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Mraz & Sohn (Wien)
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2017 schrieb ich hier:
Ja, was soll ich da lang herumschreiben ... es war umwerfend. Umwerfend in jeder Hinsicht. Der Empfang, das Service, die Speisen, die Getränke, ... #seufz Der erste 4-Punkter seit 7 Jahren, erst das zweite Lokal in Österreich mit 4 Punkten. Verdient.
2022, das Mraz & Sohn wurde umgestaltet, Zeit, für einen erneuten Besuch nach doch mehreren Jahren. Seinerzeit hatte ich dort kulinarische Erweckungsmomente, live changing. Diesmal, 2022, schrieb ich, zusammengefasst: "... eher kleines Kino. Auf der Speisekarte steht es eh: "Fine dining sucks".
2025 hingegen schreibe ich:
Mraz & Sohn 2025, geil war´s
Dieses Menü (177,77) hat richtig viel Freude bereitet. Entspannte Spitzenküche mit viel Witz in lockerer Atmosphäre - hat mir deutlich besser gefallen als 2022. Was gab es:
-> Smashed Spargel Salat , mit Radieschen, Rhabarber und geräuchertem Paprikaöl: Da war er wieder, der typische Mraz-Geschmack, abgefeimt, frech, hinterfotzig - vier Männer bei Tisch, viermal breites Lächeln, Vorfreude pur auf das zu Folgende.
-> Gefüllte Morchel, mit Kartoffelteig gefüllt, dazu Sweet Sauerklee Sauce
-> Lachsforellentoast , Lachsforellenschwanz geräuchert mit Curry Mayo und Senfblättern: Explodiert am Gaumen, die Senfblätter machen den Unterschied.
-> Tauben Tantan, mit Salatblättern, Maiwipferl, Leinsamen und Leindotter Hollermarinade: schlicht göttlich gut.
-> Lachsforellen Sashimi, aus dem Bauch der Forelle geschnitten, in Kohlrabi, mit Zitronenbasilikumblatt und Langustinenöl: Schnapp und weg. Sehr gut.
-> Lachsforelle mit geräucherter Beurre blanc , Beurre blanc mit grünem Spargel, Lachsforellenkaviar, Erbsenschalensojasauce & Jungknoblauchöl: Was für ein perfektes Gericht! Textur, Aromen, anbiedernden Geschmeidigkeit ...
-> Spargel Spieß , mit Tteokbokki, Grammel, glasiert mit Kriecherl Gochujang, Sauerklee: Das sind klebrige Reisküchlein, Konsistenzwunder, mit allerlei Tand darüber - sehr, sehr gut. Witzig.
-> Taube Pariser Art, Taubenbrust mit Bergkäse Pariser Panier, falsche Tomatensauce aus Rhabarber und Heubutter, dazu ein knuspriges Haxerl - bewunderswert gut zubereitet.
-> Bambus- Messermuschel Suppe, Tauben Consommé mit Bambus gefüllt mit Messermuscheln, Rettich und Kamillenöl: Auch gut.
-> Käse: eh.
-> Rhabarber Lolli mit Cola – Pfeffer Knisterbrause
-> Eis Rhabarber Knödel mit Puffreis und Genmaicha Matcha Tee
-> Brigittenauer Bomben, mit Holler und Kokos
Tolles Weinservice, wenige Flaschen um die 40, viele um die 90 Euro und darüber. Es gibt eine AF-Begleitung.
Wer hätte je gedacht, dass das Konzept der 90er von „Lustig essen“ (wer erinnert sich?) die Linie der Spitzengastronomie 30 Jahre später zeichnen wird? Jeder Gang eine feine, raffinierte Miniatur, zwei Bissen, und schon kannst Dich auf den nächsten Gang freuen. Und trotzdem würde ich zu gerne von dem einen oder anderen Gang zumindest Pintxo-Größe am Teller haben. Spitzenhütte, unkomplizierter Hochgenuss, ganz bestimmt wieder.
Gregor Fauma
OberkllnerPatzig, y-day @ 21:51
OberkllnerPatzig, 23.04. @ 15:59
Bester Mraz ever.
2026, mein fünfter Mraz-Besuch
Der beste Abend, den ich im Mraz hatte, 2017 inklusive. Jeder Gang ein Heuler, die Aromen und Texturen knallen rein, dass es nur so eine Freude ist:
Radischen Umbebohsi Kaltschale, daneben/dazu weißer Spargel, zerrupft und mit einer Salsa aus Pinienkernen und Tahina bedeckt. Göttlicher Einstieg.
Sauerteig Laugen Croissant mit Fischaufstrich von entzückender Schärfe. Herrlich.
Uwalli (Waller Unagi): Auf mit Bananenessig gewürztem Sushireis ein Stück auf Holzkohle angekokelter Waller, darüber Sauerklee, und ein Nori-Blatt als Taco-Ersatz. Eingelegter Rhabarbar ersetzt den eingelegten Ingwer. Dazu Marumero Sake X Quitte von Kura Wien, 2026.
Im Zusammenspiel genial - der Sake mit Quitte trägt diese zwei herrlichen Bissen, es kommt alles zusammen, was am Gaumen glücklich macht.
Sardine im Feigenblatt, vulgo ein fettes Stück Sardine, gut versteckt unter Unmengen von Frühlingskräutern, beträufelt mit Feigenblattöl. Dazu zum Knuspern ein frittiertes Feigenblatt. Wieder ein weltbestes Gericht. Genial dazu der Wein: Le Vindicateur Sec von Chateau Laffite 2024, aus dem Jurançon. Eine salzige Explosion, gekeltert aus Petite und Grand Manseng-Reben.
Saurer Waller, perfekt glasig, umspült von einem Cremesupperl - dazu Tschidas 22er Brutal, ein Gemischter Satz, der 40 Monate im Holz auf der Hefe reifen durfte. Traumwein, der auch zum stetigen Zwischenwein der Weinbegleitung wurde. Purbacher Lagen, eine Spur Chenin blanc darin - ein Jazzkonzert zwischen Nase und Abgang.
Spargel Wellington a la Tempura: Die knusprige Tempurahülle, der perfekte Spargel, dazu eine süßsauerscharfe Vinaigrette ... wäre ich Oligarch, ich ließe mir ein Bad mit dieser Vinaigrette ein. Der Wein dazu mir zu ruhig: Suané Blanco Reserva 2019 aus Haro/Rioja.
Mandel Marpo: Mapo-Tofu auf Mraz´sche Art. Statt Tofu eine Art Mandelfrischkäse, faschiertes Lamm, gepopter Reis, viel Stangenzeller ... da wurde es ganz, ganz still bei Tisch. Genialisch.
Der Wein dazu, ein GV Hochrain von Veyder-Malberg, Wösendorf/Wachau. Den trinke ich lieber ohne dazu zu speisen. Es musste wieder ein Glas Brutal her.
Lamm Tacos: Ein Stück von der Schulter, butterweich geschmort. Ein Döner vom Bauch. Dazu Senfsalate, Koriander, rote Zwiebel, Avocado und Tacos: Nette Idee, sich sein Taco selbst zu füllen, geschmeckt hat es sensationell gut. Die Mole, in der das Fleisch lag - einfach unsagbar köstlich.
Dazu im Glas ein 23er Nebbiolo von Piero Busso, schön fruchtig, guten Zug, viel Struktur für diese Aromenbreite am Teller. Perfekte Wahl.
Käse vom Wagen, dazu perfekt eingekochte Frucht-Gewürzsaucen bzw. eingelegte Hollerblüten. Erneut Tschida im Glas.
Zu den Desserts ein Riesling Kabinett von Kai Schätzel, 2024. Auch den trinke ich lieber ohne zusätzlicher Nahrungsmittel.
Büffelmilch Panna Cotta ließ alle schmunzeln, gebackener Rahbarber mit Haselnuss Parfait und ein finaler süßer Sandwich. Erinnerungen nicht mehr ausreichend ;-)
Ein glücklich machender Abend, Mraz at their best. Rückblickend und neudeutsch: In ihren Primes. Wow.
188,88 das Menü, 111,11 die Weinbegleitung.
Die Fotostrecke auf facebook.com/SPEISING.NET
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empfohlen am 31.01.22 @ 17:49
Wallensteinstraße 59
1200 Wien
Telefon: +4313304594
Email: restaurant@mrazundsohn.at
Ruhetag(e): Sa, So, Feiertags
Küchenzeiten: Mo-Fr abends
Menüpreis: ![]()
Inhaber: Fam. Mraz
Küchenchef: Lukas Mraz
Kreditkarten: Visa, Mastercard
Besonderheiten: Zwei Michelin-Sterne
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