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SPEISING Open
16.01.08 @ 09:18
Teuer muss schmecken.
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Die derzeit durch alle Medien geisternde US-Studie (als ein Beispiel von vielen möge dieses tinyurl.com/23skb3 dienen) zur Korrelation von Weinpreis und Geschmacksempfinden enthüllt, was wir eh schon immer wussten: Teures MUSS schmecken.
Deshalb besuchen wir eifrig Blindverkostungen, um das Gegenteil zu beweisen, frönen in kostspieligen Lokalen der Genusssucht, um das Haar in der Suppe zu finden, und trauen selbstverständlich keinem Marketing-Strategen über den Weg.
Blöd nur, dass das, was mehr kostet, auch wirklich sehr oft besser ist. Haben Sie schon mal Kaschmir gefühlt? Zum Süchtigwerden! Ja, guter Geschmack kann leider auch teuer sein. Muss aber nicht, wissen wir eh, und ich frag mich, wie das so ist, Cabernet-Schlürfen im Computertomographen?
Angelika Deutsch
88 Kommentare | Kommentar abgeben
piripiri74, 30.01.08 @ 10:59
ach du dickes schwein
http://www.selection-online.com/p3_2_detail.php?SA_ID=64
piripiri74, 30.01.08 @ 10:58
ach du dickes schwein
da lob ich mir doch das fette (der wandelnde Olivenbaum - wegen seiner unmengen an ungesättigten Fettsäuren - fast wie Olivenöl ) "Iberico Schweinderl"
OberkllnerPatzig, 30.01.08 @ 10:53
Großes Missverständnis
Zu oft wird von Medien und Mitmenschen der Bio-Aspekt gänzlich falsch verstanden. Bio bedeutet in sensu strictu Umwelt- und Tierschutz, und nicht besserer Geschmack und gesündere Ernährung. Beide können Konsequenzen sein, müssen aber nicht.
Es ist ein Irrglaube, dass eine Biokarotte gesünder sei als eine Karotte ohne dieses Siegel. Wiewohl es für das Ökosystem verträglicher ist.
Darin liegt die aufkeimende Unzufriedenheit mit Bioprodukten, da Erwartungen aufgebaut wurden, die in der Realität gar nicht erfüllt werden können.
PICCOLO, 30.01.08 @ 10:26
@karlheinz
Sie treffen den Nagel am Kopf. Denn nicht jedes Bio- Schwein erfüllt die "Genusskriterien". Nur ein glückliches Schwein das sich selber und seine Natur genossen hat wird für unsere Nahrung richtige Tauglichkeit besitzen. Ich rate jedem Feinspitz der auf gutes Fleisch steht sich einen Bauern zu suchen, der ihm "sein" Schweinchen füttert und eventuell fertig zugerichtet , sauber verpackt ins Haus liefert. Das geht recht einfach auch wenn man in der Stadt lebt. Diese Symbiose wäre gegen den Markt und würde vielen Kleinlandwirten ein gutes Einkommen bescheeren. Wichtig für Schweine ist Frischluft und gutes Wasser. Das Futter ist bei jedem Tier zweit- und drittrangig. Da wird für die Futtermittelindustrie viel interpretiert aber es gibt wenig Beweise. Schweine besitzen den besten Magen aller Haustiere, der ist ein Alchemist und kann selbst Schwermetalle so binden dass sie nicht ins Fleisch kommen. (Daher bleibt beispielsweise der Dung der Wildschweine unbeachtet im Wald für die Käfer liegen, weil keinerlei Nährstoffe für größere Tiere mehr zu holen sind.
Der Schweinespeck war lange ein Mittel für Lungenkranke - eben weil gutes Fett nur an der frischen Luft gebildet werden kann. Die fettarmen Rassen werden durch die Stallhaltung noch extremer. Und auch wenns niemand wahrhaben will, es gibt bereits sehr viele Bio - Mäster die sich nur um das Pickerl bemühen, denen die Sau selbst aber egal ist.
Und es gibt bereits techniusche Methoden (Poltergeräte) die das Fleisch so bearbeiten, dass es beim Braten richtig gut "aufläuft" also eine besser Qualität vortäuscht. "Poltern" ist auch bei Speck und Shcinken die Fälschertechnik pur.
http://www.visilex.com/plugin.php?menuid=45&template=../plugins/lexikon/templates/lexikonfront.html&vc=5&visilex_key=P%C3%B6keln#Poltern
http://www.steinmetzohg.de/html/pkelauto.htm
Was nicht auf den Webseiten steht ist, dass durch diese Technik auch nur Wasser eingespritzt werden kann.... ich betone "kann"... Dann nämlich kommt es zu diesem Effekt allen guten Fleisches, es vergrößert sich beim Kochen.
karlheinz, 29.01.08 @ 18:16
@epicuria
"und jenes stück bioschwein, das ich unlängst zu schweinsbraten verbraten habe, kann man auch nicht mit einem billigschwein, das kaum geboren, fast zu tode gefüttert, schon wieder verpackt im supermarkt liegt, vergleichen."
stimmt. auch das mangalitza - schweinderl, nahezu ein ferrari unter den säuen, ist eine komplett andere kategorie als das 'oink vulgaris'.
fast ist es ja ein unmögliches möglich zu machen, es zu schweinebraten.
trotzdem kann ich meinen normalen hausschweinsbraten braten und ohne gröbere probleme essen , arm wär ich, wär ich angewiesen auf das hochpreisige. und solange ich low-food nicht von der speisekarte verdamme, kann ich noch unterscheiden.
der kontrast gibt mir viel!
--- 04.09.18 @ 20:56
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Das Weinlog --- 06.05. @ 11:56
Christoph Wagner's Weblog --- 04.02.06 @ 13:33