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Tischgespräche
16.02.07 @ 23:55
Zwischenruf: speisinger heben die Männerquote der SN
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Während ich versucht hab, nach einem wunderbaren Boulez-Bartok-Bruckner-Konzert im Musikverein noch schnell mit der Limousine bei der Oper vorzufahren, ging's ja in der speising-Loge schon recht heiß her! Danke für so viel Diskussionskultur!
Dies hier ist nur ein eingeschobener Zwischenruf: wie aus sicherer Quelle verlautbart, heben in der Wochenendausgabe der Salzburger Nachrichten zwei Speising-Männer die offenbar niedrige Männerquote - hoffentlich stressfrei!
87 Kommentare | Kommentar abgeben
dfw, 19.02.07 @ 17:41
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in Ordnung liebe ad. Schon zurück von Ischgl, liebe Frau Bundesminister?
Über Hausverstand und Billa und so misch ich mich nicht ein. Da bin ich befangen.
Bio vom Berg habe ich schon genossen; vom M-Preis. mehr als cool.
60% des Wiener Naschmarkts sind fest in türkische Hand. Leider oder Gottseidank. Für die hat der Drechsler wieder aufgesperrt. War schon wer dort? um 3 in der Früh?
Wenn ich was kauf, dann bei meinem Türken am Obkircher Markt, und daneben im Bioladen.
Billa frequentiere ich, wenn mein Terrier Gusto auf eine Knackwurst hat.
sonjaaa hat mehr als recht was die Gerüche betrifft. Teile meiner Verwandtschaft waren 6 Generationen Bäcker. In einer echten Bäckerei riecht's anders.
Das Obst- und Gemüseangebot in den Supermärkten ist eine Frechheit zum Quadrat.
Die Leute bei Billa & Co sind unterbezahlt, etc. Aber woanders kriegens keinen Job.
So weit so gut.
Je öfter ich mir das Insektengröstl genehmige, desto mehr gefällt mir die Courage von diesem Gnaiger (und dem Strini). Und umso mehr gehört der Pokal dem Gnaiger und weniger dem piccolo (verzeih, alter Meister). 5622, kannst ihm das ausrichten!!! Du kennst ihn sicher. Und sage ihm auch, er soll möglichst bald wieder so eine messerscharfe, feine Klinge (Gillette ist stumpf dagegen) wetzen. Und sag ihm auch, ich habe den Artikel in Folie eingeschweißt, um ihn herumzureichen.
Und jetzt widme ich wieder so profanen Dingen, wie der Vorbereitung eines Sitzstreiks in der Schwarzen Katze.
Auf bald.
sonjaaa, 19.02.07 @ 17:34
seele
Also Du Salzburger solltest schon wissen, wo die Seele sitzt: im Erzbistum natuerlich. Aber das hat mit Essen wirklich nix mehr zu tun.
Schmutzig sind doch hoechstens unsere Gedanken und Lebern aber nicht unsere Seelen.
Grundsaetzlich bin ich aber voll Deiner Meinung. Der Bioschmaeh wird gerade voll ausgebraten und wir sollen doch wieder zum Supermarkt marschieren - als dumme Masse. Mir ist schon klar, dass wir nicht taeglich zum Markt gehen koennen, aber kein Junkmonopolisierer sollte in irgendeiner Art und Weise promoted oder unterstuetzt werden.
Und wie hat mir kuerzlich ein Lebensmitteltechnologe so herrlich erklaert: Ein angeblich so gesundes Fruchtjoghurt ist genau so zuckerhaeltig oder ungesund wie ein Magnum - nur essen wir das Magnum nicht zum Fruehstueck.
5622, 19.02.07 @ 17:14
wohl wahr
da gibt er aber gas auf der geraden, der liebe sonjaaa...
im kern geb ich dir recht. trotzdem hilft es meiner meinung nach, der breiten abgestumpften masse übers werbefernsehen wieder mal ein paar botschaften ins food-verseuchte hirn zu hämmern. wenn der dümmlich drei schauende mann im werbespot sagt: "mein hausverstand sagt mir, es wäre besser, das schnitzel kommt aus österreich", dann ist zumindest die botschaft eine gute. allerdings sehe ich auch das problem, dass wir gerade in der bio-branche haben. ein guter gedanke wird von einem konzern geschluckt und wahrscheinlich ziemlich "convenient" verkauft...
schaut nach bei hofer. die leute, die das lampert-futter "zurück zu den wurzeln" kaufen, glauben ja auch alle, sie kaufen bio. nestle und jacobs machen ja auch schon auf bio.
während ich so schreib muss ich dir recht geben. konzerne machen derzeit wohl wirklich auf wölfe im schafspelz und wir dummen schafe sollen trotzdem brav den gleichen dreck weiter futtern - aber halt: ein gutes hat das schon: wir haben kein schlechtes gewissen mehr und fühlen uns dank der werbung besser, während wir dreck fressen. das ist doch auch was, oder nicht ;-))
apropos dreck. die ganze verlogenheitspartie der marketingtypen zeigt ihre schönste fratze bei all den wässerchen. kennt ihr schon den carpe-diem-slogen: "reinigt die seele" - abgesehen davon, dass die idioten behaupten zu wissen, wo die seele sitzt: mit dem spruch unterstellen sie mir, dass meine seele verschmutzt ist. frechheit, oder? ah ja: römerquelle "aktiviert körper und seele" - haben die alle einen tuscha?
-ad-, 19.02.07 @ 17:04
bio vom berg
Billas Hausverstand sagt mir nix, ich muss den meinigen grad zur Genüge anstrengen, und hab so keine Zeit für Kurzweil.
In Tirol gibt es die Supermarktkette M-Preis, da gibt es neben den spanischen Bio-Produkten schon einige von Tiroler Provenienz - unter dem Logo Bio vom Berg. Da greif ich zu, wenn ich es mal von der Kleinstadt-Peripherie nicht ins Zentrum zum Bioladen schaffe, wo dann Demeter-Qualität zu haben ist. Die hat dafür mein Privatkoch immer daheim.
Tatsächlich aber ist die Nahversorgung mit Türken mittlerweile die frischeste und belebendste - vor allem wenn sich als Vergleich in unmittelbarer Nachbarschaft ein überdimensionierter Interspar mit frohem Welken anbietet ...
(Bitte weitermachen, für einen nächsten Beintrag muss ich noch ein wenig philosophieren)
sonjaaa, 19.02.07 @ 16:33
Billa
Kontroversen waeren schon wieder ziemlich gut. Aber wir sollten nicht auf Piccolo als Provokateur warten, bzw ihn in diese Rolle draengen. Das waer doch ein Bisserl zu Wienerisch, sich ein enfant terrible auszuwaehlen und sich gemuetlich im Schockiertsein suhlen.
Die Metamorphose des Piccolo ist aber ein cooler Prozess.
Nun aber zu Billa: Das ist doch verlogen ohne Ende. Zum Einen existiert in Wien kaum eine Billafiliale in der frisches, heimisches Obst oder Gemuese angeboten wird! Ueblicherweise gibt s nicht viel mehr als eine Sorte und die ist nicht Besonders. Angebote kommen fast zur Gaenze aus Suedspanien oder aehnlichen Bioregionen. Etc etc etc
Zum Anderen: Allein der Spruch: Das Brot ist frisch, wo es nach Backofen riecht ist doch ein Grund, diese Firma nie mehr zu besuchen. Meine beste Volksschulfreundin war die Tochter eines Baeckers. Dort in der Backstube hat s nie so intensiv nach Brotaromen gerochen, wie in den Billafilialen. Dieser Kunstgeruch ist doch derartig aufdringlich, dass man an vieles denkt (bis hin zum Ekel) aber nicht an frisches Brot.
Und nun noch zum Hausverstand: Dieser sagt mir, dass die Angestellten beim Billa nicht gerade optimal behandelt werden. Es gibt kaum einen Ort in Wien, wo die allgemeine Stimmung so schlecht ist, wie in einer besagten Filiale. Und wie heisst es so schoen: Wo beginnt der Fisch zu stinken?
Besser als jeder Hausverstand sind die vielen kleinen tuerkischen Gemueselaeden, die gerade an allen Ecken eroeffnen, saisonale Produkte anbieten und endlich das Monopol des kulinarischen Schreckens brechen.
--- 04.09.18 @ 20:56
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--- 09.10.17 @ 20:27
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Das Gastlog --- 04.09.06 @ 16:45
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