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SPEISING Open
01.10.07 @ 08:07
Tausche Gen-Tomate gegen Bio-Radieschen
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Jetzt können die Holländer auch schon Paradeiser (sie sagen Tomaten dazu) züchten, in deren grüne (giftige) Stengel sie genetisch verführerische Duftstoffe zur Lockung der Konsumenten infiltrieren. Und in England sind bunte Gemüse in Pralinengröße der letzte Schrei, die man in hübschen Bonbonnieren erstehen kann.
Die einzige kulinarische Bewegung, die sich diesem Gen-Wahnsinn einigermaßen organisiert entgegenstellt, ist Slow Food, und gerade das hat in Österreich bisher allenfalls ein Randgruppendasein unter einigen beherzten Genießern gefristet. Im bevorstehenden Kampf gegen die Übermacht der Lebensmittelkonzerne hat nun allerdings auch „Slow Food Wien“ endlich eine vorzeigbare Jeanne d'Arc gefunden. Es ist die TV-Moderatorin und Kochbuchautorin Barbara van Melle, die ihre Slow-Food-Armee, sekundiert von der Schilterner Bio-Saatgut-Vorreiterin Arche Noah, auch bereits mit zwei Wunderwaffen ausgerüstet hat: Es handelt sich um die bodenständige Radieschensorte „Asperner Riese“ und den garantiert genfreien Altwiener Paradeiser „Großer Stummerer.“
20 Kommentare | Kommentar abgeben
PICCOLO, 01.10.07 @ 22:29
Nachtrag
Es war bis vor wenigen Jahren erlaubt Klärschlamm aus der Industrie auf die Felder zu verbringen. Die Bauern waren geradezu gierig drauf.
PICCOLO, 01.10.07 @ 22:25
@dschugeltier und o-patziger...
Wie gut dass es wiener wie Euch gibt, die das Wienerische nicht vergessen. Es ist eben genau so. Man lernt jetzt leicht das Fürchten wo die Erde durch die dichteren festeren Wolken der dunklen Materie fliegt, das wird sie gut 13000 Jahre noch machen bis es wieder anders geht, oder vielleicht noch besser geht.... Passt auf wenn sich die Schwerkraft erst ändert was da zusammenkracht.
Es gibt indische Mythen, da haben die Götter den Somasaft gequirrlt. So mit göttlichem Purierstab Hanf und Bananen und da haben sie noch andere Sachen hergestellt. Orangen, Bananen, der Mais und viele andere Früchte sollen so entstanden sein, auch der Wein, Hopfen und die Papaya. Dann jhaben Vögel für ihre Wolkenstädte gebastelt (Paradiesvögel) und Insekten so groß wie Schweine, die haben verwüstungen angerichtet und sind wieder eingegangen. ... Dann kamen andere Götter, einer der Rahu hieß hat ihnen den Somasaft aussaufen wollen, wurde erwischt - und beim Kopf abhacken soll das ganze Laboratorium explodiert sein. Rund um in drei Welten regten sich nur wenige Lebewesen... Der Banyanbaum - einem heutigen Computerverzeichnis ähnlich wurde gefällt und alle Flüsse waren plötzlich vergiftet.....Da riss sich Vischnu zwei Haare aus....
Ich für meinen Teil fürchte mich nicht vor gentechnisch mutierten Pflanzen. Bei den Tieren bin ich strikt dagegen. Aber wenn wer einen fliegenden Seehund machen will der die kleine Nachtrmusik pfeifen kann warum nicht.... Nur diese Fleischrinder usw mag ich nicht. Auch keine lebenden Hummer in Restaurants der Alpen... Oder Kaviar oder Gänsestopfleber, das ist ein Elend für sich....
Das Obst und die Feldfrüchte aber wenn sie gegen Schädlinge resistent sind, können den Hunger der Welt besiegen. Ein Getreide mit den Eigenschaften der Zuckermelone würde in der Sahara ohne Bewässerungsanlage wachsne... Die chemische Industrie würde um 45 Prozent schrumpfen wenn die Düngemittel und giftigen Pflanzenschutzmittel nicht mehr benötigt würden....
Viel schlimmer ist des öfteren Bioware. Bei der geht man blindlings davon aus dass sie in Ordnung ist, man schält die Tomate nicht einmal und hat doch womöglich dann Gift drauf oder drin. Ein Gift das man gar nicht kennt. Was in Österreichs Böden an Schrott schlummert, alleine von den vielen zugesperrten Bergwerken Lederfabriken, usw.. Traunseefische- da beutelts einen nur so ab... Ich kenne hier wo ich bin eine Deponie, wo man alles hineingelassen hat was die Industrie hier seit 1910 entsorgen mußte. Auch Abfälle aus Rüstungsindustrie des 2. Weltkriegs.. Und darüber gibts auch Mais und Dinkelfelder.... Das wird um Wien und Linz nicht anders sein, schauts doch mal nach wo die Herman Göring Werke die Schlacken hingetan haben...
Ich bin für die Gentechnik bei Pflanzen und ich halte die Gegnerschaft ein politisches Kasperltheater, das den Fortschritt hemmt und es kann dann wirklich das passieren was niemand will: Es gibt Monopolisten welche ihre Patente dann teuer an uns grün angestrichenen Hillbillys verhökern....
Weil hierzulande vielleicht niemand daran forschen durfte..
dschungeltier, 01.10.07 @ 17:18
patzig vor den vorhang und begriffsver(w)irrung
1) genindustrietechnisch manipuliertes läßt sich schon lang nicht mehr isolieren. denn pollen und samenflug kennt keine grenzen. monsanto und co wissen das schon lange und nützen es aus. seit jahrhunderten wird manipuliert, das "veredeln" war und ist doch auch nix anderes als gentechnische manipulation. nur weil monsanto, pioneer und co es jetzt tun schrein alle. und es möge einer kommen und mir sagen dass er das schmecken kann. was anderes ist, ob es für unsere zukunft gut ist. schmecken kann man gutes und schlechtes, aber nicht, wie es gemacht ist. und dass "steirische" äpfel beim billa nach gar nichts schmecken liegt zwar an den genen, aber nicht an der industriellen gentechnik. glaub ich halt.
2) was soll das mit dem slow und fast food. es gibt hervorragendes "fast food". mein gott, was kann ein hamburger gut schmecken, nur nicht bei McDonald. und was kann langsam gekochtes grauslich sein. diese begriffe taugen einfach nichts. werfen wir sie doch einfach auf den mist.
OberkllnerPatzig, 01.10.07 @ 15:20
Gähn-Wahnsinn überfällt mich
wenn ich oiwei den selben Quargel lese.
Erstens: Genfreies lebt nicht, so auch nicht ein Paradeiser.
Zweitens: Auch das Radieschen fiel nicht als "Asperner Riese" vom Himmel und war ab dann einfach da, sondern wurde durch genmanipulierende Fortpflanzungsreihen gezüchtet, vermutlich in Richtung Geschmack, Pilz- und Parasitenresistenz und Allwetterverträglichkeit. Daher auch der Begriff "Sorte". Und Pralinengröße haben diese Zuchtradieschen auch, auch schöne Farbe, oder?
Hätte es vor ca. 6 Millionen Jahren Hüter des Reinen und Wahren gegeben, würden wir heute noch mit Steckerln nach Termiten angeln ...
TomCool, 01.10.07 @ 14:03
Sapperlot, welch freche Behauptung!
Holländer können keine Paradeiser machen. Nicht einmal, wenn sie wollten. Das, was die Holländer machen, sind und bleiben Tomaten. Auch, wenn sie einmal in österreich angekommen sind.
Ein Paradeiser ist jener Paradiesapfel, den ich vollreif vom Stock brocke, dessen Süße mich vom Hocker haut. Am besten als Auflage auf der besten Mehlspeise der Welt: dem Butterbrot.
Ich bin für das Wort Paradeiser, aber nicht wegen der österreichischen Identität, sondern um damit die wahre saisonale Spezialität vollreifer Tomaten zu kennzeichnen im Gegensatz zum Allerweltsganzjahresglashaussubtratglumpad aus dem internationalen Gemüsehandel.
So einfach wäre es dann, schon auf der Speisekarte zu erkennen, ob es sich um Nahrung (ewig haltbare Tomate, Haut ungenießbar) oder Lebensmittel (aromatische Paradeiser) handelt.
--- 04.09.18 @ 20:56
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