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SPEISING Open

24.02.08 @ 10:53

Weltkulturerbe Küchen

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Monsieur Sarkozy ist nicht nur Genießer schöner Frauen, sondern auch am Wohlergehen des dauerhaftesten Genußfaktors interessiert: der Kochkunst. Und so unternimmt er wieder einmal den Vorstoß, die französische Küche zum Weltkulturerbe erklären zu lassen - eine Idee, die auf mehrfacht behaubte und sternenumkränze Küchenstars zurückgeht.

Allerdings fehlen noch die nötigen 30 Unterschriften unter die "Konvention zum Schutz des immateriellen Kulturerbes" bei der Unesco , weshalb es auch noch keine einzige nationale Küche in den Rang des Weltkulturerbes geschafft hat. Dann allerdings würde sich da eine breite Spielwiese für Ideen auftun! Was in Küchenhinsicht wäre kulturerbewürdig?

Und einen hübschen bösen Kommentar hierzu fand ich hier: www.chainat.ch/quasselblog/?p=189

Angelika Deutsch

15 Kommentare | Kommentar abgeben

piccolina, 28.02.08 @ 07:32

Küchen WKE?
Wie ich aus Frankfreich weiß, ist die normale Landwirtschaft mit vielen kleinen Betrieben fast tot. Ganze Lanststriche sind verödet und vereinsamt. Eine sogen. Landschaftspflege wird kaum noch praktiziert. Ein Elend, das uns wahrscheinlich noch bevorsteht, denn es ist ja heute "Gewinnmaximierung" gefragt und da rentieren sich nur noch Großbetriebe, da Supermärkte die Preise diktieren und das muss sich irgendwann auf die Qualität auswirken - also wird's nix mit WKE für Herrn "So-kotz-i", da können die Rezepte so gut sein wie sie wollen.

Und... - wer verdient ein solches Prädikat, wenn überhaupt? Asien, Europa und wenn - wer? Wie Schönheit im Auge des Betrachters liegt, liegt der Geschmack am Gaumen des Genießers und darüber lässt sich's wunderbar streiten!
Mein Lieblingskoch besitzt keine Sterne - nur von mir sind mindestens 5 vergeben, alleine 3 für seine allgemeine Weisheit und 2 für seinen Charakter!
Das WKE-Salzburg zeigt uns seit Vergabe was alles (trotzdem) möglich ist - eine Bausünde nach der anderen und das möchte ich für alle guten Küchen vermeiden und es ist gut, dass alle Speisen dieser Welt (meist) aufgegessen werden und die Esskultur in jedem Individuum mehr oder weniger ruht!



dschungeltier, 28.02.08 @ 00:26

guckuck
wo seids denn alle? lebensmittelvergiftung? schlechte sachen gegessen?

PICCOLO, 25.02.08 @ 22:25

@ beeblebrox, today
Kapitaler Abschuss.. Waidmanndank! Ich habe noch den Film über den Paul Bocuse der 70er Jahre vor Augen, ich glaube ich war in Tirol unter den ersten ^Köchen überhaupt die von der Nouvelle Cuisine erfahren haben. Wie er ein Gericht das den Salzburger Nockerln ähnlich sah zauberte und Forelle Müllerin zubereitete, dann wie er frühmorgens mit einer Harley zum Lyoner Markt fuhr usw.. Es löste einen Genuss - Hype aus der zur Folge hatte , dass die französische Landwirtschaft ncih nachkam die Lust an französischem Ess - Flair zu brefriedigen. Ich arbeitete 1978 in Dubai und jede Woche kam ein Flugzeug voll Spezialitäten aus Paris für die 5 internationelen Hotels die es dazumal dort erst gab. Etwas anderes kam gar nicht in den topf. Deutsches Zeug? Igitt.... Dort gab es 1978 Burgunder Rindfleisch in der Dose von ihm. Das hat geschmeckt wie beim Bundesheer das Rindfleisch in eigenen Saft. Später als wir eine Katze hatten, erinnerte ich mich beim öffnen der ersten Kitekat Dose an diese Zeit. ..
Das geht den Franzosen jetzt auch wieder ab. Diese landwirtschaftliche Weltherrschaft. Seit der Bocuse auf der Hitliste für elitäre Seniorenausflüge steht und seine Kost für Alzheimerprävention anbiedert -- die anderen Wunderwuzzis der grande Nation sich wie ihre deutschen und österreichischen Kollegen als Klamaukbrutzler und Mousse au chocolate & tutti frutti Stricher bei Supermarktketten anheuern, fehlt der Landwirtschaft dieser Bio - Kick mit dem man hierzulande dem Gast in den Hintern tritt. So ein großes Land und soviele verschiedene Küchen zusammen unter einem Himmel, da ist ja die französische ja fast nicht mehr zu sehen. Und die Landwirtschaft dort ist eine Superindustrie, das kommt bei uns auch noch...
Das ist dort ja so wie bei uns, hier hat ja die Umerziehung durch die Gourmetführernarrischen Kochdeppen ja auch einen Run auf das Fastfood ausgelöst. Jede Statistik bestätigt das. Die besseren Lokale machen ja nur ein Prozent der gesamten gastronomischen Leistung aus. 99 Prozent sind Junkfoodvermarkter.

Bald gibts beim Baumax PU Schaum und Silikonspritzen wo der Mörwald seine drei Kreuze drauf gemalt hat, für die Häuslbauerjause mit Leberkäs - Triple X - Aroma. Ein Eckerl von der neuen Rigipsplatte mit dem Gourmethobel vom Adria drüberreiben dann das Augerl zu Goscherl auf, dös schmeckt aber guat... Welterbe ganz sicher einmal.

beeblebrox, 25.02.08 @ 19:46

Wie sagte Sarkozy? "Armer Trottel":
... erst neulich hatte dieser verhinderte Napoleon sein wahres Gesicht kurz aufblitzen lassen, indem er einen alten Mann so beschimpfte. Chauvinistischer Import aus Ungarn, der er ist, glaubt er, den Franzosen nun ihre "grande nation" wiedergeben zu können, wenn er diese Küche als Kulturerbe" schützen lässt? Hat selber keine Kultur, braucht also eine Art Feigenblatt? *würg*
Und dann diese Küche! Fett, schwer, alle Geschmäcker ersäuft in Schlagrahm, mit Alkohol vernebelt. Jaja. Nix gegen einen Neuilly Prat zum Fischkochen, aber daraus ein Weltkulturerbe machen?
Und wenn's die Italiener nicht gäbe, würden sich die Franzosen wahrscheinlich immer noch von Gras und Fröschen ernähren. Weil daher nämlich "die Küche" kam. Und weil sie bis heute noch nicht wissen, was mit Geschmäckern gemacht werden kann, müssen sie diese hypertrophieren, bis die Magenwände ächzen. Also wenn das eine Empfehlung für ein Weltkulturerbe ist, dann wüsste ich auch noch ganz andere Sachen...

OberkllnerPatzig, 25.02.08 @ 16:46

... die da wäre?

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