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Tischgespräche

21.01.07 @ 18:06

Vom Wesen des Wirtshauses

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Wer Wirt ist und ein Haus um sich, hat folglich ein Wirtshaus. Ja und weiter? Was ist sein Inhalt? Wie sieht ein Wirtshaus heute aus, worin besteht seine aktuelle Identität? Die Wirte mit der Wurst in der Hosentasch’n statt am Teller (für Neuhinzugekommene: bitte stöbern Sie im vorhergehenden Thread!) sind im Aussterben, in den touristischen Landstrichen sind die Wirtshäuser unterwandert von Bustouristenkolonnen, den Familien wird es zunehmend zu teuer, auswärts zu essen, die jungen Gastronomen mit der Top-Ausbildung müssen schauen, dass sie die Ortsbevölkerung u n d die Gourmets bei Laune halten in ihren Versuchen zum „Neuen Wirtshaus”, die Stammklientel der Wirtshäuser wandert ab in Pubs und Pizzerien – was kann das Wesen des Wirtshauses (oder auch: Gasthofes) heute sein?

Für zweckdienliche Hinweise bin ich äußerst dankbar.

42 Kommentare | Kommentar abgeben

kubse, 24.01.07 @ 13:11

...womit wir wieder...
...bei den Ritualen wären. Ich meine das Putzen. Uiuiui, ertappt. Aber keiner wirds erfahren, lieber piccolo, von uns nicht!

Lieber Tom!
Erst einmal herzliche Glückwünsche zur Verehelichung und bevorstehenden Vermehrung. Freilich ist es das allerallerbeste, was du deinem Baby tun kannst, nämlich es in mein Konzert zu bringen. Allerdings solltest du mit der Primgeigerin deines Herzens dessen musikalische Vorlieben absprechen, zumindest meine zwei haben je nach Art der Beschallung von gedöst bis (bauch-)getanzt alles mögliche getrieben ;-).
Ja, aussuchen geht immer, wie beim Wirten, bis er halt dann sagt, na des homma nimma, des is aus, des gibz heit ned. So isses auch bei mir. Probieren kannst es jedenfalls, wie gesagt, die Auswahl geschieht am einfachsten übers Internetz. Und die Chancen stehn nicht schlecht, halt für einzelne Sachen. Abo müsstest schon warten, zwischenzeitliches Anhören der Symphoniker-Freunde ist allerdings nicht Bedingung.
Sag an, welche Insekten kochst du am liebsten? Nur falls ich mal Lust hätt und in der Nähe vom Naturhistorischen wär...
Ad Würstlstand: Ich dachte eh an einen eigenen. Eben weil der nächste gar nicht sehr nah ist. Ist der am Schwarzenbergplatz leicht auch schon ein Kebabler? piccolo könnte neben der Würscht auch noch sein Weihnachtsmenü anbieten, war das nicht was mehrstöckiges mit Spiegelei oben drauf, also bissl sowas wie ein BigMac?

Was ich oben noch vergaß: Lieber piccolo, da ich in meinem Verein mit der zahlenmäßigen Anwesenheit von Frauen nicht grad verwöhnt werde, freu ich mich über (fast) jede im privaten Bereich, so auch hier in diesem blog. Nun meine Bitte - könntest du einfach deine unfassbar wahnsinnig großen Eier hier unerwähnt lassen, du verschreckst uns sonst die werte weibliche Schreibergilde, auf dass wir paar ewig unter uns bleiben. Weißt, nicht einmal die ALma hat seither was von sich hören lassen...

5622, 24.01.07 @ 13:01

@piccolo
schöne geschichte, das mit dem fingerglied im futter...
erinnert mich an den pastetenbastler aus paris, der im mittelalter menschen verwurstet hat. den nachschub bezog er vom barbier nebenan, der hin und wieder einem gast die gurgel durchgeschnitten hat. aufgekommen ist die panscherei erst, nachdem ein deutscher student dran glauben musste. seine dogge bellte ganz hysterisch vor dem geschäft des barbiers, worauf der laden durchsucht wurde. der student wurde gerade für den pastetenbäcker portioniert. essen die koreaner vielleicht deshalb hunde? weil sie angst haben, ihr gebell könnte sie bei der beschaffung ihres hauptnahrungsmittels auffliegen lassen - coole verschwörungstheorie, gell?
da lob ich mir tom cools insektenbratereien: da weiß man was man hat ;-))

TomCool, 24.01.07 @ 12:09

Du, piccolo?
Sagst du uns durch die Blume, dass du ein kleiner Drecksspatz bist, der selber nix putzt, sondern diese wichtige Aufgabe ausschließlich den Lehrlingen zuschanzt? ;-) :-D Dudu!

PICCOLO, 24.01.07 @ 10:26

5622@ grausliche RTL Show
Als "Gastronomierforscher" habe ich regelmäßig nach Besuchen von Gaststätten leichten bis schweren Durchfall. Salmonellen sind vor allem in den lange gelagerten und lange gereisten Lebensmitteln eine erhebliche Gefahr. Ich würde Buffets streng verbieten.... Auf schönen Früchten finden sich allerlei -kokken die wegen Desinfektionsmittel noch extremer auswirken...Daher ich sogar spanische Tomaten abschäle.
Jetzt will ich 5622 einen Bericht mitteilen, der nicht im TV zu finden ist:

Der berühmte Galenos , Arzt des römischen Kaisers Marc Aurel, gibt in deinen Diätregeln (6.Bd.) eine interessante Geschichte wieder:

"Das Fleisch der Schweine gleicht dem MEnschenfleich. Wir wissen auch dass viele Wirte und Metzger schon überführt wurden, Menschenfleisch als Schweinefleisch verkauft zu haben. Keiner von denen die es zu sich nahmen merkten etwas davon. Aber ich habe es sogar völlig zuverlässigen Leuten erzählen gehört, sie hätten is einem Wirtshaus eine köstliche Soße mit zertestem Fleisch gegessen. Als sie schon satt gewesen wären, hätten sie darin das Glied eines Fingers von vorne beim Fingernagel bemerkt. und voller Angst , die Leute im Wirtshaus, die solches gewohnt seien, würden auch sie auffressen, seinen sie schnellstens hinaus gleaufen und hätten sich , nach dem sie das Gegessene erbrochen hatten auf den Weg gemacht."

In seiner Schrift über Lebensmittel ist er sehr modern und schreibt er mit dem Hinweis ganz richtig:
Die betrogenen Esser hätten weder im Geschmack noch im Geruch einen Hinweis auf Falsches und keinen Verdacht geschöpft.

Wenn das Geschäft schlecht läuft, kommt es zum "Downfall" . Die mühselig erzeugte Corporate Identity löst sich auf, vor allem wenn die Lehrlingsentschädigungen nicht mehr ausbezahlt werden, wie oft in Zeitungen zu lesen. Dass dort überhaupt noch Leute hinfahren zum Essen wundert mich als Koch immer wieder. Denn wenn kein Lehrbub mehr dort ist wird ja offensichtlich sehr schlecht geputzt...

Man sieht,mit den gastronomischen Afterweisheiten ganz berühmter nationaler und internationaler Speisenvorkoster dürfte es nicht weit her sein.. Womit wir schon wieder beim Ruf gewisser berühmter Lifestyle Wirtshäuser sind...

TomCool, 24.01.07 @ 07:48

Woher..
... kennt mich der 5622 so gut???

Die Beschreibung kommt in meinen Blog. :-D

Obwohl ich die Bassgeigerinnen mittlerweile in Ruhe lasse, da ich meine erste Geige geheiratet habe, und das nicht ohne Grund, weshalb ich das Klavier der Wolllust in der Garage abgestellt habe, wo es ruhig verstauben darf. :-D

Ich darf mir sogar was aussuchen? Bisher haben mir alle Klassikfreunde Geschichten erzählt von ausverkauften Sälen, Karten nur übers Abo, und das nur, wenn man über Jahre lang zuerst dem Jugendorchester und später den Symphonikern gelauscht hätte, alles nur schmafu? Jo, geil!

Neujahrskonzert müssts eh ned sein, da muss ich so früh aufstehn, und soooo mediengeil bin ich dann doch nicht, dann schon lieber Silvesterkonzert. Aber irgendwie sollten wir schon früher was aufstellen, schön wäre etwas vor Anfang Juni, weil wir da zu dritt auf 2 Plätzen lauschen können, ohne dass unser Baby das Konzert durch Schreie stören könnte, da es noch gut schallgedämmt im eigenen kleinen Zimmer überallhin mitgeht. Und die Musik, welche von Kindern noch im Bauch gehört wird, soll ja das ganze Leben prägen.

Am Freitag gehen wir zum eisberg, einem 80er-Clubbing, danach wird kultureller Ausgleich dringend benötigt, damit unser Kind nicht bei "da, da, da" hängen bleibt. :D:D:D

Für unseren Würstlstand fehlen aber noch ganz essentielle Dinge:

1. wie ich erst vergangenen Samstag nach dem Techniker-Cercle feststellen musste: ein bestehender Würstlstand. Der dem Musikvereinssaal nächste brauchbare Würtslstand scheint mittlerweile jener bei der Staatsoper zu sein. Alles andere heißt nun Kebap.
Aber da könnten wir uns ja mit einem eigenen Anhänger-Standl behelfen.

2. Die Speisinger Wurst
Bisher hat sich da ja noch niemand gefunden, der die Wurst machen will oder kann. Ich hätte ja schwer auf eine Wurst vom Piccolo gehofft, aber der macht ja schon den Senf.

3. Das Speisinger Brot respektive Weckerl
Wir wollen unser Wurst ja auch irgendwo reintun, n'est-ce pas?

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