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SPEISING Open

05.05.10 @ 21:25

Gastronomie auf ökologisch großem Fuße

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O.k. das Wetter ist auch nicht mehr das, was es einmal war und Mai ist derzeit sicher auch keiner. Wie es dazu gekommen ist, dass sich das Klima wandelt ist eine Sache, aber ist es notwendig mit künstlichen Hilfsmitteln sich Jahreszeiten zu erschummeln? Wer meint ich rede von den Erdbeeren Anfang Februar und den frischen Spargelspitzen am Silvestermenü irrt. Es geht mir hier um die Außenraumgestaltung einiger Gastgärten. Heute gehe ich über den Karmelitermarkt und da ist ein neues Lokal namens Tewa, dessen Gastgarten trotz unverhältnismäßiger Kälte und Regen der Gastgarten geöffnet hält. Wie das? Nun ja, dem Regen konnte man durch einfache Mechanik, sprich wasserfesten Markisen Herr werden. Dagegen ist nichts einzuwenden. Aber die Kälte wurde mittels Außenheizungen bekämpft. Muss das sein? Auch diverse Après-Ski Etablissements nehmen bei Minusgraden Außenheizungen zur Hilfe und der ultimative Bösewicht in dieser Beziehung ist der Zanoni am Lugeck, der im Winter draußen heizt und im Sommer klimatisiert. Außenklimaanlage!
Menschen haben zigtausend Jahre Erfahrung im Umgang mit Jahreszeiten und diese Art der Jahreszeitennivellierung in eine Dauersauce von 22 Grad löst bei mir nur einen Fluchtinstinkt aus.

15 Kommentare | Kommentar abgeben

Schoeberl, 07.05.10 @ 10:44

So sieht's die Industrie:
"Der Brennstoff ist ein Propan/Butan-Gemisch, das energieneutral als Abfallprodukt bei der Erdölverarbeitung (Erdöl- und Erdgasdestillation, thermisches Cracken) entsteht. Bei der Stromgewinnung hingegen werden zusätzliche Ressourcen wie z.B. Kohle, Erdgas etc. verbraucht. Darüber hinaus hat Flüssiggas (Propan/Butan) einen der besten Emissionswerte der verfügbaren klassischen Energieträger und die EU-Kommission hat Flüssiggas deshalb zu Recht zum alternativen Kraftstoff erklärt."

Quelle: http://www.terrassenheizer-online.de/?gclid=CP7x9LfXv6ECFQO7ZwodrnKp9Q

Schon 2007 in Wien hat der Umweltsprecher der Grünen, Rüdiger Maresch, in einer Aussendung auf einen hohen Emissionsausstoß solcher Heizungen hingewiesen.
http://www.wienweb.at/content.aspx?menu=1&cid=143770

Sein Vergleich: Eine Gas- oder elektrisch betriebene Außenheizung in einem mittleren Gastgarten würde in zwei Wochen soviel Kohlendioxid wie ein Haushalt in einem ganzen Jahr in die Luft blasen.

Ich kenne mich mit diesen wichtigen Details der "Heizschwammerln" zu wenig aus, um mir ein Urteil selbst zu bilden. Und ich bin auch ideologisch nicht gefestigt genug, um der einen oder der anderen Seite vorbehaltlos Glauben zu schenken.

Natürlich verbraucht es zusätzliche Energie. Aber ist das nicht bei den vielen "Fortschritten" so? Ich denke da Z.B. an die Berge von Sondermüll durch ausrangierte Handy-Akkus.

Wenn es nur irgendwie ökologisch vertretbar wäre - wie gesagt: ich weiß darüber zu wenig - würde ich mir, wäre ich Betriebswirt, eine partielle Außenheizung anschaffen.

Ich glaube viele denken so. Wenn der Mitbewerber schon eine hat, die Gäste diesen Umstand begeistert annehmen, dann brauche ich auch eine.

Dass sie das tun, habe ich heuer an kalten, regnennassen Tagen an der Alten Donau (Crèperie) und am Würstelstand (Albertina) beobachten können.

Und wie schon von einem Vorposter erwähnt: Das verschärfte Rauchverbot im Inneren wird spätestens im Herbst zur Verbreitung das seine beitragen.

Hirn_mit_Ei, 07.05.10 @ 10:40

ich glaube ja auch, dass die militanten raucherInn
und nichtraucherInnen mit ihrem konflikt an vielem übel dieser welt schuld sind, aber diese idiotie kann ich ihnen nicht zuschieben, denn das gibt es schon länger als die ganzen rauchverbote.

cmling, 07.05.10 @ 01:33

Eben
Rauchverbote sind umweltschädlich.

dschungeltier, 06.05.10 @ 17:54

danke hirn
dieser kommentar war längst fällig.
leider wird sich durch kommende rauchverbote dieser trend noch verstärken.

OberkllnerPatzig, 06.05.10 @ 16:09

Exakt.
Die Außenheitzungen sind das Letzte.

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