ Küche um Allegemeinen und die Kuchen im Besonderen, sondern auch die riesigen Fenster.

Wiens graue Wochenenden von November bis April sind hinter solchen Lichtfängern noch am ehesten zu ertragen. Jeder Hauch von Sonne wird architektonisch mit offenen Mauern empfangen und hebt die Laune der Gäste. Angeblich beeinflusst Sonne die Psyche. Mag sein.

Dabei ist mein Wohlgefallen an solch offenen Lokalen nicht gerade anerzogen. Als Mühlviertler bin ich gewohnt, dass man winzige Löcher paradoxerweise als Fenster bezeichnet, mit Sprossen versieht und mit grindigen Textilien verhängt. Das ist letztlich ein essentielles Merkmal für ein „gemütliches“ Gasthaus oder Café. Aber eigentlich ist das auch schon egal, denn gesucht wird der finsterste Tisch im letzten Eck.

Wie soll man da noch gemütlich essen können?

4 Kommentare | Kommentar abgeben

mazi, 03.12.08 @ 21:28

Holla!
Ein l ist vorwitzig und stiehlt dem k die Show... Sowas!

mazi, 03.12.08 @ 21:27

Prückl
Ein Plus für die Durchlässigleit ist natürlich die Möglichkeit, auf der Straße zu flanieren, obwohl's draußen zu kalt ist und man ergo im Café sitzt. Das liebe ich. Dann nuckle ich versonnen an meiner Decaff Latte ;-), zerbrösle sowas wie ein Nussbeugel, male Muster am Tellerchen und träume, wer die Leute so sind, die im vorweihnachtlichen Wien durch die Straßen hasten... Viele Geschichten, sehr viele Geschichten...

dschungeltier, 03.12.08 @ 19:48

neinein
cafes leben nicht von der durchlässigkeit, im gegenteil, im hawelka waren meine lieblingsplätze gut versteckt hinter den säulen, nischenartig, geschützt, nur für eduard mit kaffee und birne erreichbar

Hirn_mit_Ei, 03.12.08 @ 17:40

so generell würde ich das nicht sagen
es kann schon sein, das abgeschottete abgeschiedenheit gemütlich ist. aber im falle von caféhäusern verhält es sich anders. cafés leben davon durchlässig zu sein und das gilt für das licht gleichermassen wie für die gäste. die gemütlichkeit entsteht eigentlich erst durch die unaufgeregheit. man ist drinnen, aber hat die strasse nie verlassen.

das abendcafè wie das anzengruber oder das alt wien oder auch das theatercafé in graz sind eine ganz andere kategorie. das sind zeitlose szenelokale, aber keine cafés im engeren sinne.

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