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Das Weinlog
today @ 11:56
DER DEUTSCHE WEIN
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Seit Jahren von den Weinkarten und Kellern nicht mehr wegzudenken. Allerdings war das nicht immer so. In Österreich hatte man genug Weißwein und natürlich Riesling. Die Paradesorte unserer Lieblingsnachbarn. Die Moselregion, die lange nur für ihre restsüßen Prädikatsweine weltberühmt war, glänzte auch durch Massenfüllungen wie BLAUE NONNE oder die LIEBFRAUENMILCH. GRÖVER NACKTARSCH nicht zu vergessen. In der Spitze immer groß, in der Masse oft furchtbar. Diese billigen Varianten sind mittlerweile wesentlich weniger und die vielen, klassischen Lagen glänzen wieder. Nahezu ewiges Leben und dann entsprechende Preise sind heute zu erwarten. Die großen Namen waren fast immer hervorragend und diese Winzer bringen ihre besten Chargen zur alljährlichen Versteigerung der VdP (Verband der Prädikatsweingüter) nach Trier. Ein kleiner, runder Kleber deutet dann auf diese Rarität hin.
Riesling bleibt sicher die Leitrebsorte, jedoch hat in Franken der Sylvaner viel aufsehen erregt. Chardonnay gibt es mittlerweile auch in feiner Qualität. Beim Rotwein hat der LEMBERGER, unser Blaufränkisch, an Menge zugewonnen. Der SPÄTBURGUNDER, Pinot Noir ist auf dem Weg zur Größe. Ahrtal, Franken und einige andere Regionen seien erwähnt. In privater Runde begab sich eine kleine Bestandsaufnahme. Hermann BOTOLEN als Gastgeber und die Küche des Restaurant FUHRMANN waren bestechend an diesem Abend.
RIESLING FLIGHT
DÖNNHOFF HÖLLENPFAD GG 2024 NAHE
Jung und noch etwas verschlossen, braucht viel Luft. Gibt man diese, kommt ein feines Paket, Frucht, Struktur, Säure, Länge, noch nicht in Harmonie, wird sicher noch.
SCHÖNLEBER HALENBERG GG 2018 NAHE
Bereits in guter Form, gewisser Fruchtschmelz. Alles da, im Moment wunderbar zu trinken. Macht Spaß und hält noch ein Weilchen. Gute Länge und feine Zesten im Abgang. Sehr schön.
BREUER SCHLOSSBERG GG 2019 RHEINGAU
Die rare Top Lage ist ein Star an diesem Abend. Bestechende Struktur und Säure mit charmanter Frucht. Sehr lang und verwoben. Großartiger Wein heute und in Zukunft. Chapeau.
VON WINNING MARMAR 2017 PFALZ
Eine besondere Parzelle in der Lage UNGEHEUER, die hier gefüllt wird. Und eine Monster an Präzision und Struktur. Irre Säure und Länge. Ein aufregender Wein, der sicher noch Zeit braucht. Mit dem Schlossberg als Vergleich, fehlt im Vergleich der Fruchtschmelz, da hat der BREUER die Nase vorne. Ansonsten eine Stilfrage, beide Top.
SCHÄFER FRÖHLICH GG FELSENBERG 2012 NAHE
Einen Riesling-Sieger muss es geben. Es kommt hier die Reife zu tragen. Die Weine dieses Winzers können jung reduktiv und verschlossen wirken. Diese Flasche besticht allerdings. Kein lauter Wein, aber unwiderstehlich dicht und ruhig. Sehr lang und mit toller Säure. Am Beginn der Trinkreife. Klasse im Glas.
SPÄTBURGUNDER
KLAUS PETER KELLER MORSTEIN FELIX 2019 Versteigerungswein RHEINHESSEN
Einer der ganz großen, auch gehypten Namen. Vor allem bei Riesling, gibt es auch einen Rotwein aus der Lage MORSTEIN. So richtig teuer und selten. Charmant und leichtfüßig, gute Struktur und Länge. Macht schon Spaß, aber der Preis ist heftig.
FÜRST HUNDSRÜCK GG 2017 FRANKEN
Das hat Klasse und mehr Struktur, nicht so charmant, mehr straight und die Gerbstoffe sind schon angenehm präsent. Lang und sich besser zeigend. Nicht umsonst zählt das Weingut zu den besten in Franken und bei Pinot in Deutschland. Beeindruckend.
REBHOLZ IM SONNENSCHEIN GG 2010 PFALZ
Bei diesem Namen kann nur die Sonne im Glas scheinen, und dies macht sie auch. Reifevorteil, ein schönes Glas Burgunder. Feinfruchtig, Länge und Struktur der Tannine sind ein Vergnügen. Herrlich.
FRIEDRICH BECKER HEYDENREICH GG 2013 PFALZ
Ein weiterer Star des deutschen Weinbaus, gerade bei den Burgundersorten. Und einer Paradeweine im Glas. So richtig glänzt dieser aber nicht, das Holz trocknet ihn im Finale etwas aus. Gut, keine Frage, aber das müsste besser sein.
Königsklasse MOSEL PRÄDIKAT
KLAUS PETER KELLER RIESLING SCHUBERTSLAY KABINETT ALTE REBEN 2019 Versteigerungswein
Tja, richtig selten und richtig teuer. KPK hat eine Parzelle 0,7 Hektar an der Mosel gepachtet, wurzelechte Reben aus 1902. Das Ergebnis ist brillant. Straff, lang, dicht, verwoben, zarter Schmelz, irre Säure. Dramatisch jung und gut. Ein Erlebnis und für ein langes Leben. Großes Kino. Danke.
WILLI SCHAEFER GRAACHER DOMPROBST RIESLING SPÄTLESE 2009 Versteigerungswein
Tradition pur, eine alt eingesessene Familie und eine klassische Lage ergeben einen perfekten Moselwein. Honig, Melone, Marille, Minze, lang und eine tolle Säure. Sehr kompakt und komplex. Deswegen ist die Region berühmt. Erste Reife erreicht. Beide Weine bestechen und sind wahrlich groß.
Danke
Michael Kantor
www.herbeck.wien
--- 04.09.18 @ 20:56
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--- 04.11.17 @ 09:30
Über würdige, reife Weine / schischi: Mein persönliches Highlight - Uns hatte einmal ein Winzer, das muss so um 2010 gewesen sein, einen Weißwein... [mehr]
--- 09.10.17 @ 20:27
Was Chemtrail-Glaube und Biodynamischer Weinbau eint / OberkllnerPatzig: Feuer - Was man womöglich noch hinzufügen kann ist, dass manche Winzer, die sich rühmen,... [mehr]
--- 18.04.17 @ 12:49
Rauf die Preise! / PICCOLO: Schnell kommt man ans Bildermalen... - Doch schwer an Leute die es bezahlen. So salopp sagen, die Preise sollen rauf,... [mehr]
--- 13.10.16 @ 13:42
Rauf die Preise! / Meidlinger12: Beisl - z.b. das Quell kann noch immer das große Gulasch um 6,90 anbieten. Muß aber... [mehr]
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Tischgespräche --- 11.05.07 @ 11:48
Das Gastlog --- 04.09.06 @ 16:45
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Christoph Wagner's Weblog --- 04.02.06 @ 13:33