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SPEISING Open
08.05.08 @ 10:11
Der Widerspruch goes Speising-TV
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Im Rahmen des "Überbewertet-Blogs" war der Themenfinger schnell auf die TV-Kochwunde gelegt und ein mächtiges Contra stand bescheidenen Pros gegenüber (Danke, katiza!).
Jede Menge Widersprüche zogen über die Kochsendungen her, unterschiedlichste Aspekte wurden als Argumente gegen die bestehenden Sendungen vorgebracht. Aber jetzt heißt es Farbe bekennen, es Raunzer! Wie sollte die perfekte Kochsendung aussehen, was erwartet Ihr Euch von einer entsprechenden Sendung?
22 Kommentare | Kommentar abgeben
piccolina, 09.05.08 @ 10:30
TV-Kochen anders
(@ OberkllnerPatzig: Ich hoffe, die Herzensmaus hat einen Geschirrspüler und ist nicht nur einer!) ;-)
Zum Thema: Was muss anders werden im TV-Kochen?
Ich vermute, die Leute, die Kochsendungen ansehen, möchten dazulernen und genau darum sollte es gehen! zZt. ist es eine „Rezeptsammlung“, die entbehrlich ist – es gibt Legionen von Kochbüchern, da alle VIP’s glauben kochen zu können, es fehlt (auch da) die Grundausbildung der Kochwilligen und was nützt ein Rezept, wenn ich nicht weiß was man zuerst und wie zusammenmischt und was ist, bitte sehr: „Mittlere Temperatur“ oder die relative Angabe „kurz durchrühren“? 10 – 120 Sekunden oder länger? Für Anfänger wahrlich ein Problem, dem man sich nur durch Nichtkochen entziehen kann - oder andere wahre Köche mit Fragen nerven muss, wie ich (gelegentlich noch immer).
Leider ist die Sendezeit nicht ausreichend, um z.B. haargenau zu zeigen wie man fachgerecht (langsam) ein Hähnchen zusammenschnürt – wenn man es nicht weiß, ist nichteinmal in jedem Kochbuch die Anleitung dafür zu finden. Diese Art der Frustration junger werdender Köche/Köchinnen führt dazu, dass sie kurzfristig beschließen, doch einen „Mac“ zu holen, das ist wesentlich einfacher und geht auch schneller!
Die TV-Köche sind leider so außerirdisch abgehoben, dass sie vergessen, dass Unkundige zuschauen, um zu lernen und nicht um dabei zu sein, wie (gut getrickst) schnell die einen Germteig aus dem Ofenrohr bringen können oder eine Gans braten.
Da Kochen für mich eine Art „heilige Handlung“ ist, kann ich mich nur über die oberflächliche Hudelei wundern… - ich weiß, die Sendezeit, doch der Schwerpunkt der Kamera sollte nicht auf dem Kochkonterfei liegen, sondern auf dem Detail – wie dünn ist dünn geschnittener Schnittlauch nun wirklich, wie dünnflüssig ist Dünnflüssig, wenn es richtig dünnflüssig ist und in welcher Reihenfolge (mit Kommentar) warum man manches zuerst anbraten muss, damit es nicht zur frühen Sauce kommt? Die „Hohe Schule“ soll doch sicher nicht gelehrt werden, denn dazu müssen auch gute Köche (wem sage ich das?) jahrelang Erfahrung sammeln!
Zurzeit ist jede Kochsendung ein „Schauts her, ich bin der größte Koch Event!“ Die Meister des Kochlöffelns zelebrieren sich selbst, ohne zu wissen was der Zuschauer erwartet – Anleitung zum besseren Kochen! Das sollte die Intention jeder Kochsendung sein, sonst ist und bleibt sie nur Show!
TomCool, 08.05.08 @ 21:38
wie Kerner
aber die Speisinger kosten und bewerten.... :devil:
andreasbigler, 08.05.08 @ 17:14
eh wurscht ...
man muss sich so was ja nicht ansehen!
dfw, 08.05.08 @ 16:59
ich seh das manko von kochsendungen darin, dass ich das ergebnis nie kosten und beurteilen kann. das bleibt dann halt eine halbe sache.
über bleiben ein paar kochtechnische raffinessen, ein rezept, usw.
... und der unterhaltungswert. fernsehen muss unterhaltsam sein.
ich persönlich hätte mehr davon, wenn ich z.b. die katiza bitten tät, dass sie mich einmal zuschauen lässt, wie sie eine rote Linsensuppe macht.
PICCOLO, 08.05.08 @ 14:52
Geschmacksache
Die TV Kochsendungen gehen so ziemlich alle in eine Richtung. Wei ldie andere Richtung kennt keiner mehr. Das Kochen an sich muß ein Prozess sein, wo ein Ereignis das andere übertrifft. Das ist auch bei Krimis so. Der gelangweilte Kunde muß wach bis zum Werbeblock bleiben.. Das Lernen dabei reicht genau so weit wie es der jeweilige Betrachter erkennt.
Eine gute Kochsendung müßte anders aufgebaut sein. Das funktionierte gut beim Staatsfernsehen in Osteuropa, wo man zum Beispiel bei den Zutaten darauf achtete recht sparsam zu sein, bei der Verarbeitung recht platzsparend, und es durfte keine Rest geben. Wir haben jetzt ja keine "Volksküche" mehr, daher will jeder die "Feudalküche". Man kann auch beim Kochen das Anmutige nie mit Hochmut mischen. Und gerade das will man als Kernaussage bei Kochsendungen erreichen.
Ein gewerblich tätiger Koch mit eigenem Restaurant ist für wirklich gute Kochsendungen ungeeignet. Dort gehören ganz andere Leute hin. Lehrerinnen aus Hauswirtschaftsschulen würden mir besser gefallen.
Der Einfluß von Kaufhausketten und Marken gehört unterbunden.
--- 04.09.18 @ 20:56
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--- 04.11.17 @ 09:30
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Rauf die Preise! / Meidlinger12: Beisl - z.b. das Quell kann noch immer das große Gulasch um 6,90 anbieten. Muß aber... [mehr]
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Tischgespräche --- 11.05.07 @ 11:48
Das Gastlog --- 04.09.06 @ 16:45
Das Weinlog --- 06.05. @ 11:56
Christoph Wagner's Weblog --- 04.02.06 @ 13:33