Jell (Krems)
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Das Entsetzen, nicht alle Speisen dieser Karte konsumieren zu können, steht mir noch Tage später ins Gesicht geschrieben. Ich werde mir ein Zimmer in der Nähe des Gasthauses suchen und mir einfach eine Woche ausschließlich den Wamst bei Jellen vollhauen.
Ich weiss nicht, wann ich das letzte Mal auf jedem Gericht so einen ca. 1 mm hohen, glasklaren Spiegel gesehen und geschmeckt habe - das sich prompt einstellende, intensive und nachhaltige Sättigungsgefühl ist die mittlerweile vergessene Konsequenz abgeschmalzener Gerichte.
Bei Frau Jell nur so auf ein Gericht vorbezuschauen, ist purer Masochismus. Gedeck, Vorspeisen-Niernderl, Hauptspeisen-Meisen mit Grammelknöderl, bloss 2 Achterl vom Lokalen - das kann es doch wohl nicht sein. Ich fühle mich wie ein trotziges Kind, dass zu Weihnachten nicht ausreichend beschenkt wurde und will sofort wieder hin und all die anderen Gerichte in tiefer Demut vor deren Genusswürdigkeit assimilieren.
Fäaken und Gourmands, ich habe mein Paradies gefunden. Sic.
Gregor Fauma 21.06.06
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Zwischen viel altem Ahorn- und Zirbenholz kocht Ulrike Amon-Jell mit einer Selbstverständlichkeit auf, als hätte sie nicht nur den Wirtinnenberuf, sondern auch das Kochen erfunden. Als eine Art gutbürgerliches Alter Ego der „feinen” Lisl Wagner-Bacher verwöhnt sie ihre Gäste mit so herrlichen Gerichten wie marinierten Flusskrebserln auf Kürbis-Chutney, glacierten Kalbsnierndln auf Waldschwammerl-Risotto, Gänseleberstriezel, Surbauchfleisch auf Specklinsen mit Grammelknöderln oder Topfennockerln mit Marillenröster.
Die Zutaten von Ulli Jells Küche stammen durchwegs aus der Region, und soweit sie der „Fleischeslust” gewidmet sind, sogar aus der eigenen Familie: Ehegespons Helmut Amon sorgt nämlich als Fleischermeister nicht nur für das Beste von Schwein, Kalb, Rind & Co., sondern auch dafür, dass Ehefrau Ulrike zu jedem Gedeck einen köstlichen Hausspeck offerieren kann.
Zu Höchstform läuft Frau Jell allerdings alljährlich im Herbst auf, wenn sie nicht nur ihre Reh-Medaillons in der Mandelkruste auf Marillenröster, sondern auch ihren Fasanenbrustfilet im Speckhemd auf Hagebuttensauce kredenzt, das zum Besten zählt, was man in Sachen Niederwild zwischen Maria Taferl und Hainburger Tor vorgesetzt bekommen kann.
Christoph Wagner 16.10.03
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ø 1.75 Punkte (8x bewertet)
empfohlen am 16.10.03 @ 16:51
Hoher Markt 8-9
3500 Krems
Telefon: 0 27 32.82 345
Fax: 0 27 32.82 34 54
Ruhetag(e): Mo
Küchenzeiten: Di-Fr 11.30-14, 18-22, Sa, So 11.30-14 Uhr; Betriebsferien: 3 Wo. Anf. Febr., 2 Wo. Anf. Juli
Menüpreis: ![]()
Inhaber: Ulli Amon-Jell
Küchenchef: Ulli Amon-Jell
Kreditkarten: Visa, Mastercard
Besonderheiten: Hausbrände
• Durch die Wachau
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