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Tischgespräche

07.11.06 @ 14:02

Dann aber noch: die Leser.

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Also sie. Wir. Alle. Nicht unbedingt Käufer der Guides, aber Mitverwender, Mitreder, vor allem Letzteres. Denn wer, ganz ehrlich, redet nicht gern mit, davon zeugen die regen Beiträge zu den Restaurants auf speising.

Wenn allerdings guideverführte Ignoranten, denen der Schein mehr ist als das Wesen (des Lokals, der Küche, der Gesamtbefindlichkeit) ihre Haubenhörigkeit laut vor sich hertragen, freut das niemanden außer sie selbst wohl, und man fragt sich:

Schreiben diese Bewertungsbücher denn auch wirklich für die Leser (wenn sie's ja schon angeblich nicht für die Gastronomen tun)?

16 Kommentare | Kommentar abgeben

-ad-, 14.11.06 @ 10:34

kurz zurück
Man verzeihe mir meine Nachlässigkeit, aber ich war in den letzten Tagen etwas unabkömmlich.

Dafür kam mir die Klage eines jungen Kochs zu Ohren, der seinen großen persönlichen Einsatz durch die eben erschienene Kritik im GM 0)07 desavouiert sieht, war doch als Basis der Besprechung die alte Küchenmannschaft herangezogen worden, die schon seit Monaten nicht mehr existiert ... Einen Beschwerdebrief zu schreiben aber wage er nicht, um nicht im darauffolgenden Jahr "eine auf den Deckel" zu bekommen.
Werte GM-Redaktion. so Sie dies lesen: Das kann's doch nicht sein, oder? Diese Furcht der Köche, auf ihr Recht auf Wahrnehmung zu pochen?

Auf die Frage angesichts mittlerweile schon zahlreich erkochter Stammgäste, die wohl wüssten, was von derlei Versäumnis zu halten sei, meinte besagter Koch nur kurz: Ja, aber die Kollegen ...!

Und so rollt der Ball wieder zu den Köchen zurück, zur Furchtsamkeit und zum gegenseitigen wenig kollegialen Beäugen: Habt ihr das not?

QUARK, 09.11.06 @ 14:53

@to all of you
Bevor ich mich mit meinem Shuttle aus dem Alphaquadranten schiesse...
Dort gibts pro Gasthaus eine Speise. Wems nicht schmecht, der beamt sich weiter. Solange es diese Blechkisten mit den Rädern ganz zum Boden gibt die so unzureichend flexibel sind, wirds auf der Welt hier nicht besser werden. Man muss dabei "einfahren"... wie auch immer auch ein Schundheftl existiert nur zum Profit!

PICCOLO, 08.11.06 @ 20:09

Es gibt auch gute Schundromane.
..und gute Pornos, warum soll es dann nicht auch gute Gourmetführer geben? Gourmetführer sind als solches ja gewiss keine Fachliteratur die wissenschaftlich streng die Wahrheit sagt, oder Theorien aufstellt die auf Fundamenten stehen. Gourmetkritik ist das Gewäsch dekadenter Feudal - Asis. wie die sich nennen ist egal, wer sie liest ist auch nicht viel besser dran wie die Leser von Jerry Cotton und der Mickey Mouse... Ich habe zwei Jerry Cotton Romane geschrieben und unzhählige Mickey Mouses gelesen, nebst jeden Schmarren den es auf dieser Niveaulos - Ebene gibt. Ich Koch - Asi...

karlheinz, 07.11.06 @ 20:11

kurzweil
kurzweilig empfinde ich die guides schon, da mir die erwähnung von angebotenen gerichten schon öfter die stellenweise lähmende frage "was koche ich heute?" beantwortet hat. somit ist dergestalte lektüre durchaus berechtigt.
vielleicht schmeichelt das zurate ziehen solcher führer auch dem ego des einen oder anderen benutzers, da er sich, sich an lokalempfehlungen haltend, wichtiger fühlen kann: erlesenes expertentum, ein outen vor sich selbst ("was bin ich doch für ein genießer!") als feinspitz der extraklasse... *gg*: wo kämen wir hin, gingen wir einfach nur in ein gewöhnliches gasthaus!
anwesende guide-user sind natürlich ausgeschlossen! :-)

andreasbigler, 07.11.06 @ 19:29

für wen also ....
Wenn du so fragst, liebe Angelika, dann sind sie auch nicht für uns geschrieben, weil uns ja nicht nur ein Anfahrtsweg gegeben wird, sondern eine Empfehlung, was wir am Ziel tun könnten und wie uns das gefallen sollte.

Aber da viele Menschen mit dem "Landkartenlesen" nicht sehr vertraut sind, plaudert ihnen ja bereits im Auto das GPS den Weg vor, also warum sollten sich diese Geführten, dann nicht auch kulinarisch führen lassen?

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