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SPEISING Open
17.09.11 @ 15:16
Im Schmollwinkerl
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Ein Wiener Wirt hat mich gebeten, sein Lokal offline zu setzen. Die Postings wären rufschädigend, von objektiver, professioneller Kritik weit entfernt.
Gerne doch.
Frage an die Gastronomen, aber natürlich auch an alle Community-Mitglieder: Wie soll ein Patron auf inhaltliche Kritik (Gäste von Hunden belagert, Schutthalden im Gastgarten, Speisen so lala, ..) reagieren? Was, wenn der Gast seine Kritik dem Patron ins Gesicht gesagt hätte?
Schmollen?
Veränderungen einleiten?
Ignorieren?
Eine zünden?
Über jeder Form einer Erwähnung freuen?
Die Antwort ist meines Erachtens gar nicht so klar ...
43 Kommentare | Kommentar abgeben
motorradlberger, 20.09.11 @ 12:37
@"der super mario"
Hat ja auch über die Gourmetkritiker geschimpft..hinterm Rücken, beim Rotflüh wär man ja übern Küchen WE fast pleite gewesen... Dann die Schmiergelder von den lieferanten..fett..In Kitz ähnlich... Der hats ja von den richtigen Leuten gelernt.
Über dem hätts beiu Speising nix schreben brauchen, da wär sofort die anwaltsmeute vom Media Markt gekommen. Das stand im Pachtvertrag.
Klagenfurter, 20.09.11 @ 12:27
Zufällig auf ORF..
Ich muß Herrn Pikkolo beipflichten, hier in Kärnten gehts NUR so... Die Perlen muß man selber finden. Speising ist klasse! Leider zuwenig Kärnten drin....
Zum Mario: Die Ausreden sind phenomenal!
http://salzburg.orf.at/news/stories/2502217/
Klagenfurter, 20.09.11 @ 12:24
PICCOLO, 20.09.11 @ 10:46
Nichts Neues unter der Sonne...
Ich bin vielleicht einer der Wenigen, bilde ich mir Eurer Ansicht vielleicht auch nur ein, der seit 1973 (meine ersten Jahre rechne ich ab) die Gastroszene kritisch beobachtet.
Ich habe daher eine natürlich gewachsene Distanz zu Lob und Tadel in unserer Branche.Ich kenne auch die horrende Kluft zwischen dem Willen der Unternehmer Spitzenküche zu erzeugen und sozial kompetent zu sein!
Es ist für mich Tatsache, dass alle Gourmet Kritik Lob und Tadel übertreibt, denn ohne Übertreibung wird das kein Verkaufsschlager. Gault Millau sah sich am Anfang in Österreich als "Denkmalstürzer"und wurde dann zum Gastro Saurier - Entwickler. Schon damals ließen sich gewisse "Häuser" die dann aber die Kritiker kauften aus dem Buch austragen. Es gab Gerichtsverfahren weil irgendwelchen Promi - Wirten die Kritik nicht passte. Dazumal freute man sich auch aus sozialen Gründen ob dieser Schützenhilfe gegen die im System angewachsenen Gourmetbonzen mit ihren frittenöligen Pseudo austro - franz. "Chateaubriande Cuisines".
Dann kam im Gleichschritt mit Gault Millau die Truppe der Geschmacks Designer und als Konkurrenz zweigte man andere "Führer" ab. Doch diese Kontrastmittel ziehen bis heute nicht. Denn langweiligere Bücher kann man ja gar nicht bekommen. Es ändert sich nichts und die Ko cherei in den Spitzenlokalen ist außerhalb der "Insider Gesellschaft" die ihren Geschmack aus imagebetonenden Gründen darauf augelegt hat
hat, ist schlechter als vor 1970.
Kritik wird jetzt vom "Public relations man" generiert. Ich kenne einen davon der verdient mit diesen Dingen (u.a. Kritiken in Internetplattformen verfassen) ganz gutes Geld.
Was sollen also diese Aussagen auch auf Portalen wie Holiday Check? Der Mann hat eine eigene Sekretärin die Originalrechnungen an das Portal faxt damit das auch bewiesen werden kann...
Ich schreib über die Lokale welche mir gefallen nur Gutes. Das heißt ich locke meine Freund nicht in die Falle, wenns mir gefallen hat. Über die anderen sag ich nichts.
Ich schreib jetzt doch was, da ich hier erst eine Kritik über ein jüngst aufgegebenes Lokal gelesen habe:
Das Lokal wurde von Beginn an gelobt. Das ist schon der erste Fehler von Gault Millau. Grund: Ein Immobilienmogul verspricht dem Neupächter (immer ein Schüler von...) bereits bei Abschluss des Pachtvertrags 2 Hauben. Warum? Nachdenken ist fein. Tatsache war dann, dass Jeder am Kunden vorbei kochte. Mein Urteil dort wäre für den Koch eine Katastrophe. Kalter Suppenteller mit Butternockerln
die nach dem Aussehen und der Konsistenz mindestens eine Woche
im kalten Salzwasser am Buckel hatten, mit Suppe nur halb bedeckt... 4 Löffel Suppe und ein Teller mit 38cm Durchmesser.
Vor einer Woche in Salzburg. Ein ewiger 2 Hauben - Koch mehrfach schon im Konkurs gewesen... Gänseleberkönig, Trüffelkönig in der Gourmetpresse.. Sein Lokal in einer belebten Straße 19.30 ..total leer . Vorspeise ab 15 Euro.. 100 Meter weiter eine Pizzeria.. überfüllt...
Heute in der Zeitung: Wieder ahts eine Haubenkoch erwischt, Konkurs.. Schuld: Gastrokritiker. Tatsächliche Schuld: Kein Können, durch Protektion in den Medien vom ersten Handgriff an hochgelobt, vom Publikum abgelehnt.
Ich könnte das noch um 50 -60 Fälle ergänzen...
Wundert Euch also nicht warum gute Wirte es nicht leiden können wenn irgendwer, den sie durch die Erfahrung welche sie mit Gastrokritiker haben, un- geschaut pauschal ablehnen, weil das zu 99% Unsinn ist was geschrieben wird. Und wer ein Schweinderl ist, will das sowieso nicht im Internet oder ein Jahr lang in einem Buch lesen, der findet auch seine Kunden....
Ich muss auch sagen einer der "blindesten" Kritiker hatte höchstes Ansehen. Das ist wie in der mittelalterlichen katholischen Kirche... wo auch die opportunistischste Sau zum Papst werden konnte...
Es geht ja eigentlich in der Gastronomiekritik auch um NICHTS. Nihilismus ist dann auch so ärgerlich für den ders nicht versteht.
Strasse, 19.09.11 @ 17:06
Ich bin da ganz bei William, zu mindest emotional. Andererseits finde ich, sollte man einen Betrieb, der nicht genannt werden will, auch nicht nennen. Schwierig. Da aber speising ja eine Empfehlungs-Seite ist, macht es schon Sinn, wenn ein Betrieb, der eigentlich nur Watschen bekommt, wieder von der Site verschwindet.
--- 04.09.18 @ 20:56
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Das Weinlog --- 06.05. @ 11:56
Christoph Wagner's Weblog --- 04.02.06 @ 13:33