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SPEISING Open
05.05.10 @ 21:25
Gastronomie auf ökologisch großem Fuße
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O.k. das Wetter ist auch nicht mehr das, was es einmal war und Mai ist derzeit sicher auch keiner. Wie es dazu gekommen ist, dass sich das Klima wandelt ist eine Sache, aber ist es notwendig mit künstlichen Hilfsmitteln sich Jahreszeiten zu erschummeln? Wer meint ich rede von den Erdbeeren Anfang Februar und den frischen Spargelspitzen am Silvestermenü irrt. Es geht mir hier um die Außenraumgestaltung einiger Gastgärten. Heute gehe ich über den Karmelitermarkt und da ist ein neues Lokal namens Tewa, dessen Gastgarten trotz unverhältnismäßiger Kälte und Regen der Gastgarten geöffnet hält. Wie das? Nun ja, dem Regen konnte man durch einfache Mechanik, sprich wasserfesten Markisen Herr werden. Dagegen ist nichts einzuwenden. Aber die Kälte wurde mittels Außenheizungen bekämpft. Muss das sein? Auch diverse Après-Ski Etablissements nehmen bei Minusgraden Außenheizungen zur Hilfe und der ultimative Bösewicht in dieser Beziehung ist der Zanoni am Lugeck, der im Winter draußen heizt und im Sommer klimatisiert. Außenklimaanlage!
Menschen haben zigtausend Jahre Erfahrung im Umgang mit Jahreszeiten und diese Art der Jahreszeitennivellierung in eine Dauersauce von 22 Grad löst bei mir nur einen Fluchtinstinkt aus.
15 Kommentare | Kommentar abgeben
cmling, 13.05.10 @ 14:45
Nicht nur in der Gastronomie
Ich habe einmal gelesen, in Wien wird täglich der Grazer Tagesbedarf an Brot weggeworfen.
OberkllnerPatzig, 13.05.10 @ 11:45
... und was erst alles weggehaut wird in der Gastronomie ... ts ts.
andreasbigler, 10.05.10 @ 08:18
@ Ist ja nichts wirklich Neues
Richtig, das ist wirklich nichts Neues, aber das Thema konnte einfach so richtig schön neu aufgerollt werden und jetzt haben einige junge Grüne ein zusätzliches Umweltschutzthema, denn ein paar Heizschwammerl sind leichter abzudrehen, als Industrieschlote, was nicht heißt, dass ich die Gartenheizerei begrüsse, oder gar sinnvoll finde. Gastronomen, die ihre Außenanlagen versuchen zu heizen sollen einfach nicht über ihre hohen Betriebskosten maulen, da diese Outdoor - Heizkosten wirklich in keiner vernünftigen Relation zum damit erwirtschafteten Umsatz stehen und Gäste sollten sich einfach nicht in geheizte Gärten setzen oder stellen, dann wäre dieses Thema samt Heizgeräten bald nicht mehr relevant aber wahrscheinlich wird sowieso demnächst ein neues Gesetz erlassen, dass alternative Gartenbeheizungen vorschreibt, vielleicht dürfen dann endlich wieder Küchendämpfe einfach ins Freie geblasen werden ....
cmling, 09.05.10 @ 21:19
Ist ja nichts wirklich Neues
Außenheizungen kenne ich von Cafés auf dem Kurfürstendamm in Berlin seit den 60er-Jahren. (Jetzt gibt's die Cafés wahrscheinlich nicht mehr.)
Auch sehr verbreitet in Stockholm, wo ich vor zehn Jahren war.
Dadurch wird die Sache nicht umweltfreundlicher, das ist mir schon klar.
walterkunz, 07.05.10 @ 19:54
Mündigkeit
Nach jahrzehntelangem starken Tabakkonsum bin ich seit acht Jahren absolut clean, dennoch habe ich mir ein Herz für die Raucher bewahrt und finde die weltweit laufende Hetze gegen sie unschön und maßlos übertrieben.
Wenn ein Gastwirt oder sonst ein Unternehmer glaubt, durch irgendeine Maßnahme am Ball bleiben zu können, den Gewinn zu erhöhen bzw. nicht in die Nähe der Verlustzone zu kommen, oder gegen die Konkurrenz nicht ins Hintertreffen zu geraten, ja, dann wird die Ökologie offenbar zweitrangig, mit der Außenheizung kann man trotz der Energiekosten den Umsatz etwas erhöhen.
Es werden seit vielen Wochen preisgünstig Erdbeeren aus Spanien importiert, die LKW legen pro Fahrtstrecke knapp dreitausend Kilometer zurück und schaden damit der Umwelt ganz gewaltig. Nicht wenige Leute machen sich keinerlei Gedanken, greifen eifrig zu, und wenn endlich die heimischen Früchte am Markt sind, dann haben sich diese Leute an Erdbeeren schon satt gegessen.
Bei allem Respekt vor der Freiheit des Handels und des menschlichen Handelns, die Mündigkeit des Konsumenten ist gefragt, man muss ja nicht alles tun, was erlaubt ist.
--- 04.09.18 @ 20:56
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