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Tischgespräche
27.03.07 @ 14:13
Durchs wilde Lukullistan
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Es kam mir soeben beim Arbeiten unter:
eine demnächst in Überlingen am Bodensee in mittlerweile fünfter Auflage stattfindende Veranstaltung unter dem Titel "WortMenue". Da wird gelesen, geredet, erzählt, vorgetragen, und natürlich gegessen und getrunken. An verschiedenen Orten: Gaststätten, Hotels, Cafés, Kellern, einer Kirche.
Durchgängiges Thema: Essen.
Bei der Einleitungsdiskussion geht es um das Glück durch die Kochbücher, Robert Menasse ist in der Runde. Wobei sich der Titel des Abends offenbar auf ein Joseph Conrad-Zitat bezieht: "Streng genommen hat nur eine Sorte Bücher das Glück unserer Erde vermehrt: die Kochbücher ..."
Eine spannende Veranstaltung ist sicher "Durchs wilde Lukullistan" - Essen, Trinken und Genießen bei Karl May. Können Sie sich an derlei Zusammenhänge bei Ihrer jugendlichen Karl-May-Lektüre erinnern? Ich nicht. Aber ich war damals 12.
Am nächsten Tag liest Eva Rossmann aus ihrem Wein&Tod-Krimi. Und die Vorstellung von Alexandre Dumas Großem Wörterbuch der Kochkunst ist sicher auch eine feine Sache.
Insgesamt eine recht nachahmenswerte Idee, finden Sie nicht?
Das Gesamtprogramm finden Sie unter
www.wortmenue.ueberlingen.de/ - vielleicht hat ja jemand Zeit für Frühlingstage am Bodensee. Wildkräuter wachsen auch dort ;-)
44 Kommentare | Kommentar abgeben
mazi, 27.03.07 @ 17:55
Also Du...
... kannst es, piccolo! Straußfarn hat sich in mein Gehirn geschummelt... wie er wohl ausschauen mag? Wie er schmeckt? Wie er mit der süßen Senfsoße harmoniert? Wird er bissfest gekocht? Oder schmeichelt er sich an den Gaumen? Kann man den Frühlingsregen drin spüren, die ersten milderen Sonnenstrahlen? Die Kraft der erwachenden Natur?
Mmmmmmmmmh....
PICCOLO, 27.03.07 @ 16:45
Die Frühlingsluft..
..steigt mir ins Gehirn ich komme vom Wald, von den Wildschweinen waren glatt Spuren vorhanden.
mazi @ : Ich wünsche mir wirklich viel mehr Kanakenküche auf diesem Planeten. Völlig ohne Technologie..
Man siehts auch an der besprochenen Veranstaltung, welchen Hunger der satte Mensch hier entwickelt. Es ist ein falscher Hunger, so wie der falsche Hase kein Hase ist, aber auch sehr fein. Das Innenleben der "kapitalistischen" Menschheit schreit nach Futter. Es liest sich gut im Kochlexikon des Alexandre Dumas! Es ist besser als jede Kerner Show! Denn beim Lesen versetzt man sich immerhin in den Kopf des Schreibers, man wird zu seiner Person. Man träumt, man bekommt Flügel...
Essen in Literatur wirklichkeitsgetreu darzustellen ist nur ganz wenigen Geistern gelungen.
Meißtens macht man dem Pythagoras alle Ehre, aus anderen Werken das glaubhaft Wichtige zu kondensieren.
Der Straußfarn treibt aus. Wenn die Blätter noch aufgerollt am Stock sind soll man sie abschneiden. Sie ahben einen natürlich bitteren Geschmack der durchs Kochen mit etwas Zitronensaft etwas milder wird. Sie kochen sehr schnell und bekommen eine tolle Farbe! Es sieht am Teller wirklich sehr gut aus, gut zu essen mit einer süßen Senfsoße.
karlheinz, 27.03.07 @ 15:45
@ ...Das nenne ich humor...
vorsicht, allerdings.
denn das wort ist bloß krücke, nicht sonntagsanzug des gedankens...
5622, 27.03.07 @ 14:25
@ oh angel!!!
eine wunderbare erinnerung stimulierst du da. kindheit, lesen und essen: das war natürlich obelix mit seinen herrlich fettig gezeichneten wildschweinen. das hat richtig aus den heften geduftet. das ganze dorf sitzt friedlichl vereint unter freiem himmel an einer tafel. davon hab ich immer geträumt. und wo sitz ich jetzt? bei speising. nur die wildschweine fehlen - aber die gibts vielleicht beim großen piccolo-fest, wenn er wieder ein paar turopolje-schweine im innviertler dickicht erlegt. und wer sind dann die römer? die gault millaus???
würde mir gut gefallen, dieses drehbuch ;-)))
--- 04.09.18 @ 20:56
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