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SPEISING Open
31.08.09 @ 13:31
Meeresfrüchte, Fische und so weiter
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Ich würde gerne einmal wissen, wie es mit dem Umweltbewusstsein der Speisinger aussieht. Die Speisinger essen doch immer gut und gerne.
Wenn es nun im behaubten oder nichtbehaubten Lokal nun Hummer, Seeteufel, Muscheln, Octopus, Steinbutt, Heilbutt, etc… auf der Karte gibt, denkt irgendjemand an die Überfischung, Ausrottung von unseren Meeresbewohnern wenn er die leckeren Dinge auf der Speisekarte liest und verzichtet auf diese sicher vorzüglichen Angebote?
21 Kommentare | Kommentar abgeben
walterkunz, 05.09.09 @ 13:27
Richtig! Aber....
Ich bin ein penibler Einkäufer, ich habe als Pensionist ja auch die Zeit dazu, ich schaue sorgfältig auf die Herkunft der Produkte, je näher desto besser für die Umwelt und für die heimische Wirtschaft, außerdem achte ich natürlich auch auf Qualität und Preis.
Eine berufstätige Mutter mit zwei Kindern, ob mit (zu Hause mithelfendem) Mann oder ohne, die hat nicht die Zeit dazu, die muss schnell irgendwo irgendwas einkaufen, die greift zu Tiefkühl- und Fertigprodukten, die kauft keinen fangfrischen heimischen Fisch, um ihn delikat zuzubereiten, die haut die ausländischen Fischstäbchen ins Fett.
Meidlinger12, 04.09.09 @ 20:12
Man kann auch was tun
Das ist ja das Dilemma. Die Leute sollten sich aber Zeit nehmen für ihre Nahrung. Was sie einkaufen oder was sie konsumieren.
Hier gibt es z.b. einen Einkaufsratgeber: http://www.wwf.de/themen/meere-kuesten/ueberfischung/einkaufsratgeber-fische-meeresfruechte/
und hier eine kurze Liste für den schnellen check: http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf_neu/WWF-Infografik_Fischratgeber.pdf
walterkunz, 04.09.09 @ 14:34
Überfischung
Bei mir zu Hause gibt es überhaupt keinen Fisch. Ich esse Meerestiere eher selten und fast ausschließlich bei meinen Italienern in Wien, dort passen sie gut hin, ebenso zum Kroaten oder zum Franzosen. Ich muss zugeben, ich weiß nicht, welche Meerestiere durch Überfischung vom Aussterben bedroht sind, und welche durch Umwelt schädigenden Methoden gezüchtet werden. Ich hoffe, beim Konsum von durchschnittlich einem Gericht mit Meerestieren pro Woche nicht zu den schlimmsten Sündern zu zählen.
walterkunz, 04.09.09 @ 14:31
Fisch aus Österreich
Trotz der Eigenwerbung, ich denke, der Autor dieser Zeilen hat grundsätzlich Recht, weil der heutige Durchschnittskunde weder Zeit noch Geld hat, sich um die Herkunft und die Qualität der eingekauften Produkte zu kümmern. Ob die Waren in der Nähe produziert und verarbeitet oder Hunderte, manchmal gar Tausende Kilometer durch die Gegend geführt werden, das ist sekundär. Umweltschutz? Förderung der mittelständischen heimischen Wirtschaft? Hauptsache billig!
Die Lebensmittelindustrie und die Handelsketten (beide Gruppen sind zu nicht geringen Teilen in ausländischer Hand) sorgen dafür, dass viele Produkte für den Durchschnittsbürger billiger und somit leistbar geworden sind. Da die (fetten) Gewinne der Betriebe nicht abgemagert sein dürften, ist das wohl nur durch großindustrielle Fertigung und verminderte Qualität möglich gewesen.
Meidlinger12, 03.09.09 @ 13:10
Vielleicht kennt jemand diesen Anbieter. Leider soll es diesen Fischstand in Mödling nicht mehr geben. www.kessels.at
Ein Auszug von seiner Webseite:
Wir legen höchsten Wert auf Qualität und Frische der Rohware die
von uns händisch weiterverarbeitet, veredelt und geräuchert wird.
Schon beim Einkauf wird der Fisch in Augenschein genommen und
nur die Fische bester Qualität kommen weiter zur Verarbeitung.
Auch bei der Verarbeitung wird größter Wert auf Hygiene gelegt,
es gelangen nur hochwertige Rohstoffe in die Verarbeitung.
Aus ökologischen und ökonomischen Interessen bieten wir wenn
möglich heimische (österreichische) Fische zum Kauf an, wie z.B.:
- Bachforelle
- Seeforelle
- Regenbogenforelle
- Saibling
- Wels
- Huchen
Alle hiesigen Fischarten werden von uns auch hier in Österreich
gekauft um die Transportwege und so auch die Umweltbelastung so gering wie möglich zu halten. Somit tragen wir auch einen Teil zum aktiven Umweltschutz bei.
Wir verarbeiten kleine Mengen um unsere Frischegarantie aufrecht
halten zu können.Die Produktion ist rein händisch, was heißt das
alle Produkte reine Handarbeit sind. Vom salzen der jeweiligen
Fische übers trocknen, bis hin zum räuchern ist die Produktion reine Handarbeit. Anders als bei vielen anderen großen Herstellern
die große Mengen zu billigen Preisen produzieren. Dort wird oft Salzlösung gespritzt und der Fisch reift nicht so lange im Rauch.
So sollte das sein! Ich denke mal das ein Großteil der Österreicher nichtmal wissen was ein Huchen oder eine Reinanke ist, aber Schrimps, Calamari, Muscheln, etc.. haben sie schon alles gegessen.
Kann mir aber vorstellen warum einheimische Fische nicht mehr angenommen werden.
Das Marketing der österreichischen Lebensmittelriesen konzentriert sich nur auf Meeresfisch. Das Angebot der österreichischen Märkte besteht zu 95% aus Meeresfisch oder Süßwasserfisch aus dem Ausland teilweise Tausende Kilometer von uns entfernt.
Die Österreicher sind einfach egoistisch. Auch wenn man sie über die ökologischen Vorteile von einheimischen Fisch aufklärt, bestehen sie noch immer auf ihren Pangasius, Kabeljau, Dorsch weil sie den jetzt schon seit 20 oder mehr Jahren reinfressen. + die egoistischen Gourmets, die nicht auf ihre Garnelen, Muscheln etc... verzichten wollen, weil sie es sich einfach leisten können.
Aus einheimischen Fisch gibt es keine Fischstäbchen ;-)
Es gibt keine starke Industrie + Lobby hinter einheimischen Fisch.
Kennt ihr eigentlich das Schrimpsdilemma? Schrimps waren einmal eine hochpreisige Delikatesse! Was ist jetzt? Es gibt sie in jedem kleinen Supermarkt um die Ecke zum Sparpreis. Warum gibt es sie dort? Weil man sie zum Massenprodukt gemacht hat.
Um sie zum Massenprodukt zu machen mussten aber kilometerweise unberührter Strände und Mangrovenwälder dran glauben um dort Schrimpsmonokulturen zu züchten.
Damit man ja bei Mc Donald günstig Schrimps bei den Schrimpswochen konsumieren zu können.
Teilweise kommen auch künstliche Schrimps in den Handel. Das sind einfach eingefärbte und in Form gebrachte Fischabfälle.
--- 04.09.18 @ 20:56
Über eine Monokultur aus Klonen künstlich geschaffener Lebewesen – über den Weinbau / PICCOLO: Aus einem alten "Spiegel" Artikel 30.10.1978 - Deutsche Winzer ziehen der Biene wegen den Zorn des Waldgängers Wellenstein auf... [mehr]
--- 04.11.17 @ 09:30
Über würdige, reife Weine / schischi: Mein persönliches Highlight - Uns hatte einmal ein Winzer, das muss so um 2010 gewesen sein, einen Weißwein... [mehr]
--- 09.10.17 @ 20:27
Was Chemtrail-Glaube und Biodynamischer Weinbau eint / OberkllnerPatzig: Feuer - Was man womöglich noch hinzufügen kann ist, dass manche Winzer, die sich rühmen,... [mehr]
--- 18.04.17 @ 12:49
Rauf die Preise! / PICCOLO: Schnell kommt man ans Bildermalen... - Doch schwer an Leute die es bezahlen. So salopp sagen, die Preise sollen rauf,... [mehr]
--- 13.10.16 @ 13:42
Rauf die Preise! / Meidlinger12: Beisl - z.b. das Quell kann noch immer das große Gulasch um 6,90 anbieten. Muß aber... [mehr]
Peter Gnaiger's Sternen-Logbuch --- 04.08.07 @ 20:16
Tischgespräche --- 11.05.07 @ 11:48
Das Gastlog --- 04.09.06 @ 16:45
Das Weinlog --- 06.05. @ 11:56
Christoph Wagner's Weblog --- 04.02.06 @ 13:33