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Tischgespräche
12.02.07 @ 08:21
Sag mir, wo die Frauen sind
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Köchinnen kochen, aber künsten nicht.
So kurz zusammenfassen möcht ich die Anregungen, die im vorigen Beitrag daherkamen. Auf der Frage nach den Spitzenköchinnen und ob sich die in Schweden verstecken.
Malerinnen, Komponistinnen, Köchinnen: mangelndes Kreativitätsbewusstsein oder weiblicher Lebenszusammenhang? Toben Sie sich aus! Ich geh derweilen arbeiten ....
93 Kommentare | Kommentar abgeben
kubse, 13.02.07 @ 15:15
Mal von der anderen Seite
Da an diesem Thread auch mal katiza aktiv wurde, möcht ich dich bitten mit mir kurz mitzudenken:
Wir beide haben doch schon des Öfteren den Sepp Hausberger genossen. (siehe "Kokoro")
Seine Küche ist weder Urmutterkost noch Filetbauklötze schupfen. Von daher irgendwie in der Mitte, derweil aber trotzdem fest im Boden verankert, nicht in seiner Tiroler Heimat vielleicht, sondern in dem seiner Wanderjahre. Alles gut und schön, das kann eine Frau auch.
Aber ich denk jetzt daran, wie er Weltmeisterschaftsmedaillen und -urkunden sammelt wie andere Briefmarken, wie er allein in dieser winzigen Küche steht und 10 Tische auf einmal mit Hauptgerichten versorgt (natürlich mit demselben, das ist klar), wie er dabei immer noch liebevolle, verspielte und trotzdem sinnvolle Details anbringt - das ist doch auch ein einziger EGOTRIP, wenn auch ein äußerst sympathischer und genussbringender. Und nun, liebe katiza, die du den Sepp besser kennst als ich, sag, ob du dir eine Frau vorstellen könntest, die an einem solchen Egotrip ihre Freude hätte, ich meine wenn sie ihn selber durchzieht. Und das 6 Tage in der Woche. Da ist von tödlichen Waffen und Kühlhaus nicht die Rede, der macht sich seinen Gegenwind sozusagen selber.
mazi, 13.02.07 @ 13:34
Na servus Ferdinand...
..., das waren Ansagen!! Ich staune wirklich, lieber dfw (langsam komme ich mir ja fast schon peinlich naiv vor...), und es gibt auch Grund dazu. Eine so scharf gewürzte Abrechnung fast bar jeden Humors, wie piccolo sie abgeschickt hat, brennt ziemlich! Anscheinend ist das ein riesiges Aufholgebiet, das sich da auftut: die Idee mit dem "Speisinger" für "artgerechte Behandlung" von Gastwirtschaftspersonal gefällt mir. Vor allem, weil wir ja eine große Community sind und nur wenige von Angesicht bekannt, sonst wird ja wieder nur vorgegaukelt. Ein entsprechendes Logo müsste noch gefunden werden... ein Proseccoglaserl wohl eher nicht:-)) Ich lass meine kreative Gehirnhälfte mal kreisen...
Und nur am Rande zum Thema "ist" oder "hat" gehangen - gestern war im Standard eine wunderbare Kolummne von dag auf der Vorderseite. Wer immer Zeit hat, möge sich das nachlesen!
kubse, 13.02.07 @ 13:30
Oder
Gertrude Sodoma?
kubse, 13.02.07 @ 12:43
Gibt's wirklich keine Frauenküche?
Was ist mit zB der martha Grünauer?
PICCOLO, 13.02.07 @ 12:31
An die Runde...
Tom´s Bericht und die laufenden Spekulationen veranlasst mich zu folgender Überlegung:
Ist es nicht so, dass sich jetzt Frauen in einem Beruf, der eine Kunst sein soll, üben, dessen Grundbedingungen durch viele Jahrhunderte von Männern und FÜR Männer ausgerichtet wurden?
Ich habe vor vielen Jahren, als noch niemand am Image der Gourmetmafia Österreichs zu kratzen wagte, bei einem Besuch der hiesigen Gastronomiemesse, einer bekannten Haubenköchin die in einem Glaskäfig mit ihren Lehrlingen arbeitete, lange zugesehen. Die Person tat mir dabei nicht leid, es war ja eines jener "Mannsweiber" wie ich sie aus meiner Berufslaufbahn zur genüge kannte. Solche die es auch in der Welt der selbsternannten Feinschmecker bis ganz oben schaffen können.
Verbissen, hartherzig, strebsam, ehrgeizig, immer auf ihr Geschäft bedacht, rücksichtslos gegen jeden der sich nicht hat in ihr gekünsteltes System einfügen konnte oder wollte. Geeicht auf "cross" flaumig und ziemlich säurebeständig. So ein Frauenzimmer wie es das Gastgewerbe seit der Antike, belegt durch ungezählte Anekdoten immer wieder in Verruf gebracht hat. Das andere Pendant zu dieser Künstlerin waren jene Wirts- Hoteliergattinnen die ich selber kennen lernte, welche selbst im Abfall nach Verwertbaren Resten für das Personalessen stocherten, oder Küchenchefs zur Rage brachten weil sie derartig geizig und penibel jedesn Krümel verfolgten der sich durch den Fertigungsablauf bewegte.
Eine Power - Frau, ein Marktwirtschaftszombie der obersten Kategorie, ihr Mann stand im Anzug mit den gastronomischen Gescheitbären der Messe im selben Glaskäfig, das Proseccoglaserl in Händen, ganz sicher ein Typ der sich schon seiner Bauweise nach, nie nach Bierkisten und am Boden liegenden Glasscherben bücken konnte. Kurz: Das Gastgewerbetraumpaar des Jahres nach Gault Millau.
Soweit dieser Mensch. Die Frau sah man dann doch auch. Auf dem zweiten Blick, für mich von der Person die sie mimte, getrennt. Transpirierend unter den Achseln ein großer feuchter Fleck, das Gesicht lies frühere feine warme Züge vermuten, schon in den Wechseljahren, durch den Stress ein Schweißausbruch nach dem anderen
unbewusste, unsichere Blicke zur Außenwelt und das nette Kleid. Aber sonst nur Kopf und Beine
Ja! Der Mensch ist eine Maschine. Zur Hölle Cartesius!
Man kann an diesen Beispielen gut erkennen worum es bei der aktuellen Frauenkochkunst geht. Man will die Geschlechtergleichheit auch in der Feinschmeckerei demonstrieren und findet oder erzeugt Frauen welche, wenn man ihre Einstellung zur Kochkunst sehen könnte, Vollbärte wie die Taliban tragen müssten, und nicht nur dadurch jeden Rest fraulicher Eigenständigkeit längst verloren hätten. Von den Gourmetmafiosi geschändet werden sie Versatzstücke femininer Lächerlichkeit auch im Käfig wo draußen die Guckkastenproleten in Person Gastgewerbe Torfköpfe, kuhfladengesichtig staunen und sich beschämen können um gleich nebenan die Instant - Version jener Küche zu erwerben..
Frauen mit Werbeaufträgen tragen ihre „Mütterlichkeit, Fürsorglichkeit alles den Frauen angeborene Fähigkeiten auf einen Markt, der diese Qualitäten eben nie hat. Am Ende ist es schnell durchschaut und für eine tiefere Betrachtung uninteressant. Mit einer richtigen Frauenküche wäre das nicht möglich. Eine Frauenküche ist in dieser Zeit mit diesen Grundvoraussetzungen undenkbar.
Was meint ihr dazu ? Da müssten wir doch einmal daran arbeit. Das wäre doch etwas für uns Freunde? Schneiden wir unserer Küche doch das Zumpferl ab!
--- 04.09.18 @ 20:56
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--- 04.11.17 @ 09:30
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--- 09.10.17 @ 20:27
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--- 18.04.17 @ 12:49
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--- 13.10.16 @ 13:42
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