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SPEISING Open

05.10.07 @ 07:52

Die Hauben sind schuld

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Der Untergang der Spitzengastronomie steht bevor. Es sei nicht möglich zugleich haubenwürdig zu kochen und Geld zu verdienen. So oder zumindest so ähnlich las sich am Wochenende ein Artikel im Kurier über die Sperre des allseits beliebten und gelobten Gasthaus Jeitler in Bromberg.

"Wer auf Michelin-Stern-Niveau einen Heilbutt als Hauptspeise um 20 bis 25 Euro anbietet, verdient damit kaum Geld." Aber hallo! Da fragt sich doch, was war zuerst da? Der Stern oder der Heilbutt? Warum überhaupt muss Heilbutt auf der Karte eines Dorfwirtshauses in Bromberg stehen? Liegt Bromberg jetzt an der Nordsee?

Was genau brachte Herrn Jeitler denn dazu, so aufzukochen? Schuld seien wieder einmal die guten Beurteilungen in den Guides, die so viele Investitionen notwendig machen, und eine Umgestaltung der Karte. Wer von weit her anreist, hat auch gewisse Vorstellungen. Erinnere ich mich falsch, dass der Jeitler anfangs ein ambitioniertes Dorfwirtshaus mit regem Zulauf war? War es wirklich nötig, die Karte zu ändern?

Der Jeitler in Bromberg sperrt also zu. Aber nicht ganz. Den Montag will er auch künftig weiter betreiben. An seinem freien Tag vom neuen Job als Küchenchef in der Therme Lutzmannsburg will er die lieb gewonnene Tradition des "bits of Jeitler" aufrecht erhalten. Dabei, denke ich mir, muss gerade diese "bits of Jeitler-Aktion besonders verlustträchtig sein. 6 Gänge plus 2 Achterln um 25 Euro. Wo er das doch eigentlich für eine Hauptspeise verlangen müsse.

Dieser Tag, der Montag, war aber immer der einzige, an dem das Lokal voll war. Ansonsten wäre halt Bromberg kein gutes Pflaster für eine Spitzengastronomie. Aber wen wundert es, dass jene Leute, die montags 6 Gänge inkl. Getränkebegleitung 25 Euro zahlen, dies an den anderen Tagen nicht für eine Hauptspeise hinlegen wollen? Da werden sie dem Herrn Jeitler im Hotel ein ordentliches Gehalt zahlen müssen, damit er sich just diesen Tag weiterhin leisten wird können.

Machen nicht solche Aktionen die Spitzengastronomie mehr kaputt als weitere Hauben und Sterne? Und welchen Sinn hat es, ein eigentlich geschlossenes Lokal mit einem Aktionstag pro Woche am Leben zu erhalten? Ist das wirtschaftlich zu vertreten? Oder ist er doch nur ein Eitler, der Jeitler?

Thomas Strini aka TomCool

101 Kommentare | Kommentar abgeben

kubse, 20.10.07 @ 01:01

kann i da kochn.

mazi, 20.10.07 @ 00:43

Moooooooment!
Also, über einen echt oberösterreichischen (oder auch, ich will ja niemanden ausschließen, restösterreichischen) Semmelknödel lass ich nichts kommen! Erdäpfelknödel, vielleicht noch DAS Erdäpfelknödel, brrrrruha! Den muss mir erst mal jemand so kredenzen, dass ich bekehrt werde. Vielleicht (um den norbad zu ärgern) die Schwarze Katze!:-))))))

5622, 20.10.07 @ 00:36

@erdäpfeknödla
jetzt fallts mir wie schuppen von den augen: ihr ostler miassts jo erdäpfelknedl essen, weil ihr net wissts, wia ma an gscheitn semmeknedl mocht ;-))))))))))
des do oben is mei zehnfochkinn vom semmeknedl-mampfen.

jo und zu meine spezis veuveclick und junglebeer: schckts ma de ID von dem zuagroasten franziskus, damit ma'n ausbürgern kennan (is wahrscheinlich a abgschobener mühlviertler, der bei uns im innviertel politisches asyl kriagt hot. und do siecht ma's wieda: sie woin se oafoch net opassen, de gfrasta...

kubse, 20.10.07 @ 00:28

Eadäpflknöl
Nix besseres gibz. Zum Schwein oder zur Gans. Wurscht. Klaane Eadäpflknöl, Bradlsafdl. Kraud, ja, okee. De Semmlknel kennz eich eirexn. Jo, zu de Linsn, vo mia aus. Oba ned zua Sau.

dschungeltier, 18.10.07 @ 13:50

oh tempora oh mores
zu xöchtn kann selbstverständlich erdäpfelpüree mit gröstem zwieblauch gegessen werden. da hat die witwe offenbar keine ahnung. natürlich sind aber auch griesknöl mit saurem kraute was gutes.

semmelknöl zu schweinesau mag ich aber gar nicht. genauso wie ich magere schweinesau nicht mag.

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