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Das Weinlog
22.08.06 @ 13:45
Stirbt die Austro-Magnum aus?
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Dass größere Gebinde bessere Lager- und Reife-Eigenschaften haben ist ja hinlänglich bekannt. Dennoch sind Magnums oder größer nicht immer einfach zu bekommen. Und in größeren Runden und bei Festen sind die größeren Einheiten auch schnell ausgetrunken.
Irgendwie schade, dass der einst so populäre Doppler vom Aussterben bedroht ist. Das haben sich vermutlich auch Herbert Zillinger und Herbert Studeny aus dem Weinviertel gedacht, als Sie Grüne Veltliner ihrer besten Lagen cuvéetierten und im Doppler abgefüllt und noch dazu mit Kronenkorken verschlossen haben. Diesem Revival der Austro-Magnum verpassten sie ein wenig ansprechendes Retro-Etikett und gaben ihm den Namen Top-ler.
Ob die Intention eine von der Nostalgie oder eher von Marketing-Gedanken getragene war, lassen wir einmal dahingestellt. Aber wieso eigentlich nicht Top-Weine im Doppler abfüllen, was spricht dagegen?
43 Kommentare | Kommentar abgeben
profiler, 24.08.06 @ 11:24
@ minimalist
wahrscheinlich ist der doppler eh für steireranzugträger gedacht.....
gruss
Minimalist, 24.08.06 @ 09:20
bedauerlicher Weise
sind es nicht nur die objektiven Kriterien. Ein internatiuonaler Weinbroker kauft ja nicht "eine Handvoll Mouton", sondern er/sie hat ein bestimmtes Muster im Kopf, nach welchem er Menge und Preis einschätzt und kauft oder nicht kauft. (und so ein Muster ist schnell zerstört, z.B. mit falschen Signalen des "Gebinde", der Aufkleber, d...).
Für jene, die nur im Nachbardorf verkaufen wollen ist das alles unbedeutend.
Ein wenig wie mit dem "Steireranzug. Der ist auch objektiv warm und kleidsam, sogar nostalgisch. Gut für das lokale Fest. Wenn wir aber damit ein modernes Finanzprodukt an der Wall Street anpreisen wollen, könnten wir ein Imageproblem haben?
Zum obigen Frauenbild: ich hoffe auf die Gerechtigkeit, nämlich, dass damit einmal 50% des Marktes (Frauen) automatisch futsch sind.
Der "Nostalgie", "mit Frauen trinken" kann ich auch nicht gerade geselschaftspolitischen Fortschritt bescheinigen.
PICCOLO, 23.08.06 @ 22:29
@profiler
So wie Sie das sehenist es nicht das Quantum, sonder die damit verbundene oft mangelhafte Qualität. Ich habe vor 18 Jahren als ich meine Spelunca hier eröffent habe von einem Burgenländischen Weinbauern aus Purbach, den Namen weiß ich nicht mehr, 60 Flaschen Doppler gekauft. Er hatte das hiesige Feuerwehrfest beliefert, und dort sind mehrere Kisten übriggeblieben, diese hat er in den umliegenden Wirtshäusern dann zu 7 Schillige je Liter verscherbelt.
Mein Keller ist über 1000 Jahre alt tief in der Erde mit einer Temperatur von 12 bis 15 Grad. Eine dieser Kisten Riesling Sylvaner haben bis 2005 in der finstersten Ecke gestanden wo niemand hingehen wollte.
Der Wein war ohne Schaden zwar etwas "dünn" aber doch noch gut trinkbar. Anlässlich eines Hausfestes wurde er restlos verputzt.
Eine Frage an die hochverehrten Damen und Herren Weinspezialisten von Traubing:
Ist es nicht so daß es beim Wein auch so metaphysisch interessante Abfüllgrößen gegeben hat, die weit über 0,7lt gleegen haben? So um die ideale Menge zu erreichen damit der Inhalt sich seinen Geist und Seele gut zusammenhalten kann und recht lange "lebt"?
Herzlichst "PICCOLO"
TomCool, 23.08.06 @ 19:34
Ei der Daus, jetzt isses mir eingefallen
Weingut Sepp Moser, Rohrendorf, Banfalu 20001 wurde abgefüllt in den alten Dopplerflaschen, den noch bauchigeren mit längerem Hals.
zitat: "zB: seine Weine mit nackten Frauenkörper (Bodypainting) zu bewerben, wie es der Herr Kadlec auf der Vievinum gemacht hat. Den was dies mit Wein bzw Weinqualität zu tun hat entzieht sich meiner Kentniss."
Mit Wein, könnte man sagen, hat es zumindest so viel zu tun, als das man sich damit Frauen, auch angemalte, schön saufen kann. ;-)
Minimalist, 23.08.06 @ 17:33
vielen Dank, vino
für Ihre Motivation. Ich habe mir soeben einen Knoll 01, GV, SM "Vinotheksabfüllung", MG aus dem Keller geholt. Da können ebenfalls 4 (ohne Reue) geniessen.
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