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Tischgespräche
04.03.07 @ 14:19
Das erste Mal
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Irgendwann fängt man damit an. Mit dem Selberkochen. Und wenn man das Kombinieren und Komponieren und Zusammenfügen in höchster Harmonie nicht von einer guten Fee in die Wiege gelegt bekam, kann es schon einige Zeit dauern, bis man auf den eigenen guten Geschmack kommt. Vor allem wenn auch das Elternhaus nicht geeigneter Nährboden für leibliche Genüsse ist.
Meine erste Liebe war auch Initiation fürs gute Essen - wenngleich Mitte der Siebziger erst ein paar merkwürdige, damals aber wohl kulinarisch höchst zeitgeistige Hürden genommen werden mussten. Und so geriet meine erstes Selbstgekochtes (mit 17), eine Lasagne (noch nie zuvor selbst gegessen, geschweige denn gesehen) sehr trocken. Hab wohl die Anleitung nicht ausreichend studiert. Dafür waren kleine, frisch vom Feld geklaute Maiskölbchen drin.
Ab da ging's unaufhaltsam bergauf.
153 Kommentare | Kommentar abgeben
PICCOLO, 05.03.07 @ 18:55
@katiza@kubse
..schon alleine kochomatisch und nicht erotologisch gesehen sind zwei Frauen recht fein. Ich weiß aus erster Hand vom P.B, dass er in den 60er Jahren besonders launisch wurde, weil Hauptfrau Nebenfrau noch nicht akzeptierte...Er fuhr dann ganz wild mit seiner Harley durch die Landwirtschaft.. Dort hat er später auf einem Bauernhofmisthaufen einen Bankiva Hahn gesehn. Den hat er seiner Frau gezeigt! In seinem Swimmingpool konnte eine Kellenrein oder ein Küchenmädel im Hochsommer sehr leicht schwanger werden. Ich habe Privatfotos gesehen...
Ich schwöre bei allem was ich weiß: Guter, befriedigender Sex steht am Anfang der Kochkunst. Also liebe Damen wenn ihr nicht kochen könnt nicht den großen Witzigmann aufschlagen. Kamasutra. Ehrlich!
@kubse: was machen wir wenn unsere Frauen plötzlich auf einen Nebenmann scharf werden? Weil sie glauben das hilft in der kalten Küche. Warum ist der Begriff "Kalte Küche" ein für Frauen verfänglicher zweideutiger Ausdruck? Schluck!?!
Das haben wir nicht bedacht.
Aber wenn sie dann besser kochen? In einem gewissen Alter ist selbst das ein Vorteil.
katiza, 05.03.07 @ 18:16
First Time
Wann ich das erste Mal gekocht habe, weiß ich auch nicht. Lange war die Küche für mich Tabuzone, weil die Mutter davon überzeugt war, dass ich schreckliches Chaos dort anrichten würde. Bestätigt hat sie vielleicht einer meiner frühen Kochversuche. Lebkuchen wollte ich machen - und am Ende hat die Küche vor Honig nur so geklebt. Nicht nur auf der Anrichte, wo ich begonnene hatte den teig zu kneten, sondern auch am Boden, wohin mir der zähe Teig entkommen ist. Die Lebkuchen waren steinhart und ungenießbar. Kochen gelernt habe ich letztendlich von einer Freundin und schließlich mit wachsender Leidenschaft aus Kochbüchern.
Zur Vielweiberei: Ich hatte einmal das Vergnügen einen auf einem Bauernhof in OÖ lebenden aus Berlin stammenden Sufi-Meister zu interviewen, der auch mit zwei Frauen lebte/verheiratet war. Der hat mir erklärt, alle beide - eine Schriftstellerin, eine Uni-Assistentin - seien mit den Umständen sehr zufrieden. Er war gerade dabei Nummer drei anzuvisieren, vorausgesetzt Nummer eins und zwei seien einverstanden. Entscheidend für das Glück zu dritt bzw. zu viert sei, erklärte er mir, dass jede Fraue eine igenes Badezimmer und eine eigene Küche habe.
karlheinz, 05.03.07 @ 17:56
kunst kam von wollen
"zu guter letzt dreht sich bei der lust am essen tatsächlich nur ums eine. oder nicht?"
verdammt,
war ich fatal unterwegs, als ich das erste mal kochte und steinharte kekse aus mehl, wasser und zucker zuwege bringen durfte/musste (so stellte ich mir den prozess agendi halt vor mit was-weiß-ich-wie-alt-ich damals-war-jahren ).
verdammt.
Russell, 05.03.07 @ 17:08
Fehl-Erziehung
Wenn ich über Bocuse lese, dann ärgere ich mich, dass ich mir je einreden ließ, dass ein Mann mit einer Frau auszukommen hätte:)
Jetzt im Alter ist es schwerer, sich wieder einen Harem aufzubauen...
TomCool, 05.03.07 @ 16:07
Das erste Mal
Meine Schwester hatte mir ein Buch geschenkt. Weil Weihnachten war. Ein Kochbuch.
Eines das berühmt wurde, das Buch mit dem roten Löffel, also eigentlich ein normaler Löffel mit roter Suppe.
Ich scheine irgendwie Interessse gezeigt zu haben, gerne kochen zu wollen, so genau weiß ich das nciht mehr.
Was ich aber noch ganz genau weiß, ist, welches Rezept ich ausgesucht habe: Überbackene Fleischpalatschinken a la Bolognese.
Das bedeutete für mich damals viel Arbeit, den ganzen Tag werkte ich in der Küche und versaute sie. Eine Bechamel kochen, einen palateig rühren, die Bolognese stundenlang vor sich hinspritzen lassen ("Deckel? What Deckel? Steht nicht im Rezept!")
Mitten in dieses Desaster von Kriegsschauplatz, der einmal die Küche meiner Mutter gewesen sein soll, kommen die Freunde, die ich zum Essen eingeladen habe.
Es war ein Traum. Alle aßen, nahmen sich nach, schwärmten "so toll!". Fantastisch.
Es waren gute Freunde.
Ich hatte den ganzen Tag kein einziges Korn Salz verwendet.
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