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SPEISING Open
31.08.09 @ 13:31
Meeresfrüchte, Fische und so weiter
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Ich würde gerne einmal wissen, wie es mit dem Umweltbewusstsein der Speisinger aussieht. Die Speisinger essen doch immer gut und gerne.
Wenn es nun im behaubten oder nichtbehaubten Lokal nun Hummer, Seeteufel, Muscheln, Octopus, Steinbutt, Heilbutt, etc… auf der Karte gibt, denkt irgendjemand an die Überfischung, Ausrottung von unseren Meeresbewohnern wenn er die leckeren Dinge auf der Speisekarte liest und verzichtet auf diese sicher vorzüglichen Angebote?
21 Kommentare | Kommentar abgeben
adriano, 08.09.09 @ 11:48
Es lebe das Fischstäbchen!
Fischstäbchen mit Erdäpfelpüree und Ketchup - wurscht woher, egal woraus - das schmeckt einfach genial gut!
OberkllnerPatzig, 08.09.09 @ 11:44
Wie gesagt, nationale Herkunft spielt in meinen Überlegungen keine sehr große Rolle. Ob der Flusskrebs einen österreichischen Pass hat oder aus Ungarn kommt, ist mir Jacke wie Hose - entscheidend ist, und ich darf Heinz Reitbauer zitieren, der Geschmack - und natürlich dann auch die Qualität und der ökologische Fussabtritt. Osten bedeutet für mich nicht schlechte Qualität, genausowenig wie Westen gute Qualität bedeutet.
Was habe ich von feuchtlaschen Eierschwammerln aus Kirchschlag am Wechsel, wenn ich Topware aus Litauen beziehen kann? Schön für die Litauer, geben ist seliger denn nehmen. Amen.
Meidlinger12, 08.09.09 @ 10:23
Es ist alles nicht so einfach
@Patzig
Guter Beitrag
Doch kaufe ich vorher österreichische Produkte als Produkte aus der Ukraine. z.b. bei Eierschwammerl. In der Gastronomie steht es ja leider fast nie dabei woher die Schwammerl kommen.
Bin ich froh das ich fast ausschließlich zu Fuß einkaufen gehe. ;-)
Aber wir kommen hier ja schon total weg vom Meer ;-)
Soravia und Gut Dornau sind schon bekannt, aber auch nur unter uns. Der Durchschnittsbürger hat noch nie etwas von beiden gehört. Die kennen nur die Karpfen aus dem Waldviertel die es zu Weihnachten gibt. Da wäre um einiges mehr drin in Österreich. Da gehört noch mehr Werbung und Marketing rein.
Ich wette den Zander den es in den meisten Lokalen gibt, der kommt sicher auch nicht aus Österreich, sondern aus dem Osten. Ich war schon lange nicht bei Metro, wo ja sehr viele Gastrobetriebe einkaufen und weiss auch nicht woher die Tiefkühlfische von Metro kommen, aber ich glaube eher nicht aus Österreich.
OberkllnerPatzig, 06.09.09 @ 14:17
Ausländisch - heimisch
nichts ist mir so egal, wie die Nationalität eines Produkts. Nationale Grenzen spielen bei mir keine Rolle, wenn es um Produktherkunft geht. Lemberg in der Ukraine ist zu Wien näher als Bregenz, das gilt auch für Triest mit seinen Meeresfrüchten. Wer als Ostösterreicher Adriafisch ablehnt, muss auch auf Vorarlberger Bergkäse verzichten.
Nun zum Transport.
Es ist eine Greenpeace-Studie, die eindeutig beschreibt, wer die Co2-Belastung eines Lebensmittels multipliziert: Es ist der Konsument mit seinem "letzten Kilometer", sprich vom Supermarkt nach Hause. Ein LKW, der Tonnen von Erdbeeren zu den Logistikzentren quer durch Europa (oder Flugzeuge, Schiffe interkontinental) bringt, erzeugt nur ein Viertel der Schadstoffbelastung pro Tasse Erdbeeren, verglichen mit dem Konsument, der dies mit dem Auto vom Supermarkt abholt. Da ist der Hebel anzusetzen, wenn man über die Abgasbelastung pro Produkt diskutieren möchte.
Der Bauer, der mit seinem alten Diesel-Kombi 20 Kg selbstgeselchte Würste auf den Bauernmarkt fährt, um diese dort direkt zu vermarkten, erzeugt gemeinsam mit den Konsumenten ein x-faches an Abgasbelastung pro Deka Wurst, als ein 10-Tonner Euro-4-LKW. Bitte das nur einmal bei der Bauernmarkt-Romantik zu bedenken. Die kleine Menge macht das Gift ...
Wiewohl die Abgasbelastung nur ein Faktor von vielen ist, die dissensual diskutiert werden kann.
Meeresfrüchte - Shrimps usw.:
Ja, die Zuchtanlagen der Prawn-Züchter in Thailand usw. sind abzulehnen, aus unserer Sicht. Wäre schön zu wissen, ob die Thailänder unsere Karpfenteiche im Waldviertel ebenso ungustiös finden. Darüberhinaus schmecken diese Garnelen einfach nicht gut, sondern stellen nur noch eine Erinnerung an jene Gliederfüßer her, die man früher so ungemein selten bekommen hat. Nämlich die hochwertigen, deutlich teureren Riesengarnelen aus den Meeren rund um Europa, im Speziellen der Kaisergranat aus dem Mittelmeer.
Wer heutzutage so einen zu essen bekommt, greift für lange Zeit nicht mehr zu den Black Tigers aus dem indischen und pazifischen Meer.
Marketing inländischer Fische:
Die Soravias bemühen sich da sehr, Gut Dornau ebenso, die Waldviertler sind saisonal bald wieder dran. Die Reinanke wird von diversen Seen als typisch beansprucht und der Alpenlachs wurde zu einer gut eingeführten Trademark.
Und aus.
Hirn_mit_Ei, 05.09.09 @ 16:41
verhältnis hat sich verkehrt
war es früher die spitzengastronomie die den globalen luxus ohne rücksicht auf verluste repräsentieren wollte, so liest sich eine typische speisekarte heute ganz anders. der regionale bezug von bioprodukten ist selbstverständlich, da auch die qualität eine viel bessere ist. meeresfische werden immer seltener angeboten, da auf grund der transportwege die qualitätskriterien schwer einhaltbar sind.
anders bei iglos tiefkühlmenüs und anderen halbfertigprodukten. da ist die ökobilanz verherend. was früher regional war (tk spinat, rotkraut, ...) ist heute die asiapfanne mit sojasprossen aus brasilien und chinesischen knoblauch.
die spitzengastronomie ist heutzutage nicht das problem.
--- 04.09.18 @ 20:56
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--- 18.04.17 @ 12:49
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--- 13.10.16 @ 13:42
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Das Gastlog --- 04.09.06 @ 16:45
Das Weinlog --- 06.05. @ 11:56
Christoph Wagner's Weblog --- 04.02.06 @ 13:33