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SPEISING Open
04.10.12 @ 10:14
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Ich zitiere einmal aus der Presseaussendung:
"... delinski - smart table booking vermittelt frei gebliebene Tische in den besten Restaurants der Stadt – und davon profitieren alle. Der Gast darf sich über einen großzügigen Nachlass von 30% freuen, der Lokalbetreiber über eine optimierte Auslastung. [...] Ob schwacher Abend oder in letzter Minute geplatzte Reservierungen, selbst die besten Restaurants haben manchmal unbesetzte Tische. [...]
Es geht also darum, dass ein Wirt einen kurzfristig frei gewordenen Tisch über die Plattform www.delinski.at zur Verfügung stellt, in der Hoffnung, diesen durch den Rabatt von 30% doch noch an dem Abend zu verkaufen.
Erster Gedanke: nicht blöd.
Zweiter Gedanke: aha, über 30% Marge im Schnitt also locker möglich. Das glaube ich nicht.
Dritter Gedanke: probier es aus. Was kommt dabei heraus?
Beim Gaumenspiel ist schlicht und einfach der Versuch zu erkennen, Tische an dem Abend zweimal zu verkaufen. Nicht spontan freigewordenen Tische, sondern Kontigente werden angeboten, immer mit der Auflage, bis 20:30 Uhr fertig zu sein, damit der Tisch dann für die nächsten Gäste frei ist.
Nicht blöd, eigentlich. Aber gescheit?
25 Kommentare | Kommentar abgeben
andreasbigler, 28.10.12 @ 11:56
@ Patzig
100 Punkte von 90 möglichen für Patzig, denn du hast es auf den Punkt gebracht.
OberkllnerPatzig, 28.10.12 @ 11:40
Ein mögliches Szenario:
Die mitmachenden Betriebe bieten, wie bereits Tatsache, stets über Wochen hinweg, Tischkontigente zu -30% an.
Diese Kontigente sind immer ausgebucht.
Potentielle Neukunden warten auf ein neues Kontigent, anstatt einen 100%-Tisch zu reservieren. Man kann auch in zwei Wochen ein neues Lokal "testen".
Was passiert: Die Vollzahlertische bleiben leer, die rabattierten Tische sind voll, der Wirt ist angehalten, mehr rabattierte Tische anzubieten, da er die Vollzahlertische nicht mehr verkaufen kann.
Der gesamte Trend geht zum Nachteil der Branche - und damit zum Nachteil der Kunden.
mvesely, 27.10.12 @ 10:31
Ich sehe das nicht so negativ.
Wenn die Angaben hier und auf der Delinski-Homepage stimmen, dann kann das durchaus funktionieren. Der Bezahlvorgang ist so diskret, dass Vollzahlern nicht auffallen dürfte, dass die Gäste neben Ihnen weniger zahlen und die Kosten für den Gastronomen erlauben zumindest einen positiven Deckungsbeitrag. Allerdings muss auch hier der Gastronom wissen, was er tut. Im negativen Extremfall muss er - vollzahlende - Walk-Ins abweisen, weil er die letzten freien Plätze für Delinski blockiert hat und dort werden sie dann doch nicht gebucht. Das Ergebnis: Ein Totalausfall statt Vollzahler. Deshalb eignet sich dieses System am besten für Lokale, die gar keine Walk-Ins erlauben und über genügend freie Kapazitäten verfügen.
Delinski, 22.10.12 @ 14:32
delinski hilft allen Wirten!
Die Dienstleistung "delinski" hilft mit Sicherheit allen Gastronomen. Daran gibt es keinen Zweifel, hier die eindeutige mathematische Begründung:
Wenn man den Wareneinsatz eines Restaurants, der durchschnittlich zwischen 25% und 35% beträgt, in die Deckunbgsbeitragsrechnung einpflegt, so sieht man ganz klar, dass ein Wirt bei delinski jedenfalls einen Betrag lukriert, der über die variablen Kosten hinaus geht, und damit dazu dient Fixkosten abzudecken, die er/sie ohnehin schon hatte. Konkret: der delinski-Gast zahlt 70% des Vollpreises. Damit bleibt dem Gastronomen jedenfalls nach Abdeckung des Wareneinsatzes und der Vermittlungsgebühr an delinski (ca. 3%) ein Deckungsbeitrag von 32%-42% der bezahlten Summe über. Mit diesem Betrag können Fixkosten (Miete, Strom, Personal, etc.) bedient werden, die es vor delinski genauso gegeben hat.
Die Grenzkosten für die Bedienung eines Gastes bleiben in der Gastronomie ja gleich bis der Wirt eine weitere Person im Service/in der Küche anstellen muss um die erhöhte Nachfrage zu decken. Das wäre der einzige Fehler, den man bei der Verwendung des Systems begehen kann. Man darf sein Lokal über delinski nicht so weit auslasten, dass man die Kapazitäten erhöhen muss, und damit eine Grenze erreicht, bei der sprungfixe Kosten entstehen.
Kein einziger unserer Wirten lastet sein Lokal zu 100% über delinski aus. Nur weil gute Zeiten langfristig buchbar sind, weiß ja niemand wie viel Plätze das genau sind. Ich kann Ihnen sagen, dass es sich hier typischerweise um 5-15 Sitzplätze handelt - bei Restaurants mit einer Kapazität von 50-200 Sitzplätzen.
Von blöden Wirten kann also keine Rede sein. Wenn dann reden wir hier von besonders gescheiten Wirtschaftern!
PICCOLO, 14.10.12 @ 20:07
Voll-Schaden
Auf was die Leute alles kommen....
Wenn ich als ordentlich reservierender Kunde dann von einem "dahergelaufenen" Billigkunden am Nebentisch so angeschaut werde als hätte ich beim Zahlen einen Dachschaden...dann weiß ich warum.
Man sollte die Meldung ausgeben:
Geht ja nicht in ein gutes Restaurant, weil wenn ihr "last Minute" bucht habts 30 Prozent Rabatt.
Egal was dafür oder dagegen spricht, bei der Steuerprüfung möcht ich nicht so ein Wirt sein... :-)1
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Tischgespräche --- 11.05.07 @ 11:48
Das Gastlog --- 04.09.06 @ 16:45
Das Weinlog --- 06.05. @ 11:56
Christoph Wagner's Weblog --- 04.02.06 @ 13:33