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Das Weinlog

02.03.05 @ 22:25

Gemeinsam!

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Insieme – gemeinsam – touren derzeit 9 piemontesische Winzer durch Österreich, die mit dem L’Insieme eine vinophile Marke, die höchste Qualität mit sozialem Engagement vereint, geschaffen haben. Altare, Corino, Grasso, Molino, Revello, Veglio, Alessandria, Caviola und Morando verwenden ihre hochwertigsten Trauben für die Produktion eines Weines, der als gemeinsamen Anspruch eben jene höchste Qualitätsstufe zu erfüllen hat, der die Idee des territorio vermitteln soll, der zwar in äußerlich einheitlichem Kleid auftritt, aber sonst jedem Winzer (und es sind durchwegs kleine Winzer mit sehr familiärer Produktionsstruktur) seine persönliche Freiheit und Interpretationsmöglichkeit lässt.

Dass neben den Hauptrebsorten Nebbiolo – aus besten Barolo-Lagen – und Barbera auch Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah ins Spiel kommen, ist eine durchaus gewollte Hinwendung zu einer internationaleren Stilistik – oder wenn wir so wollen (und vielleicht freundlicher ausgedrückt) zu einer allgemeineren Verständlichkeit der Weine, denn immerhin fließen von jeder Flasche, deren Produktion auf 5000 Stück pro Weingut beschränkt ist, 10.000 Lit, also più o meno 5 €, an „L’Insieme Onlus”, eine Non-Profit-Organisation, die soziale und kulturelle Projekte unterstützt.

Dieses Hinausbewegen über die gewohnten Bezeichnungen der Langhe, das Ausschöpfen aller Möglichkeiten des Bodens, das Gemeinsamwerden von Kraft des Barolo, Unmittelbarkeit des Barbera und „Exotik” von Cabernet und Merlot lässt eine weite Bandbreite an Weinen mit Potential entstehen, von geschmeidiger und ungewohnt weicher Fruchtintensität wie bei Mauro Veglio oder Gianfranco Alessandria, von charmanter bis markanter Struktur wie bei Federico Grasso, Giovanni Corino oder den Fratelli Revello, von ursprünglicher Würze (Heuduft!) bei Giulio Morando, der neben den heimischen Rebsorten auf Syrah setzt, bis hin zur unübertroffenen Eleganz des Elio Altare. Die für mich reizvollste Kombination aber war der durch Pinot noir erweiterte Insieme von Giuseppe Caviola, weil hier die Ursprünglichkeit des Weines am deutlichsten gewahrt wird und durch den Pinot nur eine sanfte Umfärbung erfährt.


Der erste gemeinsame Auftritt in diesem Jahr fand heute im umwerfend neu gestalteten Rosengarten des Simon Taxacher in Kirchberg statt, wo das Rundum-Service der Qualität der Weine (natürlich haben die Winzer auch diverse Barolos, Barberas und andere im Gepäck!) entsprach; feinstes Fingerfood, das sich vor Jörg Wörther nicht zu verstecken braucht, sorgte für entsprechende kulinarische Unterstützung.

Morgen, Donnerstag 3.März sind die Insieme-Winzer im Palais Coburg zu Gast und treffen dort auf weitere Gemeinsame: die Pannobile Winzer! Hingehen, anschauen, kosten ....

Informationen zu den einzelnen Winzern bei der die Österreich-Tour organisierenden Agentur Strobl-Kriegner
i.dunzendorfer@strobl-kriegner.at

oder, wer des Italienischen mächtig ist, über die Organisation allgemein unter www.langhe.net/inserzionisti/index.asp?id=0131

10 Kommentare | Kommentar abgeben

andreasbigler, 07.03.05 @ 12:46

@ Highjacking
... immer noch kultivierter als "Raping"!

steppenwolf, 04.03.05 @ 16:17

Hijacking
Müssen wir jetzt zur Kenntnis nehmen, dass durch die Erwähnung der Refraktionierung sich innerhalb dieser Webseiten Fraktionen bilden?

ChristophWagner, 04.03.05 @ 11:39

Highjacking
Verspreche mich zu bessern und Piraterien aller Art in Hinkunft zu unterlassen. Gehört sich ja nicht für einen Bürgermeister. Selbst im Herzen des seriösesten Politikers scheint doch irgendwo ein Raubritter zu wohnen. Ist ja im normalen (nichtvirtuellen) Leben nicht anders.

-hs, 04.03.05 @ 09:49

Highjacking
Nach dem "highjacking" dieses "threads" durch unserer BM versuche ich die Diskussion doch wieder auf den einleitenden Beitrag von ad zurückzuführen um mich dafür zu bedanken, dass sie mich gerade noch rechtzeitig auf diese Veranstaltung aufmerksam gemacht hat.

Ganz kurz und oberflächlich meine Eindrücke: von den „L’Insieme” haben mir die von Gianfranco Alessandria und Giovanni Corino mit Abstand am besten gefallen: Der eine mit klarer Frucht und sogar Finesse, der andere stoffig und druckvoll. Der von Elio Altare war zwar massiv mir aber ansonsten eher wenig zugänglich.
Der Barbera von Corino überzeugte mit helltönigem Fruchtcharme genauso wie die Baroli Giachini und Arborina 2001: der erste zwar deutlich holzgeprägt, aber nicht zu poliert und mit viel Substanz, der zweite in der momentanen Phase zwar (Campino!-) fruchtdominiert aber mit feinem und doch konzentriertem Tanninrückgrat recht vielversprechend. (Die beste und geschlossenste Serie.)

Begeistern konnten auch noch die Baroli Bricco Luciano 1999 von Silvio Grasso und Vigneto Arborina 2000 und 2001 von Mauro Veglio, insbesondere aber der Barolo San Giovanni 2001 von Gianfranco Alessandria: schöne Teernase, zugleich süß, auch am Gaumen Teer und Rauch, viel Frucht, toller Bogen und beeindruckende Länge.

Auch die nachfolgende - einem wohltätigen Zweck dienende - Versteigerung primär österreichischer und italienischer Raritäten verlief (für die Veranstalter) außerordentlich erfolgreich.

steppenwolf, 04.03.05 @ 09:15

@gebeamter Wein
Wer schon einmal beim Beamen zugesehen hat, (Startrek und co.) wird sich an die Flimmerphase erinnern, während der die einzelnen Atome wieder zusammengesetzt werden. Wir haben hier also nicht nur die Zerlegung in Alkoholgehalt und Aromatik sondern eine viel gründlichere vor uns.
Der gebeamte Wein ist daher von vornherein immer nur eine Cuvee seiner selbst.
Wahrscheinlich reicht aber bereits eine entsprechend genaue chemische Beschreibung um Wein aus rein künstlichen Stoffen nachzubauen, was mich an den alten Witz erinnert, wo der Weinbauer auf seinem Sterbebett seine Söhne zu sich zitiert, um ihnen die allerletzte Weisheit über seinen berühmtesten Wein weiter zu geben. "Wisst ihr, Wein kann man auch aus Weintrauben machen." Flüsterte es und schied dahin.

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