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Tischgespräche

19.04.07 @ 08:58

Der Weg allen Fleisches

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Auf welche Art auch immer wir uns nähren, uns all die Köstlichkeiten des Lebens und der Küchen einverleiben: ein guter Teil hiervon muss den Körper wieder verlassen, in verdichteter Form – Essenz des Bösen, dessen wir nicht bedürfen, während wir das Gute speichern und zu Besserem transzendieren? Wie auch immer, für dieses Verlassen gibt es so gut wie nur einen Weg, welcher bedingt, dass wir die vollen Tische verlassen und den Weg zu jenem Ort suchen, wo dem eigentlichen Verlassen Platz gegeben wird.

Diese Orte, gern auch Örtchen genannt, (das „still” hab ich nie verstanden), haben ihren jeweiligen Lokalkolorit; der aber muss nicht immer zum sonstigen Ambiente von Gasthaus oder Restaurant passen und wird zunehmend auch als eigene designwürdige Stätte in den Blickpunkt geschoben. Ich für mein Teil benötige keine Wohnzimmeratmosphäre auf der Toilette, mit Rüschenvorhangerl, Polsterstühlchen, ganzer Frisörausstattung und Kosmetiksalonbedarf (vor allem in Landhäusern zu finden) – von schlichtem Weiß bis dunklem, edlen Stein, möglichst geradlinig, vor allem aber funktionell bin ich schon völlig zufrieden gestellt. Wesentlicher als die ambientale Selbstverwirklichungslust von Gastronomen oder Innenausstattern sind mir die essentiellen Details wie Papier- und Seifenqualität! Vor allem letztere: immer öfter fällt mir auf, dass extreme Duftbomben in den Spendern deponiert sind, die erst bei Tisch so richtig explodieren und die weitere Verfolgung des Mahles mit abstrusen Exotikdüften unterlegen, ganz zu schweigen von der Unmöglichkeit, dem Wein noch seine eigentlichen Aromen zu entlocken, weil die Hand am Glas sich so in den Vordergrund drängt.

Mit Rücksichtnahme auf allgemeine Sitte und Anstand, wie sie diesen Weblog ja auszuzeichnen pflegen, geht es diesmal n i c h t um Ihr persönliches Wie, sondern um die wie auch immer gearteten Vergnüglich- bis Unzuglänglichkeiten der den Essensaufnahmestätten angeschlossenen Toiletten – ein mit Sicherheit ergiebiges Thema!

55 Kommentare | Kommentar abgeben

dschungeltier, 03.08.07 @ 17:52

also so ists doch nicht
dass das was in uns bleibt das gute und das was uns verläßt das böse ist. denn das was uns verläßt macht uns wenigstens nicht fett und träge sondern schafft platz für neue genüsse. außerdem schützen ballaststoffe vor allerlei zipperlein des darmes und sind sehr wichtig für unser wohlbefinden.

und den durchfall, durchaus imperativ oft schon kurze zeit nach restaurantbesuchen, durchaus nicht nur billigen, beklage ich sehr oft. da er aber gleich wieder vorbei geht, empfinde ich ihn bestenfalls als lästig.

und ich sehne mich oft nach der guten alten kernseife von hirsch. nebst ordentlichen handtüchern, die nicht vom weichspüler unbrauchbar gemacht wurden.

QUARK, 26.04.07 @ 15:29

Vom Dünnpfiff..
..nach Restaurantbesuchen hat niemand zu berichten? Ich als einziger ausserirdischer in dieser Kommunität habe da so meine Probleme. Besonders in hiesigen billig Gaststätten. Einerseits esse ich Maden für mein Leben gerne, andererseits werden diese Sachen bei den Terranern derartig schlimm gepflegt, obwohl wir schon bei 50000 Personen hier sind. Sind wir kein Markt?? Oder können die Erdlinge mit uns kein Geschäft machen
??

PICCOLO, 25.04.07 @ 09:06

@karlheinz
Danke für die Aufklärung.In der Tat denkt sich der "Kernölfremde" das Öl sei mangelhaft ob der Bräune. Ich dachte es geht so wie beim Olivenöl, dass sich bereits ausgepresstes Gut nochmals verwerten lässt. So wie beim Orangensaft wo Enzyme zugefügt werden und noch einmal gepresst wird für die Konzentrate usw. Ich schmiere das Öl zum Test immer auf weißes Porzellan. Da kommt die grüne Farbe auch schön zum Vorschein.

Zur Toilette und zur braunen Farbe habe ich einst in einem großen internationalen Hotelkonzern erlebt, dass man dort Teller mit braunen Rändern ( in den 70er Jahren waren Teller mit breiten Farbrändern modern) nicht wünschte. Man merkte in allen Restaurants wo braune Tellerränder waren ein statistisch erfasstes überdurchschnittliches Reklamations - Vorkommen. Ein Analyst stellte dann verbindlich fest, dass Speisen auf solchen Tellern nie so richtig gut schmecken können, weil der Mensch bei braun immer an etwas Verdorbenes und schlecht Gewordenes denkt.
Normalerweise graust es dem Menschen vor jedem braunen Essen. Nur durch Assimilation ist das angewohnt worden. Und wenn man es wiederum genau nimmt: Die braune Soße muß entweder schön dunkel oder ganz hell sein, dass sie als sehr gut empfunden wird. Bei anderen farben ist das nicht so heikel. Safrangelb wirkt in jeder Schattierung.

karlheinz, 24.04.07 @ 20:14

@piccolo: "Kann Kernöl nicht auch braun sein?? "
natürlich kann es, das hängt von der lichtquaität ab - je dunkler die beleuchtung, desto brauner das öl.
manche halten die kernölbräunung für eine schlechte qualität.

stelle ich mich mit meinem k-öl aber ins rechte licht (z,b, leuchtstoffröhre oder sonne), verschwindet die bräune.
ein wolf im schafspelz? sollte ich vorsichtiger mit meinem blutersatz umgehen müssen :) ?
halt nicht mehr im dunkeln munkeln sondern im hellen genießen und dabei manchmal missionarisch wirken.

PICCOLO, 24.04.07 @ 18:37

@karlheinz
Ich halte politische Äußerungen ziemlich ungastlich. Leider sind so viele Wirte politisch. Sie glauben damit irgendwie ein cooles Image zur Schau zu tragen. Solche w. o. beschriebene degradieren sich zu nützlichen Scheisshäusern und erfüllen damit auch einen Zweck.
Ebenso gibts Wirtshäuser mit ziemlich religiöser Aufdrängerei. Mir sind bibelforscher und Jack Chick Wirte bekannt, die schnell pleite waren. Aber das ihnen nichts ausgemacht. Auf sowas soll man ........ ! So Herrgottswinkel und Madonnentische in neuen Hütten sind mir ebenso suspekt. Ich habe bei mir gleich das Kruzifix durch eine harmlose Ikone ersetzt umn Ausgleich zu schaffen.
Wenn man übertriebenes Teutonentum und Gastwirtschaft zusammenspannt ist man schon schnnell in Gedanken bei den wenigen Gängen im Hirn der Barbaren: Fressen, Saufen, Schlafen und rechtzeitig einen Abtritt erreichen. Dazwischen einen Knochenjob erledegen. Respekt.

Kann Kernöl nicht auch braun sein??

karlheinz, 24.04.07 @ 17:55

ist kernöl braun oder grün? (@piccolo)
das muss an der gegend liegen. auch in obdach am sattel, dem carinthischen (typischerweise?) schon recht nahe, das fresko: "das deutsche lied ist unser hort, und unser spruch:ein mann - ein wort" mitten in einer bekannten gaststube (zumindest noch vor 10 jahren, seither habe ich diesen hort aus gründen moralischen katabolismus' nicht mehr besucht).
wie schön, dass du diese aborte verbindest, piccolo, mir fiele kein anderer locus ein für solch geistiges murentum.
wiewohl (harmloser, doch ebenso befremdlich):
ist's nicht gerne teutonisches gedankengut, welches die qualität einer gaststätte zuallererst nach der befindlichkeit des restrooms reiht?
riecht auch seltsam, irgendwie...

PICCOLO, 24.04.07 @ 13:30

@sonjaa..
..neulich in der Steiermark, ganz hinten wo die Krähen rückwärts wieder aus dem Tal fliegen. Krakaudorf. Ein Gasthof, über der Theke eine Frage und Antwort in einem monumentalen Lärchenbalken, die nachdenklich macht, und die Entferntheit von der Aussenwelt etwas näher in den Sinn des Reisenden rückt: "Was taten die alten Deutschen bevor sie nach Hause gingen? Sie tranken noch einen!" Als ich ins Pissoir trat etwas völlig Eigenartiges: Sichtblenden aus Porzellan richtig hich bis auf Augenhöhe zwischen den Pissoirschalen, so hoch dass der Patriachalische Schwanzvergleich nur Hünen, oder wohl anderswo stattfinden muß. Nix schauen, staunen, nicht messen, nicht angefressen sein. Ein Aggressionsaufbauort weniger. Friede im Herrenklo.

Hat der Steirer eine braune oder grüne Nudel?? Hier kann man es nicht erfahren. Im Vorraum ein monumentales Walhalla in einer Vitrine des örtlichen Kameradschaftsbundes. Fahrt zum Herrmansdenkmal in den Teutoburger Wald. Besuch am Obersalzberg. Aha.. Ehrenmedaillien und Urkunden stattlich steirischer Männlichkeit im fensterlosen Vorraum - strenger Ammoniak - Salmiak - Harngeruch..
Und jedem Architekten rate ich, das Klo möglichst am entferntesten Punkt der eigentlichen Gastronomie einzubauen. Aber logisch erreichbar. Und viel Licht!! Denn die Sonnenstrahlen desinfizieren mehr als man denkt.

sonjaaa, 24.04.07 @ 11:48

der Architekt beginnt beim Klo
Jaja, ein schoenes Thema im faekalfixierten Wien. Das mag ich sehr und genauso, wie man ein gutes Wirtshaus am Klo erkennt ist s auch bei den Architekten. Ein guter Planer beginnt seinen Entwurf bekanntlich mit dem Haeuserl bevor er/ sie das Haus entwickelt. Bevor mich mein teuflischer Broterwerb zu sehr in Versuchung fuehrt, muss ich nun nach all den Sitzpinkeltheorien noch meine Urinalbeobachtungen anfuegen:

Es ist naemlich durchaus amuesant, dass es unter Maennern (am Damenklo war ich das letzte Mal in Japan) verschiedene Pinkeltypen gibt:

1. Der Furzer - sobald s vorn rinnt gast s hinten.
2. Der Sprecher - "Oida host des Tor g´sehg´n?" oder "Geht s bei Dir a neht?",...
3. Der Pfeifer - Musikantenstadel gepfiffen ist noch schlimmer als gesehen.
4. Der Gaffer - kaum steht er neben Dir, beugt sich sein Kopf halb ueber dein Schwaenzchen und wird pruefend begutachtet (wohl auch geistig vermessen).
5. Der Stöhner - sobald das Rinnsal anfaengt dringt ein erleichtertes, langes Stoehnen aus den Koerpertiefen.
6. Der Purist - er pinkelt nur (leider viel zu selten in freier Wildbahn anzutreffen)
7. Der "Angepisste" - von den ersten 5 Typen so genervt, dass er in der Kabine verschwindet.

Habe ich was vergessen?
Damit wird die Debatte wieder dem Patriachat uebergeben, waehrend den Damen ein Laecheln erlaubt sein duerfte.

mazi, 24.04.07 @ 08:27

50 Cent
Hihi, nein, sie fliehen immer alle rechtzeitig!

Noch ein lustiges Erlebnis am Ort der Örtchen: da mein Kleinchen noch Hilfe braucht und ich natürlich nicht ins Männerklo mit ihm geh (Geheimnis, Geheimnis!), steh ich dann oft -wie mir vorkommt- stundenlang herum und harre des erlösenden "Fertig, Mami!". In diesen Studierzeiten, in denen mein Großer beleidigt VOR der Damentoilette wartet und nur von Zeit zu Zeit seinen Kopf reinsteckt und angewidert die Augen verdreht (weil wir immer noch nicht fertig sind, bitte!), fallen einem so manche Mängel auf: Zeitschaltuhr (siehe kubse), Nichtgebläse, Abhaken der Toilette-ist-geputzt-Liste, ohne auch nur nachzuschauen, ob noch Klopapier vorhanden ist.

An einer der Gelegenheiten, als ich schon einen Meldezettel für mich und Kleinchen ausfüllen wollte, muss mein kritisches Auge aufgefallen sein. In einem nicht ganz so feinen Lokal bzw dessen Abort hatte ich plötzlich 5o Cent in der Hand: "Tuat ma laad, i hob a bissl potzt!".

5622, 24.04.07 @ 00:41

nicht schlecht mazi
mama mia. du achtest wirklich darauf, dass dir nie langweilig wird. einmal turnst du unter dem luftgebläse, damit die wet-blouse-night ein ende hat, dann versuchst du mit bruce-lee-technik die zeitschaltuhr zu aktivieren. hast du dabei schon mal jemand k.o. geschlagen?

motorradlberger, 23.04.07 @ 18:03

Heisst Ski - Trainer
oben.

motorradlberger, 23.04.07 @ 18:02

Die Schranz - Hocke
..wurde von einem Sjitrainer der 60er Jahre - Nein der Hoppbichler war es nicht! - der Olga Pall abgeschaut. Na ja die Toiletten abei den Starhäuschen damals das waren Brettenverschläge wo jeder reinschauen konnte. Man war sowieso unter sich dort. Aber diese Haltung die später viele Rennläufer zum Sieg geführt hat, ist heute immer noch das Non Plus Ultra in fremden Klo´s. Und als Lone Motoguzzi Rider mit zwei Hasen im Beiwagerl weiß ich das.

karlheinz, 23.04.07 @ 15:59

@tc, "auf Männerklos angenehmer als bei den Frauen."
frauen, die sich gegen den sitzkontakt wehren erzielen in der disziplin "freistrullern" bei weitem nicht die verschmutzungsminimierung dabei stehender männer: weil, mehr höhe macht mehr spritz.
das unhygienischere beider seiten ward mir (als studienzuverdiener und daher in div. posten innert der gastronomie a l l e s machend)
eher an damencabinets durch deren verstopfung mit all ihren geographischen auswirkungen zuteil.
noch einmal: mahlzeit.

PICCOLO, 23.04.07 @ 15:34

Ich sehe schon es braucht wieder etwas ernstes...
In alten vorgeschichtlichen Zivilisationen war der Weg allen Fleisches ein wesentlich wichtigerer Erörterungsgrund als jetzt, wo sich die Diskussion in wie wann wo und in welchen Materialen - ergibt...
Darmkrebs geschockte Zeitgenossen erzälten mir auf die Vorfreude wieder natürlich zur Toilette kommen zu können.
Ägyptier vor 6000 Jahren erforschten den Darm wie wir heute das Weltall erforschen. Vieles was im Darm passiert lässt sich auch jetzt nur mit Metaphysik und Magie erklären, weil jeder Mund und jeder Darm anders ist. Den Ägyptern war der Endschließmuskel eine Art Mund. Die Natur nimmt wieder auf was nicht verwendet worden ist. Und ganz verkümmert merken wir das jetzt nochwenn wir eine Portion Chili essen. Es erzeugt im Ausgang eine Ähnliche Sensation wie im Mund. Ébenso sind Menthol und Salze spürbar.
Die Darmreinigungsrituale waren der antiken Bevölkerung besser bekannt als die Struktur des Pantheons ihrer Götter und auch wesentlich wichtiger.

Gourmands und andere Wüstlingen drohte in der "anderen Welt" nach dem Tode die Schmach rückwärts essen zu müssen. Also hinten aufnehmen und vorne ausleeren....

Weiß man das wird bewußt dass wir wie ein Pantoffeltierchen sind eine Masse Leib um einen Darm herum aufgebaut. Ein Hautwesen, zweidimensional.

Die Natur hat einen Tunnel durch die Körper erschaffen, dass sie die Körper mit ihren Essenzen versorgen und wir sie (die Natur)durch die Nahrung besser begreifen können.

Denn was nützen uns die Körper und Materialien der Natur wenn wir sie nicht durch und durch verstehen können.
Leider verlernen gegenwärtig in unserer Kultur immer mehr Menschen diesen Genuß, der durch den Darm erst erschlossen wird und essen derartig viel Schund, dass man ja bereits wie im ägyptischen Totenbuch angerissen, gleichsam den vom Schicksal bestraften die goldig angemalte und wohlschmeckendste stercoa bereits beim Mund hineinstopft....

-ad-, 23.04.07 @ 14:34

indoor
Auch Betrachtungen wert: die Gestaltung der Innenseite von Häusltüren. Auf der Uni waren es die nicht nur tür- sondern auch wändefüllenden Sprüche, Hilferufe, Telefonnummern.

Ich kann den Satz nimmer aus der Erinnerung zitieren, aber aus der Damentoilette des Harry's Time in Wien schreitet frau schon sehr erfreut ...

Während unlängst, im Hinterland von Meersburg, in einem im weitesten Sinne esoterisch bemühten Hotelrestaurant, an den Damentoiletteninnentüren Poster mit "Letzten Worten berühmter Männer vor der Hinrichtung" hingen. Lockert Lachen den Schließmuskel?

Russell, 23.04.07 @ 12:07

@an so verschiedene
Die Erfahrungsbeiträge von kubse und mazi kann ich nur voll bestätigen. (Übrigens nochmals danke für den haustechnik-Link. Ich habe ihn an eine Freundin geschickt, die ehemals im Sanitärgroßhandel gearbeitet hat. Bereits nach meiner Schilderung - Eintrag David - hat sie hellauf gelacht.)
Die Geräuschsneutralisation ist an sich schon eine gute Idee, die Zeitschaltuhr weniger.
Dieselbe erinnert mich aber an die an sich recht ordentlichen Häuselanlagen in meiner Firma, bei denen es beim Ausgang einen zentralen Lichtschalter gibt.
Manchmal am Abend übersieht jemand, dass irgendwo noch ein Türschloss rot zeigt und schaltet beim Verlassen das Licht aus Sparsamkeit ab. Die hochgellenden "Nicht"-Schreie sind dann über die gesamte Ausdehnung des Stockwerks zu hören...

piccolina, 23.04.07 @ 11:48

Vor 18 Jahren...
...bei einem Selgeltörn in der Türkei, lernte ich dort, an Land, die "Örtchen" mit integriertem Bidet kennen. Selbst in ärmlichsten Gegenden fand man solche Kupferröhrchen am bewussten Schüsserl vor. Ringsherum war es manchmal nicht so sauber (Schweinderl), aber der Allerwerteste wurde es bestimmt immer! Apropos Bidet... - als es bei uns eingebaut wurde, sagte der Monteur zu seinem Kollegen: "So a Sauerei!" Ja, ja, die Phantasie... -
Dabei hatten die Pharonen schon "Hüter des Anus'", denn sie wussten, dass die Ernährung nur nützlich ist, wenns dem Anus gut geht! Semper bonis concoctio - auf Deutsch: Ihr wisst's eh... -

kubse, 23.04.07 @ 10:38

Spülgeräusche
Ah, eines wollte ich seit Anbeginn dieses Themas loswerden: In Japan gibt es in den feineren Hotels und Restaurants auf den Damentoiletten (lt. Erzählungen ;-)) Geräuschanlagen, die eine Spülung akustisch simulieren, damit frau sich freier auslassen kann, ohne die Kabine nebenan zu informieren. Manhcmal sind die so laut (die künstlichen Spülgeräusche, nicht die Damen!), dass man sie bis in die Lobby hören kann - geht irgendwie auch am Sinn vorbei, oder?

kubse, 23.04.07 @ 10:24

Schnell!!!
Noch schlimmer: kein Bewegungsmelder, sondern eine gnadenlose Zeitschaltuhr. Wer länger als die zwei oder so Minuten sitzt, kann den rest im Dunkeln, und damit meine ich WIRKLICH DUNKEL!, erledigen, außer es kommt zufällig jemand Neuer aufs Örtchen.

Da in meiner Familie das Klo eine wichtige Rolle spielt (nein, ich war nicht der Fragesteller in dem Scheißmuschel-Thread!), gab es zur Zeit unserer Hochzeitsreise (6.Schwangerschaftsmonat damals;-))ins Piemont sogar die Idee, einen Häuslführer die italienischen Restaurants und Cafés betreffend zu verfassen, also genaueste Empfehlungen, wo Dame mit Strumpfhose etc. sorglos das Klo benützen könnte. Denn wie schon oben erwähnt, aber für mich immer noch unfassbar: an welch wunderschönen Plätzen (in F und I) es wie arge Örtchen gibt! Sch...!

mazi, 23.04.07 @ 09:17

Ich habe...
... ein neues Toilettenkriterium gefunden: automatische Beleuchtung!
Man betritt das Örtchen - finster. Ein paar Wachler mit der Hand (nicht unähnlich denen bei diversen Trocknern und Wasserspeihern, siehe oben) und Magie setzt ein: man findet die richtige Stelle am Ort der Orte.

Zwei Minuten später sitzt man im Finstern. Wacheln hilft nichts, außer man besitzt Windmühlen anstatt normal gestalteter Gliedmaßen!

Bitte, bitte an alle, die die Toiletten sanieren: Bewegungsmelder in menschenfreundlicher Distanz zum Häusl anbringen! Es ist sonst verdammt hart und erfordert fast akrobatische Artistikeinlagen, das Licht anzukriegen. Und man ist ja nicht immer zu zweit am Klo;-)))

Und 5622: stell Dir das jetzt bitte nicht vor, mazi in Sportlerlaune, nur um das Licht wieder anzukriegen;-)))

PICCOLO, 21.04.07 @ 23:37

dfw,
..ich deute das Rülps und furz Zitat eigentlich als sehr freche Unterstellung an die anwesenden Gäste, dass man sie für Deppen hält, die bei Tisch keinen Anstand kennen. Im übrigen , kenne ich aus gewissen originellen alten Büchern hunderte Anstandsregeln die eine Tischegesellschaft einhalten mußte. Wichtig war auf jeden Fall die Waschgelegenheit nach jedem Gang zum Abtritt.

dfw, 21.04.07 @ 16:57

Fazit
ich komm grad vom essen - mit Speisingern. Und keiner von uns war am Klo. Auch sie nicht. Obwohl sie keine Strumpfhose trug. Glaub ich zumindest :-). Vielleicht gehen nach diesem Blog überhaupt keine Speisingerinnen mehr in Lokalen aufs Klo? Könnt ich mir vorstellen. Nur mehr auf staubfreien Strassen. z.B. der B181 oder so. :-)

@PICCOLO: Luther oder Goethe hat das gesagt. "Warum rülpset und forzet ihr nicht, hat es euch nicht geschmacket ?
Luther dichtet man noch zu, dass er den Geistlichen noch irgendsowas wie: ... und onanieret nicht unter Tisch" gesagt haben soll. Es war damals nämlich üblich, dass nach dem Mahl noch die Köchinnen etc vernascht wurden. Ob das auf dem Klo war, weiß ich nicht.
@piccolina, wir sollten noch auf den motorradlberger warten, der kann da sicher was von seiner zahlreichen Weblichkeit berichten. Wo ist der eigentlich? Am Klo?
@katiza, bei der tirolerischen gschicht fehlt, glaub ich, noch ein wesentlicher Sager: "Duuuuuu Desiree, hasch an Gummi?"

katiza, 21.04.07 @ 15:18

A-dam
Supperclub - da ißt frau gut und hat Spaß dazu....

kubse, 21.04.07 @ 14:01

@Amsterdam
am rembrandtsplein ein sehr guter Indoneser. ist aber kein geheimtipp. für die bräucht ich mehr zeit, aber die gibts jetzt nicht, leider. viel spaß wünsch ich!!!

Fuerstenfelder, 21.04.07 @ 13:54

amsterdam
passt zwar überhaupt nicht hier her aber ist dringend, meine lebensgefährtin fährt mit freundinnen für ein paar tage nacht amsterdam, kennt jemand empfehlenswerte restaurants dort?
sorry ad wird nicht mehr vorkommen

PICCOLO, 21.04.07 @ 10:28

Aber niemand schreibt über..
..die Kultur des Weges aller Essenzen.. Denn so viele Krankheiten kommen immer noch aus dem Darm. Einige Wahrheiten würden dem Feinspitzgeschäft wohl ganz entsetzlich schaden. Jqa es würde nach meiner Auffassung geradezu aus der Welt verschwinden. Würde die Bauchspeicheldrüse als Person auftreten, sie würde die Feinschmeckerei heutiger Prägung sofort verbieten oder aus dem Körper ausziehen... ;-) !! Da versteht man wohl warum sich etwa sehr dicke fettsüchtige Feinschmecker um ein passendes Örtchen mehr sorgen und verliehene Sterne wieder wegnehmen weil ihr Hintern auf einer normalen Schüssel nimmermehr Platz findet und man sich wünscht, dass gar ein Arschputzsklave die nötige Reinigung vornimmt weil man mit der Hand nicht mehr hinkommt.

So stelle ich mir das ganz und gar nüchtern vor wenn ich an manche schwergewichtige Gourmands denke und schmunzle ob der Kloaoffensiven in entsprechend gelobten Etablissements..

Oder wie stehts mit dem Klassiker : Rülpset und Furzet - wenns geschmecket hat...

piccolina, 21.04.07 @ 08:52

Ein Phänomen...
Das Thema! Geradezu literarisch-inspirierend, wenn man alle Beiträge gelesen hat und beglückend aufklärerisch, wenn Männer endlich erfahren, womit Frauen auf südländischen Toiletten kämpfen. Jetzt weiß ich endlich wirklich, warum mich "Speising" so fasziniert - es liegt an den Autoren! Meinem Dank und ein herzliches Busserl an alle Speisinger!

alma, 21.04.07 @ 08:27

Bruch
.. in der Perfektion.

Dem Vernehmen nach soll schon das ein oder andere Lokal für den Michelin deshalb nicht sternenwürdig gewesen sein, weil das Häusl nicht den Erwartungen entsprach. Stoffservietten statt Klopapier?

TomCool, 21.04.07 @ 06:41

Problem
ist das eh keins. Aber das Häusl ist fast ein Anachronismus.

alma, 20.04.07 @ 23:26

Häusl übern Hof
Auch im Landhaus Bacher. Bei Schönwetter kein Problem.

TomCool, 20.04.07 @ 20:47

öffentlich hinsetzen
ist sowieso die Krise.

Aber angeblich auf Männerklos angenehmer als bei den Frauen.

Weil die Männer zum Pinkel eigene Urinale haben. Während die Frauen die komischsten Stellungen einnehmen, um die Klobrille nicht berühren zu müssen, und dabei anscheinend für den Grund sorgen, warum niemand die Klobrille berühren will.

Nur so, was mir Frauen erzählen.... ;-)


Highlights der Wiener Häusln:

La Strada
Rote Fliesen, schwarze Keramik. hier ist der Dreck nicht zu erkennen., weshalb ich gerne den Umweg auf die heimische Toilette mache.

Opera Toilet
Schon Vergangenheit, die Frauenmundpissoirs wurden abmontiert

Leider fällt mir gerade der name des Lokals nicht ein, irgendwo im ersten, gab's in den 80ern ein Häusl, wo Sitzpinkler den Stehpinklern durch einen falschen Spiegel auf die Schwänze gucken konnten.

Herkner
Klo übern Hof

Das schönste Häusl Wiens, das ich jedem meiner ausländischen Gäste gerne zeige:
Toilette am Graben
hier hat man fast ein schlechtes Gewissen, dass man beim Gacken was "schmutzig" machen könnte.

PICCOLO, 20.04.07 @ 16:16

Klo und Dekadenz
Ein Kollege baute vor Jahren sein Gasthaus um. Neuer Gastgarten, neue Stühle usw. Neues Klo. Vorbild war ein berühmter Pilgerort ideenloser Wirte in der Obersteiermark. Die Herrentoilette ein Wasserfall der auf ca 2,5 Meter Breite eine Unmenge von Wassen ausgoss, jedesmal wenn die Lchtschranke durchbrochen wurde.
Am Speiseplan hat er nichts geändert. Billigeres Fett gekauft, Billigeren Reis und so weiter. Aber das Klo wurde gleich berühmt. Kanalgebühren gab es in dem Dorf noch keine , weil die Kläranlage noch fehlte, oder weil der Wirt einfach nicht daran gedacht hat. Gäste aus der Sahel Zone oder aus Darfur hat er auch keine.
Ich gehe seither nicht mehr hin, denn falls ich dort strullen muß, kommt bei mir der ganze Weltschmerz hoch, den man in Sachen Frischwassermangel usw. als fühlender Mensch ganz leicht bekommt. Noch dazu bin ich ein alter Wüstenfuchs und Wüstenliebhaber und kenne das Problem des Wassermangels aus meinen Reisen.

5622, 20.04.07 @ 15:39

allerhand
piccolina: danke, sehr aufschlussreich. katizas schilderung ist kabarettreif. werde jetzt immer schmunzeln müssen, wenn sich die tischbegleitungen auf den weg machen...

andi: es ist ja beim pinkeln im grund genau so, wie beim "sichsehrgernhaben". die länge ist nicht entscheidend, viel mehr wert sollte auf die technik gelegt werden. es müsste also auch möglich sein, mit geschickter handhabung seinen strahl auch aus einem meter entfernung in das pissoir zu lenken, ohne das es tropft, was auch bei feuerwehrübungen immer wieder sehr gut zu beobachten ist. ich kenne aber problemfälle, die nichts dafür können. ein freund von mir hat etwa einen "gespaltenen strahl". das heißt, er muss mindestens zwei, manchmal drei strahle gleichzeitig ins ziel lenken, was sicher nicht einfach ist. die klo-industrie sollte darüber nachdenken.

apropos: kennt ihr die spiele, die immer öfter in pissoirs eingebaut sind. man kann da inzwischen schon mithilfe des strahls eine kugel mehrfach in ein tor befördern. gut geeignet für ehrgeizler

andreasbigler, 20.04.07 @ 14:21

des is ja zum ......
Würden meine Artgenossen endlich akzeptieen, dass sie wirklich näher ans Pissoir herantreten müssen, dann müsste ich nicht so oft einen Hindernislauf zwischen den Pinkelpfützen machen, um mich nah genug ans Becken stellen zu können!

Ich weiß, es tut weh, aber galubt euren Frauen, dass ihr im Längenirrtum seid!

katiza, 20.04.07 @ 11:23

Wichtige Closetterörterungen
@PICCOLO Danke für Orge
@Frauen zu zweit am Klo: Ich bin wohl auch zu wenig Jungmädchenpensionat erzogen, um mich mit Damenbegelietung aufs dorthin zu verziehen (außer in Notfällen) - konnte aber schon interessante Dialoge durch geschlossenene Häusltüren belauschen, die mir den tieferen Sinn dieses alten Brauches ein wenig erschlossen haben. Auf Tirolerisch hört sich das in etwa so an: "Duuuuu Desiree, hasch du an Taft?" "Kchlor." Plätschergeräusche, während Desiree in der Handtasche wühlt und neben Taft und Kamm auch eine prall gefüllte Schminktasche hervorkramt."I glab der steht sie auf di." Wasserspülung. "Ha????" "Der Franz steht sie auf di." Großzügiges Versprühen von Taft "Glabsch schon?" Gegenseitiges Toupieren, Austausch von Wimperntusche. "Hasch a Deo a?" "Na aber a Parfüm kannsch haben - Opium." "Der war ja mit der Susi zsammen." "Wer?" "Da Franz." "Mit der blöden Sau? Wäh grausig." "Kimmsch jetzt endlich?" Abgang.
@ türkisch, französische und ähnliches - auch in Italien immer wieder selbst in besseren Lokalen erlebt. Mögen zwar hygienisch sein, aber es ist als Frau schon schwer, dieselbigen mit Strümpfen, Strumpfhosen, längeren Röcken, Marlene- oder anderen weiteren Hosen zu nutzen. Das sind die wenigen Momente, wo ich Männer beneide...
ich hab da einene Lieblingswitz dazu, den ich auch gerne bei Rockfestivals in der laaaaangen Warteschlange vor den Damenkabinene erzähle.

piccolina, 20.04.07 @ 11:09

Warum gemeinsam?
Es gibt gute Gründe, lieber 5622... -
Wenn zwei oder mehr Frauen angestarrt werden, kann jede hoffen, dass sie gemeint ist, auch a ganz Schiache!
Geht man als Weiblein allein, grenzt das oft an Spießrutenlauf, man fühlt sich von Blicken durchbohrt. Die Abgebrühten schieben die Brust vor und genießen.
Der letzte Grund für den gemeinsamen Gang... - man bespricht, streng wissenschaftlich, die psychiatrischen Auffälligkeiten der Tischherren. ;-)

PICCOLO, 20.04.07 @ 11:07

Jetzt muß ich wirklich einmal nachschauen
..was meine Frau mit dieser "Behelfskerze" am Klo macht?? Und so etwas liest man auf dem "trockenen" Speising.net Blog???
Aber ich bin sehr dankbar für den Tipp. Ich sage immer eine Taschenlampe tuts auch falls das Licht erlöscht... . Aber da muß es immer eine Runde sein....

alma, 20.04.07 @ 10:45

Behelfskerze
Wie viele Hände hat die Frau? Sich aus einer Sturmpfhose zu schälen bedarf meist schon zweier ....

Lichtlos aber ist man schon des öfteren, aber nach dem obigen Beispiel vielleicht eh besser ... zielen nach Gehör.

5622, 20.04.07 @ 10:17

dfw, mazi und die anderen
was die "übel" bei damentoiletten noch betrifft (um missverständnissen vorzubeugen: ich war nicht dort. aber die dame, die ich anschließend nach hause begleiten durfte, hat es mir erzählt, lieber dfw, hehehe...)

tatort: salzburger ausflugsgasthof auf einem der stadtberge. die stromversorgung des damen-wc's war kaputt. lösungsvorschlag des wirts: er hat ein schild angebracht, auf dem stand: "liebe damen. leider funktioniert der strom nicht. behelfen sie sich bitte mit einer kerze".

ein paar monate später erzählte mir der wirt, dass jemand tatsächlich seine spülung im klo ausgebaut hatte. der habe das wc offensichtlich als ersatzteillager missbraucht. ist auch verständlich: sonntag war, da hat nicht mal der baumax der offen...

und maziliein: was andere sportliche aktivitäten betrifft, da denken wir beide wohl wieder mal an frankreich.
die französischen klos (in frankreich "türkische klos" genannt). nix zu sehen, nur ein loch, dafür hat die spülung einen druck wie ein feuerwehrschlauch. auch wenn diese klos wirklich immer "dasch...en" ausschauen. in der berühmten eiform-hocke sein geschäft zu verrichten, ist im grund sicher die hygienischste form der erleichterung (oder bin ich jetzt ein bisserl zu weit vom thema abgewichen?)

-ad-, 20.04.07 @ 09:17

im falschen Licht
Zum Übel von Toiletten gehört auch die falsche Beleuchtung, da hatte ich in einem derzeit nach neuem Pächter suchenden Designlokal im Westen ein wenig erhellendes Erlebnis. Die Halogenstrahlen kamen so fies (und lichtschwach) von oben, dass jedes Gesicht von hohler Blässe geprägt war, jede Falte mit doppelter Schwere nach unten zu hängen schien und jeder Versuch der Rettung durch Kosmetika zu noch fratzenhafterem Aussehen führen musste. Da auch die Kabinen mit derselben Beleuchtung ausgestattet waren und zudem die Innentür verspiegelt, sah frau sich mit einem akuten Celluliteschub konfrontiert - solcherart verunstaltet, wagt man sich kaum mehr an den Tisch zurück, es verflüchtigt sich jeglicher Gedanke ans Nach-Haus-gebracht-werden!

mazi, 20.04.07 @ 08:33

Link
BITTE!!!! Wer sich einen Holzfuß lachen will, muss sich kubses link anschauen! Meine Tastatur ist nassgeweint, ehrlich!! Die Beschreibung der Sch... von David (schon recht weit unten in diesem thread), ich lach immer noch! Mein Gott!!

mazi, 20.04.07 @ 08:16

Lieber 5622erl
, das ist und bleibt ein Mysterium:-))) Wahrscheinlich, weil wir Damen nicht auf die Toillette gehen, um etwaige... Vergleiche anzustellen und somit aller Druck wegfällt:-))) Wir sind ja so soziale Wesen!

Ja, wenn ich sonst schon keinen Sport mache, unter den diversen Lufttrocknern gelingt's, mich sportlich zu animieren. Bis ich nimmer Mrs. Wet-Blouse bin jedenfalls:-))).

Mich wundert eigentlich, dass noch niemamd auf gewisse andere "sportliche Aktivitäten" am Häusl gekommen ist (meine Herren?) - zumindestens theoretisch!

Interessant finde ich auch noch die Waschbeckenformen (von tief eckig bis, leider, flach oval, wo jeder entlockte Wasserstrahl in hübscher Wendung den Rock erreicht...) und diverse (Un-)Möglichkeiten der Wasserspeiher. Einmal auf einer Toillette entdeckt: eine Fernbedienung! Gibt es Unsinnigeres? Mit schmutzigen Fingern drücken? Mit seifigen? Gleich vom Häusl aus? Das würde dann aber mehrere Fernbedienungen erforderlich machen, außer man reicht es sich ganz sozial (siehe oben) unten durch. Verrückte Designer gibt's...:-)

dfw, 20.04.07 @ 01:51

-ad-
ich glaube, die gehen aufs klo, um zu knobeln, welche von ihnen diesmal nicht nachhause gebracht werden will :-))).

-ad-, 20.04.07 @ 00:50

Frauengewohnheiten
@5622: In welcher Damenbegleitung gehen Sie denn Essen?? Jungmädchenpensionat?

kubse, 20.04.07 @ 00:27

Scheiß Diskussion
http://www.haustechnikdialog.de/forum.asp?thema=19886

Ghört zwar ned ganz hundertprozentig dazu, aber wer mal Tränen lachen will... Viel Spaß! Ist eine gute Basis, um noch wochenlang weiter zu diskutieren.

;-)

5622, 19.04.07 @ 21:22

mazilein
danke übrigens für die einblicke, was in damen-toiletten so alles vor sich gehen kann. ich versuche mir gerade vorzustellen, wie du "unter allen möglichen verrenkungen unter dem luftgebläse turnst" ;-))

bei der gelegenheit: kannst du als tapfere speisingern deinen männlichen gemeindevertretern verraten, warum frauen bei einem restaurant-besuch fast immer nur gemeinsam auf die toilette gehen? für mich ist das eines der letzten mysterien der menschheit.

5622, 19.04.07 @ 21:05

gedanken
das hätt ich mir denken können. wenns in unserer gemeinde um tischsitten, manieren etc. geht, schleppt sich der thread in superzeitlupe grausam langsam dahin. kaum ist die rede vom stillen ort: ein wahres posting-feuerwerk (dabei haben sich noch nicht mal tom cool, kubse und dfw gemeldet, auf deren erfahrungen ich auch schon ziemlich gespannt bin).
zum thema öffentliches klo (es ist ja egal ob das flughafen oder im resti gemeint ist) fällt mir spontan immer konstantin wecker ein. der hat mal in einer herzerfrischenden ansage zu einem lied gesagt (weitgehend wörtlich aus meiner erinnerung):

"eben noch hat er über weltmärkte, aktien und die neger gesprochen, denen er in den arsch treten müsse - und jetzt sitzt er neben mir am airport-scheißhaus und stöhnt."

das klo ist für mich ein phantastisch hilfreicher ort. er macht uns deutlich, dass wir alle ziemlich gleich sind. bei der gelegenheit möchte ich auch noch meinen opa martin (gott hab ihn selig) zitieren. der war schwergewichtiger obmann vom trachtenverein anterstorf in niederbayern: ich war etwa fünf jahre alt, als ein paar der trachtler im wirtshaus über ausländer zu schimpfen begannen. er hörte ein zeitlang zu und sprach dann einen sehr philosophischen satz, der mein leben geprägt haben dürfte. er schrie: "hoits olle mitananda eicha mei" (maul, anm. der redaktion). und fuhr dann staatstragend fort:
"olle scheißen den gleichen dreck"
dieser satz fällt für mich unter die rubrik: ein satz wie in granit gemeißelt.
bussi auf die bauchis
euer

Paul, 19.04.07 @ 18:13

Luxus pur
Ich war vor etwa 25 Jahren zum ersten Mal in Las Vegas und habe noch nie so geräumige, luxuriöse Toiletten gesehen, die nebst den "Spielsäalen" waren. Man öffnet die schwere Tür, geht durch eine Art Vorraum und danach steht man in einem grossen, gutduftenden Raum, der von einer Person sauber gehalten wird. Nicht nur die vielen Spiegel und Marmorwaschbecken sind beeindruckend, ebenso die Auswahl an Seifen, Perfums und Aftershaves.Auf Verlangen gibt es Zahnbürsten und andere Artikel für die persönliche Hygiene. Ein Stapel weicher Handtücher ist in Reichweite - ebenso das Körberl fürs "Trinkgeld" - und je nach dem ob man eine Glücks- oder Pechsträhne hat, gibt man eben mehr oder weniger. Ein wahrer Toilettengenuss.
Mit freundlichen Grüssen,
Paul Stach

PICCOLO, 19.04.07 @ 15:23

Nochwas..von Brecht.
ORGES GESANG:

Der liebste Ort, den er auf Erden hab
Sei nicht die Rasenbank am Elterngrab.

Sei nicht ein Beichtstuhl, sein kein Hurenbett - Und nicht ein Schoß, weiß und warm und fett.

Orge sagte mir: der liebste Ort -
Auf Erden war ihm immer der Abort.

Dies sei ein Ort wo man zufrieden ist
Daß drüber Sterne sind und drunter Mist.

Ein Ort sei einfach wundervoll, wo man/
selbst in der Hochzeitsnacht allein sein kann.

Ein Ort der Demut, dort erkennst Du scharf:/
Dass du ein Mensch nur bist der nichts behalten darf.

Ein Ort der Weisheit, wo du deinen Wanst/
Für neue Lüste präparieren kannst!

PICCOLO, 19.04.07 @ 14:38

Kochen und seine Fortsetzung.
Feuerphilosophen wie Heraklit,Abertus Magnus und Parazelsus deuteten die Naturvorgänge als "verbrennen". Alles ist im Fluss, nie sieht man ins selbe Wasser.. Dieses Verbrennen ist ein Kochen dessen Vorgang überall in der Natur auch bei den Mineralien erkennbar wird. Was immer dann auch der Mund-Koch gekocht hat, kocht der Magen erst völlig fertig. Die Leber muß bereits vollkommen gereinigte mit enurischen Kräften versehende Substanzen zur Verwaltung bekommen. Sonst lebert sie nicht lange. Und hier zeigt es sich wieviel aus dem Nahrungsbrei dem Nutzen des Körpers zukommen kann. Wir erkennen, man isst zu viel. Denn immerhin verlässt der größte Anteil der Nahrung den Körper ungenutzt. Stercoa.
Jetzt sorgen sich immer weniger Menschen um die Verdauung. Man baut bessere Toiletten quasi für immer kränkere Leute. Das ist "Russels" agerissene Dekadenz. Wir drücken auf goldenen Toiletten ab, Toilettensklaven wie zu Zeiten Caligulas?? Wer nicht übergewichtig und gut genährt würde aber nicht einmal Toilettenpapier brauchen und könnte sich auf einer Holzbalkenlatrine erleichtern. Das habe ich im Orient erlebt, man kann sich mit etwas Wassser völlig reinigen. Nichts klebt, alles sauber.

karlheinz, 19.04.07 @ 14:21

das „still” hab ich nie verstanden
ich wohl, wenn ich bemüht war und bin, jegliche politisch nicht korrekte geräuschentwicklung zu vermeiden, und tun wir das nicht alle an dem ort an dem uns schon die seife stinkt?
liebe mazi: schnurrig wäre einmal ein persönlicher wettstreit zwischen uns aromensprintern: wer von uns beiden entflieht dem duftspritzerl schneller? ist es nicht schon eine kishon'sche satyre ob eines der natürlichsten vorgänge soziophobien zu entwickeln? wenigstens ein punkt, an dem ich an solchem orte herzlich über mich lachen kann.
@ Russel: "Hauch von Dekadenz": den hatte ich mit 16, als mir in einem londoner lokal ebensolches - und ich hatte bis dato nichts von einer derartigen devot-servilen einrichtung mitbekommen - geschah; veschämt verließ ich den bathroom, da ich mir das tip in der höhe von mindestens 5 pounds, dass so im körberl lag (wiewohl durch ein silberdeckerl verschämt hervorspitzend verborgen) als solches nicht einmal vorstellen konnte.
aber scheinbar ist das ja nicht umsonst der ort, der auch vom könig frequentiert werden muss.
mahlzeit.

Russell, 19.04.07 @ 12:37

Häusel
ist schon ein wichtiges Thema. Selbst unabhängig vom Essen marschiere ich in fremden Stätten in die teuersten Hotels, um eine angenehme Atmosphäre vorzufinden.
Meine langen Russlandaufenthalte haben unmittelbaren Einfluss auf den Loslassgedanken gehabt, denn anders als im eigenen Hotelzimmer oder in privaten Wohnungen konnte einem nur anders werden.
Doch wenn sich der Mann in einem Restaurant die Nase pudern muss, sollte er nach Hongkong sehen.
Dort gab es im riesigen Speisesaal eines Luxushotels zentral angeordnet die Portale für die privaten Gemächer - mit riesigem Vorraum.
Als ich mir die Hände waschen wollte, ging mir der dort anwesende Chinese ziemlich auf den Wecker, weil er näher und näher kam und sich eingehend für meine Händewaschung interessierte.
In Wirklichkeit wollte er nur den Zeitpunkt nicht verpassen, mir zum richtigen Zeitpunkt formvollendet ein Handtuch zu überreichen.
Ich glaube, dass ich damals glaubte, den Begriff Dekadenz verstanden zu haben.

PICCOLO, 19.04.07 @ 11:09

@kubse und alle - letztes thema..
..es war in OÖ. Es war teuer, aber ich habe mich nicht geärgert. Ich lerne niemals aus. Ich freue mich, wenn ich verwegene Theorien über die Antriebskräfte von Gastronomen bestätigt finde. Es spottete jeder gedruckten Gourmetkritik. Gault Millau, Wirtshausführer usw bitte zu den Eismännern einheizen!! Ich liebe "Slapstick" Satire und treffend, beissenden Spott, ich bin selbst ein Spiegel der Welt...

Über den Abort: Ein Ort höchster Genusskultur!-- melde ich mich später.

mazi, 19.04.07 @ 11:00

Wedeln
Jetzt hab ich sehr lachen müssen - was für ein Thema!!! Ich freu mich auf ein deftiges piccolo posting;-)

Die Seifensache ist eines, die automatischen Duftsprüher ein anderes - einerseits schrecklich, wenn man unerwartet vollgesprüht wird, sobald man die Häusltür öffnet (und fast unmöglich, dem Schwall an Duftnebeltröpfchen durch rasches Aus-der-Toilette-springen zu entkommen - man sagt, es habe sogar schon Bandscheibenvorfälle gegeben...), andererseits so wunderbar, wenn man das eigene Deo vergessen hat: Tür auf, Tür zu, Tür auf, Tür zu.

Ein weiteres Problem: das Abtrocknen. Ist man gewillt, die Hände zu waschen (mit erträglichem Ergebnis der Seifenduftüberprüfung) und nicht das "Didn't wash hands!" Blinklicht draußen auszulösen, wenn man das Örtchen verlässt, muss man sie ja auch irgendwie wieder trocken bekommen. Tropfend zum Tisch? Never ever.

Also: Papierhandtücher. Nicht schlecht, wenn man es schaffen könnte, nur eines oder zwei auf einmal und nicht entweder ein kleines Fetzerl oder aber 127 Tücher rauszubekommen.

Weiters: ein Rollentextilhandtuch. Auch gut. Wenn die automatische Einholung funktioniert und nicht das halbe Handtuch am von wartenden Tropfhänden verschmutzten Boden schleift. Die Variante eines frei hängenden Textilhandtuches ist manchmal durch die Tatsache, dass es bereits steht - vor Dreck - auch nicht anheimelnd genug.

Und: ein Luftgebläse.
Wunderbar, wenn man sich grad einen Fleck von der Bluse gewaschen hat und unter allen möglichen Verrenkungen, aber dennoch durch Trockenpusten das Schlimmste verhindern kann. Schrecklich, wenn es erst nach mehrmaligem Gut-Zureden und voodoozaubermäßigem Wedeln anspringt, dieses xxxx Ding.
Gefährlich, wenn man trockene Haut hat und die Hände dann eine Staubwolke beim Prosten produzieren.

No-No: am eigenen Gewand. Außer man ist mit Kindern unterwegs, am Spielplatz oder so. Da wird Kleidung ohnehin sekundär...

piccolina, 19.04.07 @ 10:17

Ja, ja, die Seife...
Frau Angelika Deutsch hat es so hinreißend beschrieben - die Seife ist das größte Übel.
Im Sommer zieht es uns oft an einen See, ganz in unserer Nähe. Der Kirchturm ist exakt so hoch, wie der See tief ist. In einer Bucht liegt ein großes Haus, das der Besitzer gerne "Schloss" nennt, das es aber nicht sein kann, denn das richtige Schloss liegt darüber... - man darf da Einbildung orten.
Die Preise sind so künsterisch gestaltet, dass die Protestantwort nur lauten kann: "Ich wollte Ihr Hotel mit Gastgarten eingentlich nicht kaufen, ich hatte nur ein einziges Menü!" -
Das wirklich nicht "Stille Örtchen", das man als Neuling erst suchen muss,spät findet, dafür aber das Erdgeschoss gut kennen lernt, ist eine Offenbarung der anderen Art. Den Waschtisch sieht man nicht, man ahnt ihn nur, weil so viel Krimskrams drauf steht. Getrocknete Blumenblätter, die halb verwest undefinierbaren Ungeruch verbreiten, Seifenspender, die wie Senfspender am Würstelstandl aussehen, nur in Weiß, Figuren der "kitchen-art", Waschlappen (???), etwa für den Popowitsch, coram publico? Handtücher aus Stoff, ach, fein. Die Messingklinke an der linken Tür - hübsch - passt nur nicht zum Rest, dennoch zieht man daran... - und hat sie gleich ganz in der Hand. Diagnose? Der Splint war weg - suchen - nicht gefunden. Die nächste Tür. Ganz vorsichtig, damit das Ding nicht auch noch herunterfällt, nimmt man beide Hände - gut gegangen! Der Klodeckel erinnert mich an meine "Rüschchentante", überall Röschen, rosa Rosen, rote Röschen! Wieso ist der Deckel oben? Bin ich versehentlich..., die falsche Tür mit dem "Herren" darauf erwischt? Zurück - nachschauen - Nein! Endlich "Tür zu"... -
Druckspülung?! Ich hasse sie! Denke dann immer an das Malheur im Wiener Westbahnhof, da spülte die Anlage nicht hinunter sonder hinaus - Gott sei Dank, nur "Petite Mal". Protest erfolglos, das Problem sei bekannt, doch nicht lösbar. Ich verlange Warnschilder, damit die weiße Kledage sich nicht in Kniehöhe dunkel färbt!
Zurück zum "Schloss"... - Händewaschen: "Odeur fleur catastophale"! Totblume mischt sich mit Blume, drei Parfumes und ein alter schlechter Duft schummeln sich dazwischen, Hilfe, das ist keine Seife, das ist Nasenmord! Fatal ist, dass ich schon gegessen hatte, ein leises Würgen - nichts wie raus!!!
Bis zum späten Abend konnte ich den Seifen-Geruch nicht loswerden, troz X-maliger Waschungen.
Seit der Zeit habe ich immer eine kleine geruchsarme Seife bei mir, ob auf Reisen oder beim Ausgehen... - und in das Seelokal gehn wir schon lange nicht mehr... -

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