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SPEISING Open

16.01.08 @ 09:18

Teuer muss schmecken.

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Die derzeit durch alle Medien geisternde US-Studie (als ein Beispiel von vielen möge dieses tinyurl.com/23skb3 dienen) zur Korrelation von Weinpreis und Geschmacksempfinden enthüllt, was wir eh schon immer wussten: Teures MUSS schmecken.
Deshalb besuchen wir eifrig Blindverkostungen, um das Gegenteil zu beweisen, frönen in kostspieligen Lokalen der Genusssucht, um das Haar in der Suppe zu finden, und trauen selbstverständlich keinem Marketing-Strategen über den Weg.

Blöd nur, dass das, was mehr kostet, auch wirklich sehr oft besser ist. Haben Sie schon mal Kaschmir gefühlt? Zum Süchtigwerden! Ja, guter Geschmack kann leider auch teuer sein. Muss aber nicht, wissen wir eh, und ich frag mich, wie das so ist, Cabernet-Schlürfen im Computertomographen?

Angelika Deutsch

88 Kommentare | Kommentar abgeben

mazi, 24.01.08 @ 22:32

Hier irrt Goethe
Danke, liebe piccolina, für das Stichwort: es gibt eine schöne Anekdote zum Interpretationswahnsinn (was in gewissem Sinne auch das Thema betrifft)! In einer Fußnote zu einem autobiographischen Text Goehtes, in welchem er meinte, seine große Liebe sei Friederike Brion gewesen, schreibt der Interpret: Hier irrt Goehte.

Wenn einem ein teurer Wein besser schmeckt, schreibt dann jemand, der's besser weiß: Hier irrt der Gast? Was ist bei einem billigen Wein? Oder bei einem guten, aber günstigen Wirtshaus?
Geschmack muss nicht mit Geld zusammenhängen, ist aber subjektiv und kann weder von Studien noch von gutgemeinten Tipps (weißt Du noch, lieber dfw, vor fast einem Jahr haben wir da über Geschmack debattiert:-)) Und darüber, dass man Geschmack nicht angreifen soll, weil man damit die Kinderstube schlecht macht...) objektiviert werden. Und wenn einer das Geld braucht, um etwas schätzen zu können - na dann!
non olet (sed delectat, hoffentlich).

PICCOLO, 24.01.08 @ 21:54

@Paul
Im Mittelalter war ein Hering in Salzburg 70 Mal teurer als an der Nordsee wo man ihn fing und einsalzte.
Als die Handelsherren wie Jakob Fugger beispielsweise das Guajakholz zu importieren begannen, verstand jeder sofort warum das Mittel so teuer sein mußte. Alles was teuer war - war zu recht teuer. Es dürfte sich genetisch eingeschrieben haben. Weil dazumal etwas dumm überteuert zu verkaufen war verdammt gefährlich. Nicht nur die Marktverwaltungen auch der Pöbel machte mit Preistreibern kurzen Prozess.
Wenn mich in Spanien ein marokkanischer Straßenhändler mit einer 30 Euro Rolex überzeugen will, sage ich immer, Mensch verkauf das doch nicht so billig, eine Rolex kostet mindestens 2000Euro! Du kannt Millionär werden. Also ich würdei hm 1500 Euro dafür gerne zahlen. Der schaut dann etwas blöd und haut ab.

Paul, 24.01.08 @ 16:04

Teuer schmeckt besser
Erlaube mir für die spanischsprechenden Mitglieder einen link und einen kurzen Ausschnitt aus einem Wein-blog zu schicken, der besagt, dass man in einer Studie in Calfornien nachgewiesen hat, dass Wein besser schmeckt, wenn der Trinker weiss, dass er teuer ist.
mfg,

http://www.elgrancatador.com/2008/01/17/mas-caro-mas-placer-%c2%bfes-posible/#more-943
I
nvestigadores californianos demostraron que el placer al beber vino aumenta si es caro.

Usted pensará cómo es posible y de qué manera fue probado. Pues éstos investigadores son bastantes inteligentes y han podido demostrar la fuerza que tiene el Marketing.

En este caso, en el estudio que divulgaron esta semana, los investigadores mostraron que se puede aumentar el placer que siente una persona al beber vino incrementando su precio.

TomCool, 24.01.08 @ 10:37

Genau...
Weil die Philharmoniker spielen auch mimer schlecht, wenn man die Karteng eschenkt bekommt. ;-)

kubse, 24.01.08 @ 07:56

undankbar...
Ist der deppert?

Der war sauteuer. Banause.
Na gut. Wieder was gelernt.

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