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SPEISING Open

20.07.12 @ 09:01

Die Idioten

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Da sitzen die Menschen im selben Flieger, und der eine zahlt 480 Euro, sein Sitznachbar 230 Euro und eine Reihe davor fliegt jemand um 48 Euro mit. Wer von den Dreien ist laut Werbung der Idiot?

Sind Sie gerne Idiot? Gehen Sie noch zu normalen Preisen essen? Zu Preisen, die ein Wirt kalkuliert hat, um sein Geschäft betreiben zu können? Warum sollten Sie.

www.lafourchette.com , eine gut gelungene Gourmetplattform aus Frankreich, gibt Restaurantbetreibern die Möglichkeit, Restplätze anzubieten. Auf A la Carte Gerichte gibt es dann 30 bis 50 Prozent Rabatt. Und dann sitzen sie wieder nebeneinander, die Schnäppchenprofis und die Idioten. Die Frage ist, wie lange lassen sich die Idioten das gefallen?

9 Kommentare | Kommentar abgeben

PICCOLO, 22.07.12 @ 14:57

man könnte viel billiger sein...
..nur unsere Vordenker, zu 150% vom Welthandel gesteuert verdonnern die Gastronomen in ein Hamsterrad: Vielfalt ist gefragt, jeder Chichi muß mitgemacht werden. Ganz typisch zu sehen wenn man sich Convienience food Magazine der Großmärkte vornimmt. Da wird gepatzelt und mit Produktvielfalt onaniert, dann noch die Pickerlbio - Mentalität ausgelebt... Und überall anderswo auch, bei den TV Brutzlern uvm..

Wenn ein Wirt nur ein zwei wirklich gute Menüs bietet kann er billiger sein als Macdonalds. Daher sage ich ganz offen, dass unsere "schreibenden" Freunde nur den Großmärkten in die Hände arbeiten. Kein Wunder ich kann mir ja keinen Redakteur anstellen und mir ein Hochglanzhefterl schreiben lassen.
Schau ich kauf das Kalbsfleisch im Ganzen ein, Da könnte ich locker ein Kalbsschnitzel um 5 Euro verkaufen. Aber ich brauch einen höheren Zuschlag weil ich für die Vielfalt auch mehr Arbeiter brauche, und die kosten das Geld.

dschungeltier, 22.07.12 @ 10:54

geiz ist blöd
man hats doch in der katz gesehen wohin es führt. ins nichts.
es macht schon sinn nach lokalen mit gutem preis/leistungsverhältnis zu suchen aber schnäppchenjagen ist was anderes. ich kann für kein geld kein 3 haubenmenue erwarten und wenn ich es tue, dann werd ich enttäuscht werden. ich brauch kein chichi und ich lass mich preislich nicht gern pflanzen, aber ich weiß, dass ich um 5 € kein anständiges schnitzel erwarten kann.

PICCOLO, 20.07.12 @ 21:40

toll...idioten überall..
Wenn man so schaut wie sich gewiefte Leute anstrengen, ohne einen Handstreich arbeiten zu müssen, dabei stets ans richtig massig Geld scheffeln denken, dann wirds einem leicht schwindlig, was für Nudeldrücker sich da mittels PC auf der Welt herumtreiben. Vom Online Müsli bis zum Körberl mit den zusammengewurschtelten "leckeren" Rezepten ist alles möglich.
Das hilft nicht eine bessere Welt zu schaffen, das hilft bestenfalls noch mehr Müll zu produzieren, und nicht wenige solche Plattformbetreiber sehen sich beim Konkursrichter mit ganz fassbaren Problemen konfrontiert.

Es sind immer die "Aufgeiger" die ihre Idee zuerst der "Presse" unterbreiten. Da gehts dann mit Titeln wie CEO.. Geschäftsführer usw... Habe nichts und bin doch wer....
Unsere gesichtslosen Zeitungen sind hungrig nach neuen Themen und schnell ist ein "Nobody" ein "Somebody". Wer Facebook "gelernt" hat , weiß wie viele "ultrageile Affen" aus der Gastronomie sich dort einen abwixxen. Vom Pansch - Olivenöl bis zum Spezial Kuruma ..alles gibts. Hundsgogerl Sommellieren usw...

Ích hab das mit den Schnorreren, die es immer gab, immer gerne gleich abgestellt. Wasser gratis gibts nur für Stammgäste, und solche werden das nur wenn er mich und uns als Wirte "leben" lässt. Der andere soll sich schleichen und sich eine andere Milchkuh suchen an der er Tutteln mag.
Wer zu mir kommt , hat einen ordentlichen Appetit und bekommt dafür Sachen die in ihrer einzigartigen Seltenheit kaum irgendwo auf der Welt nochmals angeboten werden. Ich "onaniere" das nur nicht in jeder Gastrogazette herum. So einen Gastro-Siff Redakteur habe ich erst vor drei Tagen Mohres gelernt.

Bei mir kostet eine kleine Portion genau soviel wie eine Übergröße. Der Wareneinsatz spielt heutzutage wirklich keine Rolle, die Arbeitskosten jedoch sehr!. Das kennen die Journalisten leider nicht und schon gar nicht diese die sich "Gourmet" nennen.

Restplätze?? Das geht im touristisch intensiven Stoßgeschäft Korridor zwische nMontmartre und Saint Germain. Aber nicht in Salzburg. Dort sind oft ganze Lokale totale Restplätze außer ein geldschwangerer Festspielmäzän schmeißt mit abgeuzockten Tantiemen eine Fressorgie.

Wir haben in Österreich einen Wildwuchs an gastrosophisch definierbaren Unsitten, die sich ab und zu auch in normalen Gaststätten entladen. Die Gourmettempel haben jetzt bereits Schwierigkeiten gutes Personal zu finden, weil dort mehr als überall sonst solche Obertrottel als Gäste tummeln, die glauben dass Wirte, Kellner und Köche sowieso für Geld alles machen was man an sie heranträgt.

Dazu kommt noch die Wettbewerbsverzerrung durch ungerechtfertigte Besteuerung. Ein Lokal in Wien hat 2 Millionen potenzielle Gäste vor der Türe. Wir haben 100000. 2000 Gaststätten welche geöffent haben müßten eigentlich täglich überfüllt sein. Am Land muß man bedeutend mehr dafür tun um erfolgreich zu sein und man hat mehr Konkurrenz, denn um die 100000 potenziellen Kunden buhlen hier auch gut 1000 Lokale..

OberkllnerPatzig, 20.07.12 @ 09:16

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