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Kim (Wien)

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Sohyi Kim kocht wieder im eigenen Restaurant. Das schon seit bald zwei Jahren, nicht weit vom alten Platz hinter der Volksoper. Insider wissen das natürlich längst, auch die Gremien sind informiert, und kubse blättert hie und da in einem von ihnen, was alte/neue/erneuerte Ideen mit sich bringt.

Kim ist eine alte Idee, die früher nie zur Realität wurde, warum auch immer. Jetzt gab es einen Anlass zu feiern, und ich hab tatsächlich im Gault Millau nachgeschaut, wo ich hin will.

Also
versucht Platz zu ergattern. Anfrage via SMS, Uhrzeit egal, wurde recht bald positiv und sachlich beantwortet, würde 19 Uhr passen? Ja gerne. Zwei Wochen später Frau Kims Anfrage, ob eh aktuell, wenn keine Antwort bis 15 Uhr, dann würde der Tisch anderweitig vergeben. Ich befürworte es prinzipiell, dass sie wissen wollte, ob ich wirklich kommen würde, aber eine einfache Erinnerung hätte (bei mir) auch genügt und weit weniger irritiert. Man fragt sich ja schon, was man angestellt hat. Und macht sich ein wenig Gedanken, was passiert wäre, wenn man grad für ein paar Stunden in einem Sendeloch verbracht hätte – es gibt tatsächlich Bereiche an meinem Arbeitsplatz, wo absolutes Netzvakuum herrscht, viele Meter unter Tag…
Dieses Prozedere hat in der Vergangenheit immer wieder Staub aufgewirbelt, und auch hier nimmt es einigen Raum ein, aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass so etwas wirklich die Vorfreude auf einen Abend trüben kann. Man wird einfach unsicher, ob man eh dazu gehören darf… Oder so ähnlich…

Man darf.
Eines ist mir ein Herzenswunsch festzuhalten: Frau Kim ist eine äußerst liebenswürdige Gastgeberin. Punkt. Es kommen Erinnerungen an diverse Wunderheiler oder Psychotherapeuten, die so gut und gefragt sind, dass sie sich mit manchmal eigenartigen Mitteln vor dem allgemeinen Ansturm schützen müssen.
Das Restaurant ist klein. Der vordere Bereich, ähnlich einer Bar, mit Hochtischen, wirkt erst einmal gemütlicher, aber ob man das Menü dort einfach so durchhält? Kommt auf einen baldigen Versuch an. Wir gehen nach hinten, vorbei an einer winzigen Küche, in der sich zwei Köche das Mis en Place herrichten. Später geht es dort richtig zackig zu, wer aufs Klo will/muss, darf/soll kurz einen Blick auf diese Geschäftigkeit werfen. Ach ja, das Klo: eines für alle, aber nicht alle für einen – wenn jemand schon drin ist, heißt es warten, das Lokal ist ja klein ….

2 Kritiken | Kritik verfassen

OberkllnerPatzig, 03.06. @ 16:17

Vor vielen Jahren, da war ein Besuch bei Kim wie eine Abenteuerreise. Alles war neu, so vieles war überraschend, die Kombinationen der Aromen und Konsistenzen waren einmalig und zumindest für Wien revolutionär. Auch die Ästhetik des Lokals. Hinzu kam, dass Sohyi Kim sich niemals mit der Aura des Elitären umgab. Allüren eines echten Stars, und das war Sohyi Kim damals, schienen ihr unbekannt. Das tat wohl.
Das hat sich auch nicht geändert. Sohyi Kim ist eine wunderbare Gastgeberin, stets gelassen, nie anbiedernd, scheint mir den Gästen nicht nach dem Mund zu reden.

Für mich wurde über die Jahre hinweg jedoch aus einer spannenden Abenteuerreise nun ein Nach-Hause-Kommen. Kims Kochstil wurde so oft kopiert, nachgemacht, interpretiert - sie selbst hat ihre Gewürzmischungen und Salze unter die Leute gebracht - hier noch Überraschungen zu setzen, ist schwer. Alles schmeckte ganz wunderbar, wohlig konnten wir vor uns hinschnaberln.
Ein unaufgeregter Abend auf hohem kulinarischen Niveau.

OberkllnerPatzig, 05.06.19 @ 14:40

Großartig
Allzu oft fülle ich mittags in mich nur billigen Trash rein ... Kebab, Billig-Sushi, Asia-Box, Wurstsemmerl, ... dieser aggressive Mittagshunger will das so. Nicht jedoch heute. Heute war ein anderer Tag, ein guter, ruhiger Tag, an dem am Vormittag schon viel weiterging, an dem ich mir darüberhinaus auch noch zwei Hosen und ein Leiberl kaufte - um dann letztendlich vor Kims Lokal zu stehen, die Mittagskarte zu lesen, freie Tisch zu sichten und nach vorsichtigem Fragen darin Platz zu nehmen. Good choice!
Dann kamen die gewählten Dim Sum: So wunderschön angerichtet, so leicht und seidig am Gaumen, so filigran in ihrer Textur, so mehrdimensional vom Geschmack ... irre. Und erst der sie umgebende Salat! Womöglich muss man oft Trash essen, um diese andere Galaxie der Kulinarik so deutlich wahrzunehmen. Ich war hin und weg. Danach gab es Bibimbab mit Gemüse, Reis und spicy Tuna. Eh auch gut, speziell der Reis. Aber ich träume noch immer von den Dim Sum ...
Hinterher als Abschied aus der Küche ein kleines Schoko-Ingwer-Dessert, das ebenso verstörend gut war.
Kim sieht mich demnächst am Abend, beim großen Menü - versprochen!

Speising sagt

hervorragend + Liebling der Redaktion

empfohlen am 10.03.17 @ 01:54

Adresse

Währinger Straße 46
1090 Wien
Telefon: +43 664 4258866
Email: restaurant@kim.wien

Ruhetag(e): Mo, Di, So, Feiertags
Küchenzeiten: Mi-Sa 12-15 Uhr und 18-23 Uhr
Menüpreis: €€€€

Inhaber: Sohyi Kim
Küchenchef: Sohyi Kim
Besonderheiten: Öffnungszeiten: Mi-Sa 12-15 Uhr und 18-23 Uhr

www.sohyikim.com/restaurant

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