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SPEISING Open

20.07.12 @ 09:01

Die Idioten

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Da sitzen die Menschen im selben Flieger, und der eine zahlt 480 Euro, sein Sitznachbar 230 Euro und eine Reihe davor fliegt jemand um 48 Euro mit. Wer von den Dreien ist laut Werbung der Idiot?

Sind Sie gerne Idiot? Gehen Sie noch zu normalen Preisen essen? Zu Preisen, die ein Wirt kalkuliert hat, um sein Geschäft betreiben zu können? Warum sollten Sie.

www.lafourchette.com , eine gut gelungene Gourmetplattform aus Frankreich, gibt Restaurantbetreibern die Möglichkeit, Restplätze anzubieten. Auf A la Carte Gerichte gibt es dann 30 bis 50 Prozent Rabatt. Und dann sitzen sie wieder nebeneinander, die Schnäppchenprofis und die Idioten. Die Frage ist, wie lange lassen sich die Idioten das gefallen?

9 Kommentare | Kommentar abgeben

OberkllnerPatzig, 27.07.12 @ 15:31

Gut, aber welches Gericht macht dann Deiner Meinung nach so richtigen Aufwand in der Küche - ohne, dass diesen der Preis verraten würde?

PICCOLO, 27.07.12 @ 14:51

herr Ober..
Das Beuschel hat relativ wenig Aufwand.´

Den schlund herausschneiden, dann im Gewürzsud kochen, Kalt abschwemmen. Schneiden. Für ein Kalbsbeuschel 3 Minuten. Derweil eine Roux ansetzen und mit fertig gewürzter bouillon aufgießen. Nachwürzen damit es wie Beuschel schmeckt und das "Geschnittene dazu. Fertig.
auf einmal gut 15 Portionen für Wirtshaus oder 100 Portionen für den "Chichi quqaqua" Laden gemacht. . Wareneinsatz etwa 10 euro. Erlös
15 mal 6 Euro oder 100 mal 6 euro...

Filetsteak.
Gutes Rinderfilet 1 kg 40 Euro... davon 15 5 dazu für den Abschnitt der nicht als Steak passend ist.

Wareneinsat pro 100g etwa 5 Euro.

Dabei muß beachtet werden, dass ein Rinderfilet nur einen Bruchteil des Gesamtgewichts eines Ochesen ausmacht, als relativ rar angesehen werden muß.

Um zwei Filets zu erhalten muß ein Tier von 500 kg geschlachtet werden, das ca 200kg verwertbares Fleisch erbringt.

Es muß ja im Wirtshaus immer Sachen geben wp man auf Grund der Seltenheit eben mehr verlangen kann, und solche Sachen die etwas leichter zu kriegen sind auch auch billig verkaufen kann.

Zwei Dinge muß ein Wirt am Gast befriedigen können: Den Hunger und die Lust nach Delikatessen. Das Beuschel ist für den Hunger, das filet eine Delikatesse. Das ist nur heute durcheinandergekommen. Da machen Köche aus dem Beuschel eine Delikatesse, solange bis solche Sachen kein Hungriger kauft... ;- )

12360AdErl, 25.07.12 @ 14:40

@Oberkllner Patzig
....richtig kalkulieren müssen sie schon selber.

Diese überspitzten Meinungen führen dazu, dass ich mich meistens mit Kommentaren in Speising zurück halte.
Liebe Grüße

OberkllnerPatzig, 25.07.12 @ 08:59

... dann würde ich mich über eine Speisekarte freuen, die nach dem Kochaufwand bepreist ist, und nicht nach der "Wertigkeit" des Produkts.
Das Filetsteak geht dann gegen Null, und das Beuschel bekommt den Preis vom Steak. Oder?

12360AdErl, 25.07.12 @ 07:57

Vollkommen richtig
Gratuliere Herrn PICCOLO zu seinen Beiträgen. Wenn beim Bäcker um den Preis für handgefertigtes Gebäck gefragt wird und dann: wenn ich aber 300 Stk. nehme, welchen Preis bekomme ich dann????? Hallo? Das ist dann nicht 1 Stk. Arbeit sonder 300 Stk!!!

Beim Konditor: Eine kleine Torte (wie sie es nennen mit allem Chichi) was halt grad noch Platz hat am Törtchen und was kostet das? Also genau soviel wie eine normal große Torte, denn wie sie es auch richtig kalkulieren, der Wareneinsatz ist nicht das große Thema. Die Löhne, die Steuern, eventuell die Miete, die Neuanschaffung von Geräten etc........das alles müssen ja die günstig herstellenden Privaten Damen nicht entrichten..............

PICCOLO, 22.07.12 @ 14:57

man könnte viel billiger sein...
..nur unsere Vordenker, zu 150% vom Welthandel gesteuert verdonnern die Gastronomen in ein Hamsterrad: Vielfalt ist gefragt, jeder Chichi muß mitgemacht werden. Ganz typisch zu sehen wenn man sich Convienience food Magazine der Großmärkte vornimmt. Da wird gepatzelt und mit Produktvielfalt onaniert, dann noch die Pickerlbio - Mentalität ausgelebt... Und überall anderswo auch, bei den TV Brutzlern uvm..

Wenn ein Wirt nur ein zwei wirklich gute Menüs bietet kann er billiger sein als Macdonalds. Daher sage ich ganz offen, dass unsere "schreibenden" Freunde nur den Großmärkten in die Hände arbeiten. Kein Wunder ich kann mir ja keinen Redakteur anstellen und mir ein Hochglanzhefterl schreiben lassen.
Schau ich kauf das Kalbsfleisch im Ganzen ein, Da könnte ich locker ein Kalbsschnitzel um 5 Euro verkaufen. Aber ich brauch einen höheren Zuschlag weil ich für die Vielfalt auch mehr Arbeiter brauche, und die kosten das Geld.

dschungeltier, 22.07.12 @ 10:54

geiz ist blöd
man hats doch in der katz gesehen wohin es führt. ins nichts.
es macht schon sinn nach lokalen mit gutem preis/leistungsverhältnis zu suchen aber schnäppchenjagen ist was anderes. ich kann für kein geld kein 3 haubenmenue erwarten und wenn ich es tue, dann werd ich enttäuscht werden. ich brauch kein chichi und ich lass mich preislich nicht gern pflanzen, aber ich weiß, dass ich um 5 € kein anständiges schnitzel erwarten kann.

PICCOLO, 20.07.12 @ 21:40

toll...idioten überall..
Wenn man so schaut wie sich gewiefte Leute anstrengen, ohne einen Handstreich arbeiten zu müssen, dabei stets ans richtig massig Geld scheffeln denken, dann wirds einem leicht schwindlig, was für Nudeldrücker sich da mittels PC auf der Welt herumtreiben. Vom Online Müsli bis zum Körberl mit den zusammengewurschtelten "leckeren" Rezepten ist alles möglich.
Das hilft nicht eine bessere Welt zu schaffen, das hilft bestenfalls noch mehr Müll zu produzieren, und nicht wenige solche Plattformbetreiber sehen sich beim Konkursrichter mit ganz fassbaren Problemen konfrontiert.

Es sind immer die "Aufgeiger" die ihre Idee zuerst der "Presse" unterbreiten. Da gehts dann mit Titeln wie CEO.. Geschäftsführer usw... Habe nichts und bin doch wer....
Unsere gesichtslosen Zeitungen sind hungrig nach neuen Themen und schnell ist ein "Nobody" ein "Somebody". Wer Facebook "gelernt" hat , weiß wie viele "ultrageile Affen" aus der Gastronomie sich dort einen abwixxen. Vom Pansch - Olivenöl bis zum Spezial Kuruma ..alles gibts. Hundsgogerl Sommellieren usw...

Ích hab das mit den Schnorreren, die es immer gab, immer gerne gleich abgestellt. Wasser gratis gibts nur für Stammgäste, und solche werden das nur wenn er mich und uns als Wirte "leben" lässt. Der andere soll sich schleichen und sich eine andere Milchkuh suchen an der er Tutteln mag.
Wer zu mir kommt , hat einen ordentlichen Appetit und bekommt dafür Sachen die in ihrer einzigartigen Seltenheit kaum irgendwo auf der Welt nochmals angeboten werden. Ich "onaniere" das nur nicht in jeder Gastrogazette herum. So einen Gastro-Siff Redakteur habe ich erst vor drei Tagen Mohres gelernt.

Bei mir kostet eine kleine Portion genau soviel wie eine Übergröße. Der Wareneinsatz spielt heutzutage wirklich keine Rolle, die Arbeitskosten jedoch sehr!. Das kennen die Journalisten leider nicht und schon gar nicht diese die sich "Gourmet" nennen.

Restplätze?? Das geht im touristisch intensiven Stoßgeschäft Korridor zwische nMontmartre und Saint Germain. Aber nicht in Salzburg. Dort sind oft ganze Lokale totale Restplätze außer ein geldschwangerer Festspielmäzän schmeißt mit abgeuzockten Tantiemen eine Fressorgie.

Wir haben in Österreich einen Wildwuchs an gastrosophisch definierbaren Unsitten, die sich ab und zu auch in normalen Gaststätten entladen. Die Gourmettempel haben jetzt bereits Schwierigkeiten gutes Personal zu finden, weil dort mehr als überall sonst solche Obertrottel als Gäste tummeln, die glauben dass Wirte, Kellner und Köche sowieso für Geld alles machen was man an sie heranträgt.

Dazu kommt noch die Wettbewerbsverzerrung durch ungerechtfertigte Besteuerung. Ein Lokal in Wien hat 2 Millionen potenzielle Gäste vor der Türe. Wir haben 100000. 2000 Gaststätten welche geöffent haben müßten eigentlich täglich überfüllt sein. Am Land muß man bedeutend mehr dafür tun um erfolgreich zu sein und man hat mehr Konkurrenz, denn um die 100000 potenziellen Kunden buhlen hier auch gut 1000 Lokale..

OberkllnerPatzig, 20.07.12 @ 09:16

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