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Tischgespräche
07.11.06 @ 14:02
Dann aber noch: die Leser.
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Also sie. Wir. Alle. Nicht unbedingt Käufer der Guides, aber Mitverwender, Mitreder, vor allem Letzteres. Denn wer, ganz ehrlich, redet nicht gern mit, davon zeugen die regen Beiträge zu den Restaurants auf speising.
Wenn allerdings guideverführte Ignoranten, denen der Schein mehr ist als das Wesen (des Lokals, der Küche, der Gesamtbefindlichkeit) ihre Haubenhörigkeit laut vor sich hertragen, freut das niemanden außer sie selbst wohl, und man fragt sich:
Schreiben diese Bewertungsbücher denn auch wirklich für die Leser (wenn sie's ja schon angeblich nicht für die Gastronomen tun)?
16 Kommentare | Kommentar abgeben
PICCOLO, 15.11.06 @ 23:06
Es kann gar nicht genug Führer geben...
..ist eine gute Bemerkung. Ich meine einer hat von 1933 bis 45 völlig gereicht, wobei ich auf den in Feinspitzführer völlig lupenrein ausgelebten Willen zur Macht und diese unterdrückerischen Tendenzen wie im Faschismus bemerke.
Überigens geschieht es auch hier in Speisínger Kritiken wie letzlich die Bemerkungen zu Herrn Hanner. Wer im Weblog motzt wird gerüffelt, und da loggt sich ein Irgendwer ein und verreisst einen Koch! Bitte löscht negative Beiträge. Die Leute sollen den betreffenden Koch einfach ignorieren, dann gibts eh keine Meldungen, oder was Nettes schreiben... Aber nicht hier anschwärzen!
Ich war heuer im Sommer wöchentlich essen, fand aber nur zwei Lokale die ich meldete..
5622, 15.11.06 @ 11:05
shout to the top
was den jungen (noch bescheiden zurückhaltenden) haubenkoch betrifft. ich glaube, er sollte sich beschweren. denn es ist tatsächlich eine frechheit dermaßen ungerechtfertigt unter die räder zu kommen. wie das geht, das liest sich eh in der "suppe" (im kapitel "wirte meckert! ihr seid doch nicht blöd"). da wird ja auch beschrieben, wie die beiden streitbaren herren dohnal und schellhorn den gault millau vor sich hergetrieben haben, indem sie ihnen ehrlich die meinung gesagt haben. noch besser wäre aber, er würde sich bei einer zeitung melden. denn nichts fürchten die herrschaften vom gm so sehr, wie zeitungsberichte über inkompetente bewertungen.
auch ich kenne übrigens einen 35-jährigen haubenkoch, der schon länger im geschäft ist und dieses jahr nach zehn jahren eine haube weniger hat. dafür die beste textbeurteilung seit jahren (lediglich das wachtelbrüsterl war dem tester nicht knusprig genug, sonst war alles perfekt). der versteht auch die welt nicht mehr. jetzt hoffen alle auf den guide michelin. der obauer rudi hatte schon recht, als er im "suppenbericht" in der zib2 meinte: "es kann gar nicht genug führer geben. das erhöht die chance, dass zumindest einer richtig liegt" (zitat aus dem suppenbericht der zib2)
das zitat im betreff ist übrigens ein songtitel von style council. tolle scheibe...
Klagenfurter, 15.11.06 @ 01:17
Ich erinnere mich ..
An den Herrn Fritzer. Das alacarte, dann Kantinenkoch und jetzt Kochlehrer in Villach. Ein verarmter Haubenkoch der viel zu jung zum großen Geldausleihen kam und auf voller Linie kläglich versagte. Aber er wäre für ein einfaches Wirtshaus einfach zu wenig ausgebildet gewesen.
Das Buch IN DIE SUPPE GESPUCKT ist das Beste was dem Gastgewerbe passieren konnte, es liest sich fein und ist sehr ehrlich ausgeführt. Die Autoren sind Kenner erster Güte und ich hoffe es wird nicht nur nördlich der Alpen gelesen und es verbreitet sich auch in die unteren Küchen Ränge.
Köche aller Völker vereinigt Euch und werft diese Parasiten aus Euren Hütten! Lasst Euch nicht von den geldgierigen Unternehmern ausnützen und emanzipiert euch von diesen fadenscheinigen Angelegenheiten.
PICCOLO, 14.11.06 @ 18:44
Fehler -- ich "coache" ihn...
Soll heissen ich helfe ihm gerne ...
PICCOLO, 14.11.06 @ 18:43
Es kommt darauf an wo wer ist.
Wenn sich in einem Ort Haubenlokal an Haubenlokal reiht, dann verstehe ich den Koch. Sonst soll er zu mir kommen ich cache ihn für den Ausstieg. Am Ende ist es natürlich völlig wurscht ob man drin oder draussen ist.
Ich habe kürzlich mit einem Drei Haubenkoch geredet, der ist schon mehrere Jahre enttäuscht weil er noch nicht Koch des Jahres geworden ist. Ich konnte ihm keinen Rat geben, denn ich verstehe das leider nicht. Was ist das schon, Koch des Jahres zu sein? Noch dazu weil er ein super - sympathischer Mensch ist und das daher wirklich nicht nötig hat.
Es ist natürlich ein Problem für den Mann, wenn er nur im Gault Millau Haubenstil kochen kann und nicht im Guide ist, dann kann es schon sein Pech sein.
Wie auch immer: Jeder wie er meint und kann und darf und will. Die Welt wird damit bunter und das ist fein!
--- 04.09.18 @ 20:56
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Das Weinlog --- 16.04. @ 10:11
Christoph Wagner's Weblog --- 04.02.06 @ 13:33