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Tischgespräche
25.01.07 @ 13:34
Hat's geschmeckt?
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Geht es Ihnen auch so? Sie sind endlich zur Entscheidungsfindung gekommen, lassen Körberl und Schälchen gnädig passieren, detto die Mehrfachsprünge des Küchengrußes, wollen nach allerlei Nippen und Knabbern endlich ins E s s e n des ersten Ganges fallen – doch da eilt schon ein eifriger Kellner herbei, und noch ehe Sie den ersten Bissen schlucken konnten, schießt er Ihnen schon die Frage entgegen: Hats geschmeckt? Und das kann dann möglicherweise bei jedem Gang so weitergehen ....
Ganz abgesehen davon, dass das Perfekt gänzlich fehl am Platz ist, man mit dem gegenwärtigen „Schmeckts?” Auslangen finden könnte, ist sowieso alles verfrüht und unpassend. Bitte: beim Einspeicheln auch haubenwütiger Ambitionsgerichte (alles will gut verdaut sein) möchte ich nicht gestört werden. Gar mit vollem Mund antworten müssen.
Was nur wird damit bezweckt? Anbandelungsversuch unter dem Motto: Gnädige Frau, ich bin ganz für Sie da? Überbesorgtsein ums Küchenteam und frühzeitiges Abklären der Stimmung bei Tisch? Versuch, die Goldmedaille als freundlichster Kellner der Saison zu erringen? Also manchmal, da wünsch ich mir tatsächlich einen grantelnden Wiener Ober herbei, der mir mehr als meine Ruh lassen tät.
46 Kommentare | Kommentar abgeben
OberkllnerPatzig, 28.01.07 @ 14:55
@ kubse
Die Katze geht speisen... und eine handvoll Gastro-Nerds führen ein Lokal weiter, das sich in deren Herzen gekocht und atmosphäriert hat. Wöd.
Wer ist dabei, wer bringt Zeit und Geld mit ...?
Wer hat eine gute Rechtsschutzversicherung?
Wer hat tolerante Partner und seinen Alkoholkonsum im Griff?
Wer kennt einen günstigen Elektriker, wer legt die Küche trocken?
Ich, Patzig, bringe Enthusiasmus, letztklassigen Service und ein paar Flaschen Eigenbau (Stammersdorfer Nierentritt) mit, die Gattin nicht enden wollenden Hunger und Durst.
Interessenten und Ideen bitte unter:
oberkellner.patzig@hotmail.com
TomCool, 28.01.07 @ 09:54
ganz anders
nööö, nicht alle. Ein kleines gallisches Dorf, umringt von römischen Befestigungen, behält sich vor im Internet so zu sein wie im richtigen leben.
kubse, 28.01.07 @ 00:00
Abgestecktes Terrain?
Liebe Mazi!
Diese Fachleute hier und ich freuen sich über jeden, der den Mut hat frisch zu posten - also nur zu!
Da ich vor nicht allzu langer Zeit erst vor demselben Problem wie du stand, kann ich dir empfehlen, einfach drei oder vier Nächte am Computer durchzumachen und die letzten, sagen wir 5, threads zu überfliegen. Und dann stell dir vor, dass alle diese lustigen Schreiberlinge im wahren Leben wahrscheinlich ganz anders sind.
;-)
Willkommen im Club der großen Dichter!
mazi, 27.01.07 @ 22:07
Gut für die Seele...
Doch noch was: Gerade habe ich, selbst im Kindermanagement tätig, mittels link (langsam verstehe ich diese link-Geschichte, mein "intel inside-idiot outside" relativiert sich...) den Artikel über Meine-Kinder-essen-alles gelesen: absolut köstlich! Wer jemals ein "Wäh, das esse ich nicht!" angesichts eines Drei-Gänge-Menüs, liebevollst einem 24-Stunden-Tag abgerungen (der eigentlich von Rechts wegen 48 Stunden haben müsste) gehört UND ertragen hat, damit sich die lieben Mäusis (die sie ja sind) wenigstens einen BRUCHTEIL des im erwachsenen Gehirn verankerten "Du musst den Kindern Gemüse geben!" einverleiben, weiß, wovon die Dame spricht. Nutella schmeckt unglaublich gut - aber ohne Einschränkung darf man es erst ab dem Auszug aus dem elterlichen Gehöft genießen (aber dann auf einem DICK mit Butter bestrichenen Bauernbrot, oida, ist das lecker!)! Wie schon Spongebob weiß: manches Ungesunde verursacht zwar Herzinfarkt (oder ein Pickelface wie zu den besten hochpubertären Zeiten...), ist aber gut für die Seele! Sollte man Kinder in Obhut haben, funktioniert das Endlich-darf-ich-Nutella-essen-wann-immer-ich-will aber auch nur im Geheimen, wenn die Buzis gut schlafen. Nützlich: Das Nutella wohnt hinter den Gemüsekisten, da würden die Sprösslinge niemals nachschauen...
mazi, 27.01.07 @ 21:49
Nachfragen
Da ich mich zum ersten Mal auf diese Weise in einem offensichtlich klar abgesteckten Terrain befinde - ich verstehe ungefähr 1/3 der Anspielungen der gelesenen Konversation - , bleibe ich schön vorsichtig und "poste" nur eins: Wenn mich eine Kellnerin oder ihr männliches Pendant fragt, wie es mir geschmeckt hat, kommt es im Allgemeinen drauf an, wie das geschieht (@ kubse: der Ton macht die Musik;-)) und im Speziellen, ob`s mir geschmeckt hat. Ersteres würde ich bei positiver Grundhaltung (also Lächeln der fragenden Person) grundsätzlich mit einem Lächeln beantworten. Zweiteres hängt mit ersterem zusammen: Musik, also Tonfall respektvoll, Antwort respektvoll und ehrlich. Tonfall "Floskel", Antwort respektvoll und Floskel (Danke sehr!). Das ist alles.
--- 04.09.18 @ 20:56
Über eine Monokultur aus Klonen künstlich geschaffener Lebewesen – über den Weinbau / PICCOLO: Aus einem alten "Spiegel" Artikel 30.10.1978 - Deutsche Winzer ziehen der Biene wegen den Zorn des Waldgängers Wellenstein auf... [mehr]
--- 04.11.17 @ 09:30
Über würdige, reife Weine / schischi: Mein persönliches Highlight - Uns hatte einmal ein Winzer, das muss so um 2010 gewesen sein, einen Weißwein... [mehr]
--- 09.10.17 @ 20:27
Was Chemtrail-Glaube und Biodynamischer Weinbau eint / OberkllnerPatzig: Feuer - Was man womöglich noch hinzufügen kann ist, dass manche Winzer, die sich rühmen,... [mehr]
--- 18.04.17 @ 12:49
Rauf die Preise! / PICCOLO: Schnell kommt man ans Bildermalen... - Doch schwer an Leute die es bezahlen. So salopp sagen, die Preise sollen rauf,... [mehr]
--- 13.10.16 @ 13:42
Rauf die Preise! / Meidlinger12: Beisl - z.b. das Quell kann noch immer das große Gulasch um 6,90 anbieten. Muß aber... [mehr]
Peter Gnaiger's Sternen-Logbuch --- 04.08.07 @ 20:16
Tischgespräche --- 11.05.07 @ 11:48
Das Gastlog --- 04.09.06 @ 16:45
Das Weinlog --- 16.04. @ 10:11
Christoph Wagner's Weblog --- 04.02.06 @ 13:33